Serotonin


Inspiration 2.0

Ich würde gerne meine eigenen Beobachtungen dazu teilen, was mit dem Bewusstsein passiert, bevor ein gar nicht so schlechter Einfall in unserem Kopf herumschwirrt. Das Verwirklichen der Idee ist dabei nicht ausschlaggebend.

Vertieftes Studieren von Technologien


Lernt einfach etwas absolut Neues. In meinem Fall war das ein Seminar in Elektrotechnik und gleich hinterher noch ein Workshop in Flugzeugen ohne Piloten. Als ich im Laufe dieser Seminare auf Neues und Unbekanntes stieß, was ich nicht verstand, versuchte ich immer einen Experten zu finden, der mir meine Fragen beantworten konnte. Da ich keinerlei wissenschaftliche Kompetenz in Technologien habe und weder in Mathe noch in Physik irgendeine besondere Begabung, hat das mein Hirn große Anstrengungen gekostet. Und das wiederum hat einen Fanatsieboom in meinem Kopf ausgelöst.

Das Ergebnis war, dass ich die Idee hatte, wie man erstens die Energieeffektivität der Navigationssysteme von Quadrokoptern steigern kann, und zweitens, wie man sie dazu bringt, haargenau im Offline-Modus auf der Ladestation zu landen. Sollten diese Ideen jemals verwirklicht werden, können Drohnen bald internationale Flüge fliegen.

Ergreifende Diskussionen


Gespräche mit interessanten Menschen zu Themen, die ich interessant finde. Beispielsweise hatte ich neulich im Rahmen einer Konferenz einen Auftritt. Das Konferenzthema war künstliche Intelligenz und ihr möglicher Einfluss auf Munizipalbehörden und Gemeinderäte, außerdem sprach man über die Theorie des Schwarzen Schwans.*

*„Schwarzer Schwan“ — Theorie, die schwer einschätzbare und seltene Ereignisse mit massiven Folgen betrachtet. Autor der Theorie ist Nassim Nicholas Taleb, der den Begriff „Schwarzer Schwan“ als Synonym für Unberechenbarkeit in seinem Buch „Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse“ etablierte.

Wenn es in Punkt 1 um das Erlangen von neuem Wissen ging, so geht es im Punkt „Diskussionen“ eher darum sein Gehirn dazu zu bringen, konkrete Begriffe zu verstehen und diese in verschiedenen Kontexten und Wissensbereichen anzuwenden. Als ich nach der Konferenz nach Hause kam, hatte ich auf einmal den Einfall, man könne doch Infrarotsichtgeräte, Deep-Learning Technologien und einen echten Hund dazu benutzen, um Überwachungssystemen das Hören und das Riechen beizubringen.

Neue Orte entdecken


Hier würde ich gerne einen Teil eines Gedichts von William Ernest Henley zitieren, um zu beschreiben, was ich spüre, wenn ich neue Orte entdecke und neue Entwicklungsmöglichkeiten für mein Business:

„Ich bin der Meister meines Los.
Ich bin der Captain meiner Seel.“

Dieses Gefühl ist vielleicht die größte Inspirationsquelle.

Nicht die Inspiration verlieren


Übungen, Meditation, Lesen — früher habe ich es nicht geschafft das alles regelmäßig zu machen, denn ich habe mir eingehämmert, ich müsse dafür früher aufstehen, jeden Morgen zu einer bestimmten Uhrzeit. Und wenn ich es nicht geschafft hatte, habe ich einfach nichts davon gemacht. Erst vor einigen Monaten ist mir klar geworden, dass diese drei Dinge überhaupt nicht an feste Zeiten gebunden sein müssen. Im Gegenteil. Sie müssen einfach zu den Hauptprioritäten am Morgen werden. Auch wenn ich verschlafe, verschiebe ich lieber irgendein Meeting, als diese drei Dinge zu vernachlässigen. Seit ich eine andere Herangehensweise gefunden habe, wache ich aus irgendeinem Grund immer früher auf und schaffe alles. Das alles plus gesunde Ernährung steigert meine Effektivität und gibt mir Energie für den ganzen Tag und für die Suche nach Inspiration.

Natürlich sind meine Inspirationstipps nicht etwas Unbestreitbares und das einzig Richtige. Es ist wichtig, zu experimentieren, und die Möglichkeiten des Körpers und des Gehirns immer weiter zu erforschen.
© David Horoschwili

David Horoschwili


Unternehmer. Gründer von WiFisher.com – „Wir glauben, dass das Internet ein Teil der Menschenrechte ist und frei und zugänglich für jeden Menschen weltweit sein muss“.

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