Zeit


Zeit und Verwandlung

Eigentlich hätte dieser Text schon lange geschrieben werden sollen, aber immer fehlte die Zeit dazu. Die Situation kommt dem ein oder anderen sicherlich bekannt vor, nicht wahr? Meistens fehlt uns die Zeit. Aber was genau bedeutet das eigentlich — keine Zeit? Woher wissen wir überhaupt, ob wir viel oder wenig Zeit haben? Wir haben kein Organ, was dafür verantwortlich wäre, Zeit erfassen zu können. Wir können Gerüche riechen und spüren, was weich und was kratzig ist. Mit der Zeit ist das alles anders. Wenn der Schnee zu schmelzen beginnt, verstehen wir, dass der Frühling kommt. Aber das ist nicht präzise genug, und zu breit gefasst.

Das Ergebnis: Wir umgeben uns mit Geräten, die uns warnen, wenn wir uns zu verspäten drohen. Uhren, Handys, Kalender — es dreht sich alles um das Zifferblatt, um Daten. Alles dreht sich um Zeit, dabei überlegen wir nicht, warum der Tag 24 Stunden hat und jede davon 60 Minuten. Dafür haben wir auch gar keine Zeit.

Was bedeutet das also? Wir teilen unsere Lebenszeit verschieden ein, aber ist Zeit für uns alle nicht gleich? Die einen sagen, sie rast mit Lichtgeschwindigkeit an uns vorbei, die anderen empfinden Zeit so, als ob sie sich ewig lang zieht oder gar stillsteht. Wir haben also beschlossen herauszufinden, was unsere Autoren darüber denken, wie sie Zeit interpretieren und wahrnehmen. © SLANG - Studio fpr graphic desigo Der Einstieg ins Thema ist der Artikel von Daria Aminova darüber, wie Physiker, Biologen und Psychologen Zeit verstehen. Aus der Theorie geht es weiter in die Praxis: Oleg Zagorulko erzählt, wie mehrere Zeitströme auf einmal existieren können und wie man zwischen ihnen hin und her springen kann.

Und noch etwas, man munkelt, es gäbe Orte, an denen Zeit ganz anders fließt. Olga Matwejewa entführt uns mit ihrer Fotoreportage an genau solch einen Ort - das Dorf Kyn im Gebiet Perm (Russland). Der Kiewer Fotograf Pavlo Mazaj zeigt Orte, an denen Gefühle und Gedanken noch existieren, die Zeit jedoch längst tot ist. © SLANG - Studio fpr graphic desig Und das ist nur ein kleiner Teil von dem, was wir für unsere Leser vorbereitet haben. Daher, um eure Zeit zu sparen, sollten wir uns jetzt wohl lieber kurz halten. Nur noch eins: Abonniert „Konverter“ im Sozialen Netzwerk und ihr seid immer sofort über die neuesten Themen und Texte bei uns informiert. Und das Wichtigste: Eure Vorschläge und euer Feedback sind immer willkommen, die Redaktion freut sich darauf! Unsere E-Mail-Adresse findet ihr auf der Webseite.

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