Austausch

Alle To4ka-Videos und Audios findet Ihr in der Mediathek!

10 Fragen an Alina Levshin

Deutsche Schauspielerin und Bambi Preisträgerin-2012 Alina Levshin wurde im ukrainischen Odessa geboren. Im Alter von sechs Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Deutschland. Dort studierte Alina an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam. Bekannt wurde sie noch während ihres Studiums. So erhielt sie im Jahr 2009 eine Nominierung für den New Faces Award der Zeitschrift Bunte und den Deutschen Fernsehpreis 2010. Die Hauptrolle der jungen Rechtsextremen Marisa in David Wnendts Film Kriegerin brachte ihr mehrere Preise und Auszeichnungen und machte Alina Levshin international bekannt. In einem Interview spricht die Schauspielerin über ihre neuen Projekte und erzählt von privaten und beruflichen Höhepunkten des Jahres. © Alina Levshin; Foto: Jonas Schmager

Womit beschäftigen Sie sich gerade?

Ich bereite mich auf mein neues Projekt vor. Normalerweise wird für Filmaufnahmen nicht viel oder überhaupt nicht geprobt. Bei der Regisseurin Vanessa Jopp läuft es aber etwas anders. Der Film bedient sich nicht eines klassischen Drehbuchs als Vorlage für eine Geschichte. Die Geschichte entwickelt sich sowohl im Prozess der Dreharbeiten als auch bei den Proben vorab, also aus Improvisationen, die der Schauspieler für seine Figur mitgestaltet. Es ist spannend, da ich nicht genau weiß, was letztendlich passieren wird und wohin die Reise meiner Figur geht.

Was war ihr Traumberuf als Kind?

Ich wollte als Kind Lehrerin oder Tierärztin werden, bis ich dann mit dem Tanzen anfing und mir die Bühne gut gefallen hat. Als ich dann ungefähr acht Jahre war habe ich mich schließlich auf Schauspielerin festgelegt.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?

©  Alina Levshin; Foto: Jonas Schmager Ich komme derzeit nicht richtig zum Lesen. Es sind eher Drehbücher arbeitsbedingt oder nur Zeitschriften, die nicht viel Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Das letzte Buch war eins von Ljudmila Ulitzkaja, die ich großartig finde. Das war allerdings auch das letzte mal, dass ich es wirklich geschafft habe dranzubleiben, da mich meine privaten Pflichten sehr fordern.

Was können die Russen und Deutschen voneinander lernen?

Ich glaube, verschiedene Kulturen können grundsätzlich immer brauchbare Konzepte voneinander abgucken. Vielleicht ist es der Hang zum Risiko oder die Bedingungslosigkeit, die den Russen eigen ist, der den Deutschen ab und an nicht schaden kann oder aber die Genauigkeit und die Zuverlässigkeit, die sich die Russen wiederum gern abschauen können. Das spricht jetzt natürlich für die Masse. Es soll nicht heißen, dass alle Deutschen oder alle Russen so oder so sind.

Haben Sie ein Vorbild?

Ich habe in meiner Familie starke Frauen, von denen ich mir auch eine Menge abgucken kann. Wenn es um künstlerische Angelegenheiten geht, gibt es da in jeder Fachrichtung auch genügend großartige Menschen, die mich inspirieren. Da würde der Platz gar nicht reichen.

Wenn Sie eine Million hätten, wem würden Sie sie geben?

Ich glaube, meine Familie würde sie gut gebrauchen. Da gibt es ja noch Tanten und Cousinen und viele, viele Baustellen. Wenn das geschafft wäre, könnte ich mir vorstellen einen Teil an karikative Zwecke zu spenden. Das ist hundertmal besser als es für materielle Güter auszugeben.

Wie entspannen Sie sich nach einem stressigen Tag?

©  Alina Levshin; Foto: Darek Gontarski Ein heißes Bad nehmen und am liebsten lange ausschlafen. Viel Tee trinken ist auch wichtig. Wenn Zeit bleibt, einen guten Film schauen oder einfach nichts tun, Beine hoch und in einer Zeitschrift blättern.

An welchem Ort fühlen Sie sich richtig zu Hause?

Es gibt mein Zuhause mit meiner Familie. Es gibt das Zuhause bei meiner Mutter und es gibt das Zuhause in Odessa bei meiner Oma. Hauptsache meine Lieben umgeben mich.

Was war das wichtigste Ereignis für Sie im letzten Jahr?

Es gab wohl viele großartige und spannende Momente 2012. Ich habe mich sehr geehrt gefühlt den Deutschen Filmpreis zu bekommen als auch den Bambi und die viele Anerkennung, aber ebenso aufregend waren die ersten Schritte und Worte meines Kindes.

Ohne was / wen könnten Sie nicht leben?

Meine Familie will ich nicht missen. Ich freue mich z.B. jeden Morgen auf das Zusammensitzen und Frühstücken, das könnte ich den ganzen Tag tun.
Copyright: To4ka-Treff
April 2013
Links zum Thema

Newsletter "Neue Themen auf To4ka-Treff"

Anmelden und informiert bleiben!