Song des Monats

Mathias Klahm: Der weiße Vogel

© Mathias Klahm Sie benötigen den Flashplayer , um dieses Video zu sehen

Musik mit deutschen und russischen Texten... Das scheint wohl sehr ungewöhnlich zu sein, denn häufig werde ich gefragt: "Russisch!? Wie kommst du denn darauf?" Ich antworte fast immer gleich und sage: "Ich finde das alles einfach interessant. Die Kultur, die Sprache, die Menschen."
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, mein Name ist Mathias Klahm und ich habe die Ehre, mich Ihnen auf To4ka-Treff vorzustellen. Ich bin Musiker, Komponist und Musiklehrer aus dem deutschen Bundesland Saarland. Ich spiele Gitarre, Bass und Keyboard und singe sowohl auf Russisch als auch auf Deutsch.


© Mathias Klahm

Herkunft und Hintergrund

Ja, es ist rein deutsches Blut, welches in meinen Adern fließt. Ich betone dies lediglich, weil viele denken, ich hätte einen russischen Hintergrund. Ich wuchs auf in der Stadt St. Ingbert. Ich ging zur Schule, absolvierte eine kaufmännische Ausbildung und verbrachte anschließend ein Jahr in Amerika, genauer gesagt in der Stadt Las Vegas. Dies war ein vom Deutschen Bundestag initiiertes Austauschprogramm (PPP), welches mich sehr beeinflusste. Nicht so sehr hinsichtlich meiner beruflichen Bildung, mehr auf persönlicher Ebene und bezogen auf meinen Charakter. Es war einfach eine tolle Erfahrung etwas Anderes zu sehen, andere Menschen, andere Kulturen kennenzulernen. Eine Neugier, die bis heute immer noch in mir steckt. Eine der wohl wichtigsten Lektionen für mich ist, dass Menschen, egal welche Flagge sie im Herzen tragen, alle gleich sind.

Über meine musikalische Entwicklung und Einflüsse

© Mathias KlahmIn meiner frühen Jugend fing es mit Hard Rock und Heavy Metal an. Hauptsächlich westliche Musik. Ozzy Osbourne war der erste große Einfluss. Ja, das waren noch wilde Zeiten! Nun, eigentlich wurde es ja nie wirklich viel ruhiger, denn ein Rock n Roll Herz steckt immer noch tief in mir. Später kamen also lediglich weitere Genres, Bands und Künstler hinzu. Ich liebe einfach die Musik in vielen Formen. Blues, Klassik, Rock, Jazz, Country und natürlich alle tausend Untergenres des Heavy Metals. Wichtig für mich beim Musik machen ist, Gehörtes nicht direkt zu imitieren oder selbst zu interpretieren. Nein, es ist einfach inspirierend, die Kreativität und interessante Kunst aus allen möglichen Bereichen aufzunehmen. Wohin es geht, möchte ich selbst bestimmen.

Erste Begegnungen mit der russischen Kultur und Sprache

© Mathias KlahmWie kommt man nun dazu, als Deutscher Russisch zu lernen!? Ich hatte schon immer viele aus Russland stammende Freunde und Bekannte. Schon seit meiner frühen Jugend waren mir diese Menschen immer sehr nah. So blieb es nicht aus, dass die typischen Lebensgewohnheiten, Bräuche, Traditionen kennenlernte und zu Feiern und Festen eingeladen wurde. Da versteht es sich von selbst, dass ich irgendwann angefangen habe die Sprache zu lernen, hauptsächlich im Selbststudium und mit Hilfe von Freunde. Obwohl ich weit davon entfernt bin, flüssig zu sprechen und alles zu verstehen, bin ich doch motiviert, weiter zu lernen und vielleicht eines Tages ein repräsentatives Sprachniveau zu erreichen.

Und dann kamen die Rocker aus dem Osten …

Ich weiß noch, wie alles mit der russischen Rock Gruppe „Sektor Gasa“ anfing. Zunächst wirkte es schon etwas „fremd“, doch mit der Zeit hat mir das alles immer mehr gefallen. Ich habe bei Freunden mehr über andere Bands erfahren, hörte dann traditionelle und moderne russische Musik im Fernsehen. Die Schönheit der Sprache in gesungener Form fasziniert mich, auch die vielen Moll Akkorde und der stets etwas düstere Stil. Immer wieder beeindruckt mich die enorme Vielfalt an Musikstilen, Bands und Künstlern in Russland. Besonders inspirieren mich zurzeit Bands wie Kino, Nautilus Pompilius, Agata Kristi oder auch Tanzi Minus.

Der Kreis schließt sich: Über mein Solo Projekt und das Album „Liebe regiert die Welt“

© Mathias KlahmMein offizielles Debut Album „Liebe regiert die Welt“ wird nicht gerade das typische Rock / Pop Album. Das Besondere an dem Album ist, dass ein Großteil der Texte Gedichten von Swetlana Buchmüller sind, einer persönlichen Bekannten und Dichterin aus dem Saarland. Den Titel übernehme ich von ihrem gleichnamigen Buch, welches man auch auf ihrer Webseite kaufen kann. Was gibt's noch zu sagen? Es wird ein sehr atmosphärisch rockiges Album mit traditionellen Instrumenten, wie Violine, Oboe oder auch Flöten.

Was die Zukunft wohl so bringt …

…weiß ich nicht. Und ehrlich gesagt will ich auch nicht zu weit nach vorne denken und planen. Ich spiele, singe einfach, mache das, was gerade anfällt. Dennoch wäre es schön, wenn ich einige Menschen in der Zukunft mit meiner Musik erreichen kann. Es ist diese kulturelle Verbindung, die ich den Menschen näher bringen möchte und der ich mein Leben gewidmet habe. Ich glaube, dass wenn man offen ist, Toleranz und Verständnis zeigt für Neues, für etwas „Anderes“, man auch mit offenen Armen empfangen wird. Doch vor allem wird es immer eine Bereicherung für den Menschen sein, in jeglicher Hinsicht.

„Der weiße Vogel" – Songtext

Nein, nicht der weiße Rabe.
In diesem Vogelschwarm fliegen wir nicht.
Und den Verlust meiner Seele,
mein Liebster, verstehst du nicht.
Mein Gott, wie sehr strebte ich nach der Sonne.
Im Fluge ist das Band gerissen,
Erwies ich mich unter der Macht der Unverschämten.


Weiße Vögel hast du mir gesandt,
die den Rabenschwarm vertrieben.
Zerrissen, weggeworfen, überall geflickt mit Kreuzen.
Die Seele der Schwäne.


Wie dumm und tückisch sind sie nur,
Trennten die Augenbraue samt dem Auge.
Und der Anführer ist in Wahrheit der Geizige,
Nie zielt er auf das Herz hinaus.
Aber, Heilige Madonna, du beschütztest mich
Vor dem wütenden Toben und Verurteilen der Aasfresser, der Raben.


Weiße Vögel hast du mir gesandt, die den Rabenschwarm vertrieben.
Zerrissen, weggeworfen, überall geflickt mit Kreuzen.
Die Seele der Schwäne.

Text: Svetlana Buchmüller
Musik: Mat Klahm

Der Song wurde To4ka-Treff für die Veröffentlichung zur Verfügung gestellt
Copyright: To4ka-Treff
September 2013
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