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Der erste Satz

Wie man den richtigen Anfang findet

© Colourbox.com© Colourbox.comDer Internet-User legt wenig wert auf Design, sondern will schnell die gewünschten Informationen finden. Texte werden selten wirklich gelesen, meistens nur überflogen. Ob ein Text als relevant oder wichtig erachtet wird, darüber entscheidet oftmals der erste Satz (wenn nicht sogar die Überschrift).

Dem ersten Satz gilt also ein ganz besonderes Augenmerk.

Es gibt diverse journalistische Einstiegsvarianten, die helfen, den berühmten ersten Satz treffend zu formulieren. Welche man wählt, hängt vom Text und von den entsprechenden Materialien ab – also wenn ich kein gutes Zitat habe, dann fällt diese Variante automatisch weg; eine szenische Beschreibung passt zum Feature oder zur Reportage, eine Frage geht immer, wenn einem nichts Besseres einfällt; und die Nachricht bietet sich als Einstieg an, wenn es etwas Neues zu vermelden gibt und das den Kern des Textes trifft.

So kann ein Text beginnen:

Nachricht

Wie in einer Zeitungsmeldung steht das Wichtige im ersten Satz, dann folgen Einzelheiten.

- eignet sich für Texte, in denen Daten und Fakten ohne Wertung vermittelt werden.

Zitat

Es muss die Thematik auf den Punkt bringen oder den Leser frappieren.

- Vorsicht! Zitate gefallen dem Schreiber oft besser als dem Leser, der den Zusammenhang mit dem Thema nicht kennt.

Szene

Szenische Beschreibungen, eventuell sogar Allegorien aus der Welt des Films oder Theaters, sind die Krönung des Einstieg-Schreibens. Leider auch die schwerste Variante. Meistens wird das Bild nicht fortgesetzt - unter Umständen passt es auch nicht. Einen guten szenischen Einstieg zu schreiben erfordert also viel Zeit und Kreativität.

© Colourbox.comFrage

Eine Frage kann ein Problem auf den Punkt bringen oder vielleicht sogar auf einen neuen Lösungsansatz hinweisen. Sie muss aber den Kern der Sache treffen!

Daraus folgt für die Texte:

- sie sollten kurz und knapp sein

- kurze Sätze verwenden – das dient generell der Verständlichkeit, nimmt aber auch Rücksicht auf die Situation des Online-Nutzers: Auf dem Bildschirm liest es sich nicht so angenehm wie in einer Zeitschrift;

- den Nutzer mit einem packenden Einstieg/Vorspann/Teaser „ködern“, d.h. besonderes Augenmerk legen auf die Überschrift und die ersten Worte;

- die wichtigsten Informationen an den Anfang und Hintergründe an den Schluss stellen (evtl. mit weiterführenden Links);

- es kann helfen, Wesentliches durch Fettungen hervorzuheben (aber nicht zu viel!) oder Merkpunkte, Aufzählungen, Checklisten zu verwenden.

Dana Ritzmann

Copyright: To4ka-Treff
Dezember 2009

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