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Wie lande ich einen Text auf To4ka-Treff?

© colourbox.comDu interessierst dich für Journalismus? Du schreibst gerne selbst und hast Lust, dich mit Worten immer wieder aufs Neue auszuprobieren? Dann bist du bei To4ka-Treff genau richtig. Und auch wenn du noch nicht so viel Schreibpraxis hast, kannst du hier lernen, worauf du achten solltest und was du besser machen kannst.

Die Themenwahl

Foto: Rainer Sturm © pixelio.deWenn du einen Text für To4ka-Treff schreiben willst, dann solltest du dir als erstes ein spannendes Thema überlegen. Was interessiert dich selbst – und deshalb vielleicht auch andere junge Leute in Ost und West? Was ist gerade topaktuell in deiner Clique – und du findest, das davon auch andere erfahren sollten?

Bedenke bei der Themenauswahl, dass sie eine gewisse journalistische Relevanz haben sollten. Alltagsgeschichten oder Erlebnisberichte gehören eher in den Blog oder ins Forum der To4ka-Community. Die Geschichten, die du erzählst, sollten am besten „zeitlos schön“ sein, wie man im Redaktionsjargon sagt. Das bedeutet, dass sie nicht nur in dem Moment aktuell sind, wo sie geschrieben und ins Netz gestellt werden – sondern auch noch ein paar Tage oder Wochen später spannend zu lesen sind. Das schließt natürlich nicht aus, dass auch aktuelle Texte einen Platz auf To4ka-Treff finden. Nur sollte man beim Schreiben darauf achten, dass sie nicht schon am nächsten Tag „schlecht geworden“ sind, weil sie ihr Haltbarkeitsdatum überschritten haben. To4ka-Treff ist kein Nachrichtenportal, sondern setzt eher auf Hintergründiges.

Konkret bedeutet das, dass es keine Texte geben sollte, die mit folgenden Worten beginnen: „Gestern/vergangene Woche/vor kurzem fand statt…“. Im Mittelpunkt steht immer, was stattgefunden hat, wo und warum – und warum es interessant ist, dass auch jemand davon erfährt, der nicht dabei war. Die Zielgruppe der Texte sind immer Jugendliche in Deutschland, die sich für Russland und die Länder der ehemaligen Sowjetunion in Osteuropa und Zentralasien interessieren. Andersherum sind junge Leute in eben diesen Ländern angesprochen, die sich für Deutschland, den Alltag und die Kultur seiner Jugendlichen interessieren.

Wenn du also ein Thema gefunden hast, dann wende dich einfach an die To4ka-Redaktion in Hamburg oder Moskau und schlage deinen Artikel vor. Mit den To4ka-Redakteuren kannst du auch besprechen, welche Stilform sich am besten eignet oder welchen Dreh das Thema vielleicht besser bekommen sollte, um es möglicherweise aktueller zu gestalten oder in einen bestimmte Rahmen, z.B. ein Top-Thema oder ein To4ka-Spezial zu integrieren. Wenn das Thema „gekauft“ wird – also zur Veröffentlichung vorgesehen – dann kannst du gleich eine Länge und einen konkreten Abgabetermin vereinbaren.

Die Recherche

© colourbox.comDann fängst du an zu recherchieren. Es versteht sich von selbst, dass du mindestens einen kompetenten Gesprächspartner interviewst (persönlich, telefonisch oder per E-Mail). Ein Text lebt von guten Zitaten. Und natürlich solltest du richtig zitieren – entweder direkt in Anführungsstrichen (genau so, wie der Interviewte es gesagt hat) oder sinngemäß. Wichtig ist auch, dass du den korrekten Namen (Vor- und Zuname in richtiger Schreibweise) und die Position deines Gesprächspartners weißt und aufschreibst. In Zeiten von Visitenkarten eigentlich kein Problem mehr. Am besten findest du dann noch einen Insider, der die Thesen des ersten bestätigt, widerlegt oder eigene aufstellt.

