I. Russlandweiter Deutschlehrertag 2012

Sprachflagge

FREMDSPRACHE − PARTNERSPRACHE:
1. gesamtrussischer Deutschlehrertag 2012


Rund 2,3 Millionen Menschen lernen Deutsch in Russland: Das ist ein Spitzenwert im weltweiten Vergleich. Entscheidend für den künftigen Erfolg der deutschen Sprache in Russland ist − neben dem Engagement jedes einzelnen der hierzulande gegenwärtig rund 20.000 Deutschlehrer − vor allem der Stellenwert, den das Lernen von Fremdsprachen im russischen Bildungssystem einnehmen wird. Vor diesem Hintergrund veranstalteten das Goethe-Institut und das Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation anlässlich des Deutschlandjahres 2012/13 in Russland und zum Abschluss der Sprachkampagne „Lern‘ Deutsch!“ am 17. und 18. November 2012 unter dem Titel „Fremdsprache – Partnersprache“ erstmals einen gesamtrussischen Deutschlehrertag. Rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Gäste haben das Forum besucht.



Durch Grußworte von Dr. Dmitrij Liwanow, Minister für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation, Ulrich Brandenburg, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, und Dr. Rüdiger Bolz, Leiter des Goethe-Instituts Moskau, wurde die Tagung eröffnet.

Den Grußreden folgten zwei Impulsvorträge: Dr. Hans-Ulrich Seidt, Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, sprach über den Stellenwert der deutschen Sprache in der Welt; Hildegard Jacob, Kovorsitzende des Bund-Länder-Ausschusses für schulische Arbeit im Ausland, informierte in ihrem Vortrag über die Rolle der Fremdsprachen in Deutschland.

Im Anschluss diskutierte die Bildungspolitikerin gemeinsam mit Dr. Alexandr Kondakow (Präsident des Moskauer Lehrbuchverlags Prosweschtschenie und Leiter des Projekts „Oberstufenreform“), Hartmuth Brill (Geschäftsführer des Berliner Schulbuchverlags Cornelsen), Ewgenij Ugrinowitsch (Leiter der Abteilung für internationale Angelegenheiten des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der RF) Wladimir Klassen (stellvertretender Minister für Bildung und Wissenschaft des Gebiets Samara), Marcus Osegowitsch (Generaldirektor der Volkswagen Group RUS) über den Stellenwert des Fremdsprachenlernens im deutschen und russischen Bildungssystem. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Julia Elsner, der Referentin des Goethe-Instituts für das vom Auswärtigen Amt initiierte Projekt „Schulen: Partner der Zukunft“.

Wiederholt wurden in diesen Beiträgen die Bedeutung der Mehrsprachigkeit im Zeitalter der Globalisierung unterstrichen und die Perspektiven des Fremdsprachenlernens in Russland im Zuge der gegenwärtigen Bildungsreform betont: Für Minister Liwanow macht „die Kenntnis von Fremdsprachen jeden Menschen erfolgreicher und konkurrenzfähiger. […] Es ist wichtig, die Möglichkeiten zu nutzen, die unseren Schulen durch die Einführung der neuen Bildungsstandards in Russland nun zur Verfügung stehen, unter anderem auch die Möglichkeit des Erlernens einer 2. Fremdsprache als eines obligatorischen Bestandteils des Lehrplans“. Hingewiesen wurde in diesem Sinne auf die prinzipielle Gleichstellung von 1. und 2. Fremdsprache im neuen Unterrichtsmodell: „Ich freue mich über die Tatsache, dass es uns gelungen ist, die Integrierung der 2. Fremdsprache in den Unterrichtsplan zu erkämpfen, und, dass sowohl die 1. als auch die 2. Fremdsprache zu gleichen Bedingungen, d. h. mit der gleichen Intensivität, gelernt werden können.“ (Dr. Aleksandr Kondakow). Sehr interessant ist der Ansatz im Bezirk Samara, den Status einer Schule an ihr Fremdsprachenprofil zu binden: „Der Gesetzesentwurf zur neuen Bildungsreform sieht keine Unterscheidung zwischen den Schultypen vor. Es gibt nur einen Schultyp - „allgemeinbildende Institution“. Wir haben in unserer Region einen Projektentwurf vorbereitet, gemäß dem Schulen der Status „Gymnasium“ zugewiesen werden kann unter der Voraussetzung, dass die sich um diesen Status bewerbende Schule in ihrem Unterrichtsplan mindestens zwei Fremdsprachen anbietet.“ (Wladimir Klassen)

Aufgelockert wurde die sehr themenkonzentrierte Eröffnung durch den spritzigen Auftritt von Andrej Ponkratow, Journalist des Fernsehsenders „Moja Planeta“, der in seiner erfrischenden Art über die Rolle Deutschlands und der deutschen Sprache in seinem beruflichen und persönlichen Leben erzählte.

Mit ihren vielseitigen und interaktiven Kulturprogrammen sorgten das Kabarett-Duett „Kabbaratz“ und das Künstlerduo Musicisthelanguage und Strings Attached Puppentheater für Spaß und Unterhaltung.

Höhepunkt des Tagungsprogramms war die erstmalige Verleihung von Deutschlehrerpreisen, mit der das Goethe-Institut gemeinsam mit dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation sowie deutschen und russischen Unternehmen die hohen Verdienste von Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern bei der Förderung der deutschen Sprache in Russland würdigt. 35 Preisanwärterinnen und -anwärter waren für die Preisverleihung nominiert. Sieben von ihnen wurden an diesem Abend prämiert. Mehr...

An beiden Veranstaltungstagen hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich auf der Fach- und Bildungsmesse über aktuelle Themen im Bereich Fremdsprachenunterricht zu informieren. Die Aussteller, darunter Verlage, Buchhandlungen, Hersteller von Schreibwaren und moderner Unterrichtstechnik und Bildungseinrichtungen boten ein reichhaltiges Angebot an Produkten, Informationsveranstaltungen, Interaktionen und Unterhaltung und schufen zugleich eine Atmosphäre, in der sich die Gäste des Forums wohl fühlten, neue Kontakte knüpften und Ideen austauschten.

Am zweiten Veranstaltungstag wurden zahlreiche Vorträge, Seminare, Diskussionsforen und Workshops zu methodisch-didaktischen Themen im Bereich Deutsch als Fremdsprache angeboten.

Die Highlights des 1. gesamtrussischen Deutschlehrertages können Sie demnächst hier auf unserer Website als kurze Videozusammenfassung online sehen.

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Kontakt:
Marina Mikhaylova
Werbesprachkampagne „Учи немецкий! Lern‘ Deutsch!“
Mail Symbolmarina.michajlowa@moskau.goethe.org
  


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