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Ferne Weiten

Ferne Weiten und Fremde Länder: Inspiration im Ausland


In der globalisierten Welt werden Auslandsaufenthalte immer selbstverständlicher. Junge Menschen zieht es in ferne Länder, man erkundet neue Kontinente und lernt bisher fremde Kulturen und Menschen kennen. Aber wie ist das Leben im Ausland, abseits des alltäglichen? Was geschieht mit mir selbst, verändert es ich mich und wenn ja, in welche Richtung? Ein Bericht über das Ankommen, Glück und Inspiration im Ausland. © Paul Assies Nach einem Semester in Istanbul und einer Sommerschule im russischen Schwarzerdegebiet war ich für drei winterliche Monate in Sibirien. Spannende Begegnungen, neue Freundschaften, die Landschaft und das Leben im Ausland haben diese Zeit ausgemacht. Es gab aber auch Momente, in denen das Gefühl des „Fremdseins“ überwog. Man wird als „Ausländer“ gesehen, als jemand der nicht so richtig dazugehört - der fremd wirkt. Aber auch diese Erfahrung ist wertvoll! Für mich selbst, meine persönliche Entwicklung und meinem Blick auf Andere. Welche Erfahrungen und Erlebnisse mich geprägt haben, könnt ihr in vier Bildern von Begegnungen, Ereignissen und Menschen sehen. Bildern von meinem Leben in Sibirien.

Neue Menschen, neue Sichtweisen


© Paul Assies Das vielleicht Wichtigste zuerst. Die Menschen: Ich habe neue Freunde gefunden, Vorurteile abgebaut und ich durfte viel über die „Russische Lebensart“ erfahren. Die Herzlichkeit und die Bereitschaft, Zeit mit mir verbringen zu wollen, obwohl man sich eigentlich kaum kannte, sind mir in Erinnerung geblieben - ja, im Herzen. Diese persönlichen Begegnungen und Freundschaften möchte ich nicht missen. So unterschiedlich Länder sein können, das Klima, die Landschaft, die Sprache und die Politik: Am Ende lächeln wir alle zusammen.

Die Zeit vergeht anders im Ausland


Auf der anderen Seite verbringt man aber auch viel Zeit alleine. Mit sich selbst. Und man hat Zeit für sich selbst. Der eigene Horizont erweitert sich unmerklich. Man taucht ab in einer fremden Welt. Auf einmal macht man Dinge, die man im Alltag zu Hause nicht macht, für die man keine Zeit mehr hatte. Bei einem guten Buch, deiner Lieblingsmusik oder bei einem Spaziergang in einem Park; für dich allein. In diesen Momenten, fernab von allen Problemen und Bindungen hat man die Möglichkeit seinen Gedanken eine neue Richtung zu geben. Sich inspirieren zu lassen. Dieses bewusste Alleinsein, ist nicht nur im Ausland möglich, aber vor allem in der ersten Zeit es ist leichter, weil man gezwungener Maßen Zeit alleine verbringt. Und gleichzeitig hat man die Chance jederzeit raus in die Welt zu gehen, neue Menschen kennenzulernen und Dinge zu sehen, die einem vorher unbekannt waren.

Die Momente


© Paul Assies Es können ganz alltägliche Sachen sein, wie ein Hund im Schneeanzug, aber auch Orte oder Momente, die man nur einmal im Leben sieht oder erlebt. Abseits der Städte findet man fast unberührte Natur, einzigartige Landschaften und Schnee bis zum Horizont. In diesen Augenblicken entsteht ein Gefühl der Unendlichkeit. Aber auch ein Gefühl des Ankommens. Die schweren Momente des Abschieds von den Freunden und Lieben zuhause verblassen und man sagt sich: Ja, auch dafür bin ich ins Ausland gegangen.

Das Ende


© Paul Assies Schlussendlich geben diese Ausschnitte aus meinen Erinnerungen nur einen kleinen Teil, dessen wieder, wie es für mich war in Sibirien zu leben. Am Ende ist es immer das Zusammenspiel aus der Reihe von neuen Eindrücken, die mich inspirieren, die mich über meine Grenzen hinausblicken lassen und mir neue Wege für das Leben zeigen.
© Paul Assies

Paul Assies


Paul ist 23, er studiert Geschichte und Politik in Bonn. Im Jahr 2017 hat er drei Monate in Sibirien verbracht.

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