Das Format

Wenn du mit der Recherche fertig bist, kannst du direkt lostippen. Nicht vergessen – weniger ist oft mehr. Also mehr als 5000 Zeichen braucht ein guter Text für To4ka-Treff eigentlich nicht.

Was er aber unbedingt braucht sind:

eine Überschrift einen Vorspann, der in maximal drei kurzen Sätzen das wichtigste des Textes in ansprechender Form zusammenfast einen attraktiv formulierten ersten Satz des Haupttextes mehrere Zwischenüberschriften am Ende den vollständigen Namen des Autors, dessen Alter, Wohnort und einen kurzen Infosatz über seine Tätigkeit (z.B. studiert in Dresden und macht gerade ein Praktikum in Minsk)

Wenn du deinen Text fertig geschrieben hast, dann lies auf jeden Fall noch mal aufmerksam drüber (oder bitte deine beste Freundin dies zu tun). Ist der Inhalt verständlich? Gibt es eine Message? Ist die Sprache jugendlich – und zwar keine Jugendsprache, sondern ein Stil, der junge Leute anspricht, der nicht zu kompliziert, aber auch nicht zu verkrampft locker ist?

Stimmt die Rechtschreibung und Grammatik? Dabei hilft dir eigentlich dein Computer! Trotzdem wichtig: selbst denken und sich konzentrieren. Denn nichts hassen To4ka-Redakteure mehr, als wenn sie Tippfehler verbessern müssen. Also, am besten selbst den Rotstift ansetzen. Sonst stehen die peinlichen Fehler hinterher noch im Netz und unter dem Text dein Name ….

Erst mit Multimedia wird es richtig spannend

Super wenn dann also der Text fertig ist, doch nichts ist im Internet langweiliger als ein purer Text. Multimedia ist das Schlagwort.

Foto: Tina © pixelio.deAuf jeden Fall sollte dein Text zwei oder drei passende Fotos haben. Diese kannst du entweder selbst fotografieren oder du fragst einen Bekannten, der gerne und gut fotografiert, ob er deinen Text bebildern kann. Oder du sucht in einer kostenlosen Fotodatenbank. Dann musst du aber darauf achten, dass du angibst, wer das Foto gemacht hat und ob es zur Veröffentlichung freigegeben ist bzw. ob es konkrete Bestimmungen für die Bearbeitung der Fotos und Veröffentlichung gibt.

Weitere Multimediaelemente sind passende Links (dabei immer auf seriöse Anbieter achten) oder auch Audio- oder sogar Videodateien. Vielleicht hast du ein Interview sowieso mit dem Handy mitgeschnitten – dann stell doch die spannendsten Textpassagen zum Text dazu (einfach schneiden kannst du mit dem kostenlosen Schnittprogramm Audacity). Oder du überlegst dir bei der Recherche, gleich einen kleinen Videofilm zu drehen – der sollte nie zu lang sein (also ca. 3 Minuten) und muss am Ende in das Format .flv konvertiert werden (auch das geht mit kostenlosen Webprogrammen).

Und fürs nächste Mal kannst du dann noch überlegen, wie man das Thema vielleicht mal ganz anders aufbereitet. Also ohne „Text“, in einer experimentellen Form. So kann man zum Beispiel das Porträt eines Kochs in Form eines Rezepts schreiben. Oder eine Reportage in Form eines Fotoromans – das was wir früher in der Bravo immer als erstes gelesen haben (egal ob nun mit Liebe oder ohne).

Was aber auch experimentelle Formate immer brauchen ist eine Überschrift und einen Vorspann, wo kurz drinsteht, worum es geht und warum ich das lesen soll.

Viel Spaß beim Tippen, Recherchieren und Experimentieren!

Dana Ritzmann

Copyright: To4ka-Treff
Dezember 2009

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