Residenzen-Programm für junge russische Kuratoren 2012

EUNIC – die Nationalen Kulturinstitute in der Europäischen Union Zum zweiten Mal führt EUNIC ein Residenz-Programm für junge russische Kuratoren durch. Die jungen Talente werden im Sommer und Herbst 2012 die Arbeit in europäischen Museen und Galerien kennenlernen und im Frühjahr 2013 ihre Erfahrungen auf einer von EUNIC organisierten Veranstaltung in Russland vorstellen.
Ausbildung und berufliche Entwicklung einer neuen Generation junger Kuratoren sind heute eine der wichtigsten Prioritäten für russische kulturelle Organisationen. Daher haben EUNIC ein Projekt entworfen, das eine einzigartige Gelegenheit für die berufliche Entwicklung, das Studium des europäischen Kunstmarktes und zum Knüpfen neuer beruflicher Kontakte in Österreich, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Rumänien, Schweden, aber auch in anderen Ländern bietet.
Das Programm richtet sich an junge Leute, die bereits über Erfahrungen in der kuratorischen Arbeit im Bereich der zeitgenössischen Kunst verfügen. Dieses Projekt soll dazu beitragen, das Wissen der jungen Kuratoren aktuell zu halten, die professionelle Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu vertiefen und neue kuratorische Ansätze auch in Russland bekannt zu machen.
Im Rahmen eines Wettbewerbes wurden neun Kuratoren ausgewählt. Die erfolgreiche Bewerberin für den vom Goethe-Institut organsierten Aufenthalt ist Khristina Demenshina.
Christina Demenshina (Jekaterinburg) studierte an der Staatlichen Universität des Ural in Jekaterinburg Kulturjournalismus, Abschluss: 2004. Von 2008 bis 2009 studierte sie als Austauschstudentin in den USA Fotografie und Visuelle Kunst und gewann beim studentischen Fotowettbewerb der Colleges des Mittleren Westens den 1. Preis für das Bild „Freiheit“ (Wisconsin, USA, 2009). Gleichzeitig konnte sie erste Erfahrungen als Kuratorin sammeln. Danach arbeitete Khristina Demenshina als Journalistin und Fotografin und war regelmäßig an Dreharbeiten zu Filmen über Kunst und Museen beteiligt. Zurzeit betreut sie verschiedene Projekte und Ausstellungen im Bereich Fotografie.
Die Stipendiatin des Goethe Instituts wird einen sechsmonatigen Lernaufenthalt in Leipzig absolvieren und bei der Organisation der Ausstellung anlässlich des 800jährigen Jubiläums des Thomanerchors im Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig mitarbeiten.
Mehr dazu in der Projektbeschreibung, Stand: April 2012.
Projektbeschreibung (PDF, 298 KB)
Das Grassimuseum für Musikinstrumente der Universität Leipzig beherbergt eine der größten Musikinstrumentensammlungen der Welt, welche seit ihrer Eröffnung im Jahre 1929 stets auch der Forschung und Lehre diente. Das Museum bietet seinen Besuchern nicht nur Einblick in fünf Jahrhunderte Musikgeschichte, sondern gibt ihnen im Klanglabor auch Gelegenheit selbst Instrumente auszuprobieren. Das Museum lässt die Instrumente vergangener Zeiten lebendig werden und zeigt dabei viele Facetten der Musikstadt Leipzig.
Maria Kornejewa
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