Bitte zu Tisch


Vegan in Kiew: Vielfalt die beeindruckt

In letzter Zeit wurden in Kiew außer Restaurants und Cafés viele Verkaufsstellen mit Imbiss und veganem Menü eröffnet. Für einen schnellen, schmackhaften und abwechslungsreichen Imbiss brauchen Sie nicht viel Zeit und Geld. Insbesondere wenn Sie im Stadtzentrum arbeiten oder wohnen.

Vegane Gerichte gibt es in den gastronomischen Einrichtungen von Kiew, etwa seit es die Lieferdienste gibt bzw. seitdem wenig später mehrere Cafés Vegano Hooligano eröffnet wurden. Interessanterweise locken diese Verkaufsstellen nicht nur Veganer an. Viele Stadtbewohner kommen wegen dem leckeren und billigen Imbiss. Mit der Imbiss-Entwicklung in Kiew wurden viele nicht spezialisierte Verkaufsstellen eröffnet, wo man vegane Gerichte kosten kann. Die Restaurants fügen nach und nach einige vegane Gerichte zu ihren Menüs hinzu. Meine Bekannte ist Veganerin und aus Irland. Sie war vor kurzem in Kiew zu Besuch und über das Sortiment veganer Gericht sehr erstaunt. Ihrer Meinung nach, gibt es in Dublin diese Vielfalt nicht. Unter den Veganern in Kiew sind viele kreative Persönlichkeiten und Künstler, die Joga praktizieren. Ab und zu wird in den Massenmedien über Veganismus berichtet. Ich bin auf kein aggressives Verhalten gegenüber Veganern gestoßen, außer manchmal bei dem Streit: „Fleisch essen oder nicht essen?“ Vor ein paar Monaten habe ich mich zu einem Experiment entschlossen und mich zwei Monate lang nach dem veganen Menü ernährt. Während dieser Zeit hatte ich keine besonderen Schwierigkeiten mit der Nahrungsmittelvielfalt.

Israelisches Falafel

©Julia Salij
Der Imbiss „Kipisch“ wurde vor ein paar Monaten eröffnet. Das örtliche Falafel wird nach „israelischem Rezept“ zubereitet. Die in der Fritteuse zubereiteten Kugeln aus Kichererbsen werden hier in Pita mit Humus, Tahina, scharfer levantinischer Soße und frischem Gemüse verkauft.

In anderen Verkaufsstellen machen die Ankömmlinge aus den Ländern des Nahen Ostens und Ukrainer das Falafel nach eigenem Rezept: häufig ohne Humus, mit Kohl und im Fladenbrot.

Die Portion im „Kipisch“ ist klein, aber das Falafel ist weich und etwas scharf. So wie es sein soll.

Sandwich mit Grilltofu

©Julia Salij
Das Café Vegano Hooligano mit Mahlzeiten zum Mitnehmen wurde 2015 im Gebäude des Bessarabischen Markts im Stadtzentrum von Kiew eröffnet. Von da an begann hier ein neues Leben: an den traditionellen Verkaufstischen mit Gemüse, Fleisch und orientalischen Süßigkeiten kommen jetzt jede Menge Hipsters, Veganer und Vegetarier vorbei. Später wurden auch andere Imbiss-Verkaufsstellen eröffnet.

Das Sandwich mit Grilltofu, ohne Sojakäse, besteht aus Salatblättern, frischen Gurken und Tomaten mit Tar-Tar-Soße. Die Soße verleiht dem Sandwich einen saftigen und ausgeprägten Geschmack. Es gibt nur einen Nachteil: zu viel Füllung, deshalb fällt sie beim Essen heraus.

Röllchen mit Bulgur

©Julia Salij
Da sich Vegano Hooligano im Stadtzentrum befindet und das Menü sehr vielfältig ist, esse ich relativ oft hier.

Die Röllchen werden im Fladenbrot gereicht. Füllung: Bulgur, Käsecreme Tofu, Tomaten (anstatt Tomaten kann man Kugeln aus Kichererbsen bestellen), Soße. Trotz der saftigen Füllung ist das Sandwich manchmal trocken. Außerdem ist die Füllung ab und an schlecht eingewickelt und fällt beim Essen heraus.

Samosa mit Auberginen

©Julia Salij
In dieser Verkaufsstelle, die nicht weit von der Metrostation „Lew Tolstoi Platz“ entfernt ist, sieht Samosa genauso aus wie in indischen Restaurants oder Imbissbuden. Sie sieht aus wie Gebäck mit Quark. Aber das ist eine visuelle Täuschung. Der Teig ist etwas trocken. Füllung: Auberginen und Zucchini mit Zwiebeln und Tomaten. Zu wenig Füllung, deshalb ist der Teiggeschmack stärker. Diese Samosa ist nicht besonders saftig im Unterschied zu den süßen Samosa mit Erdbeeren oder Kirschen, die man in Kiew bei Imbiss-Festivals kosten kann.

Sandwich

©Julia Salij
Im Sandwich Cáfe FreshLine in der Schota Rustaveli Straße gibt es kein veganes Spezialmenü. Hier kann man ein Sandwich selbst zusammenstellen: zur Auswahl stehen: Brot (weiß, schwarz), Soße (ich habe mich für Pesto entschieden), Gemüse und Kräuter (Rukola, Oliven, Tomaten, Gurken, Kohl, Basilikumblätter) und Dipper (ich habe mich für scharfen Senf in Körnern entschieden). Das Sandwich ist saftig und sättigend.
©Julia Salij

Julia Salij


Mitgründerin des Online-Magazins über Urbanistik „Hmarotschos“

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Online-Magazin „Hmarotschos“
Blog über gesunde Ernährung "Spoon" Vegano Hooligano

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