Verwandlung


Kyn Reality

Olga Matveeva, Russland

  • © Olga Matveeva
    Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, als ich feststellen musste, dass trotz fehlender Infrastruktur und Möglichkeiten, hier, weit weg von den Großstädten des Landes, eine Menge junger Leute leben. Die Dorfjungs und Mädels haben kein high-speed-Internet oder Smartphones und den Großteil ihrer Freizeit verbringen sie gemeinsam draußen. Ich war mit den Jugendlichen des Dorfes einige Tage gemeinsam unterwegs.

    In dieser Zeit war ich auf einer Hochzeit, in der Dorfdisco des Kulturzentrums, zu Besuch zu Hause, an der Bushaltestelle, wo Gitarre gespielt und Vodka getrunken wird, bin auf dem Motorrad "Ural" mit einem Topf voller Borsch gefahren und habe einfach die Freizeitbeschäftigungen 15-jähriger Jugendlicher beobachtet.
  • © Olga Matveeva
  • © Olga Matveeva
    Die heilige Dreifaltigkeitskirche wurde 1864 gebaut. Zu Zeiten der UdSSR waren hier ein Lager und die Schmiede der Kolchose. Heute ist die Kirche immer noch außer Betrieb.
  • © Olga Matveeva
  • © Olga Matveeva
  • © Olga Matveeva
    Das Motorrad der Marke "Ural" und seine Modifizierungen sind ein wichtiges Fortbewegungsmittel in dieser hügeligen Region.
  • © Olga Matveeva
    Die jungen Frauen lassen sich gerne in der Landschaft oder auf der Hauptstraße fotografieren, gucken aber eifersüchtig und misstrauisch in meine Richtung, wenn ich mich mit den jungen Männern des Dorfes unterhalte.
  • © Olga Matveeva
    Die meisten Jugendlichen träumen hier davon, bei der Feuerwehr zu arbeiten oder bei der Polizei und wollen außerdem auch zum Wehrdienst. Die älteren verbrennen ihre Nebenkostenabrechnungen und andere Rechnungen im Lagerfeuer.
  • © Olga Matveeva
    Durch Kyn fließt der gleichnamige Fluss, der wiederum in den legendären See Chusowaya mündet. Hier ist man von bildschönen Felsen umgeben. Anfang des XX. Jahrhunderts reiste der Fotograf Sergey Prokudin-Gorsky durch diese Gegend. Auf seinen Bildern sieht man das stillgelegte Eisenwerk und den Anlegesteg an dem Fluss Kyn.
  • © Olga Matveeva
    Die Einheimischen empfangen einen mit Misstrauen, aber schon eine halbe Stunde später trinken wir Tee und blättern durch das Familienalbum.
  • © Olga Matveeva
    Die großzügige Hochzeit im Kulturhaus ist in vollem Gange. Die Eltern der Frischverheirateten weinen Glückstränen und umarmen die Gäste. Anstatt der Hochzeitstorte wird eine riesige, überreife Wassermelone auf den Tisch gestellt.
  • © Olga Matveeva
  • © Olga Matveeva
  • © Olga Matveeva
    Das Sägewerk und Autowerkstatt sind die wichtigsten Arbeitgeber im Dorf.
  • © Olga Matveeva
    Die Einheimischen beschäftigen sich mit Landwirtschaft. Pferde grasen auf der Wiese und in der Morgen- und Abenddämmerung laufen Kühe über die Straßen in ihre Ställe zurück.
  • © Olga Matveeva
  • © Olga Matveeva
  • © Olga Matveeva
    Braut und Bräutigam mit einem Tattoo der Luftlandetruppen, auf Russisch abgekürzt "WDW". Sie warten auf ihre Gäste im Kulturhaus des Dorfes. Ihre Freunde lassen sich neben dem mit Eheringen und Blumen geschmückten Wagen fotografieren.

    Werde Teil der Konverter Community

    NEUES THEMA

    Medien

    Digitale Informationen und wie wir damit umgehen
    ZEITGEIST

    Zeit

    Gedanken über eine unserer ambivalentesten Ressourcen

    Verwandlung

    Beobachtungen über den Lauf der Zeit und seine Folgen
    KONSUM

    Haben und Sein

    Über Konsum, Gesellschaft und Geld

    Geld

    Über das Universalrezept zum Glücklichsein
    GRENZE

    GRENZZONE

    Schwankendes Gleichgewicht grenzwertiger Zustände

    ENT-FERNUNG

    Fotostrecken und Bildergalerien über Grenzen,greifbaren und mentalen
    INSPIRATION

    SEROTONIN

    Über die Inspiration und den Schlaf der Vernunft 

    SCHAU

    Über das Kino: was sehen und wie sehen
    SPECIALS

    BERLINALE-SPECIAL

    Konverter hat sich vom Filmfieber der Berlinale anstecken lassen und für Euch eine einzigartige Übersicht des Festivals vorbereitet

    TRÄUME AUS ST. PETERSBURG

    Das Fotoprojekt „Träume aus St. Petersburg vermittelt einen Eindruck von den Gefühlen und den Lebensrealitäten junger Petersburger