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Thema:
Bildende Kunst

Land:
Russland

Träumen lehren und lernen.
Die vierte Saison des Festivals „Kritische Masse“

Фото: Марина Зайцева

Von August 2016 bis Dezember 2017 haben Jugendorganisationen des Petrogradskij-Bezirks in Sankt Petersburg an dem Projekt „Kritische Masse“ teilgenommen. Ziel der Zusammenarbeit war die Suche nach neuen Methoden und Instrumenten im Umgang mit einem jugendlichen Publikum – an Orten, wo man sich einerseits Mühe gibt, ein vielfältiges Angebot zu gestalten, andererseits aber nicht über das Niveau von Hobbykursen und Sozialarbeit mit „schwierigen Jugendlichen“ hinauskommt. Indem sie in Freizeitzentren Residenzen für russische und ausländische Gegenwartskünstler einrichteten, hofften die Kuratoren darauf, frische Ideen aus der künstlerischen Praxis an junge Menschen von 12 bis 24 Jahren zu vermitteln. Das gemeinsame Projekt von Alewtina Kachidse und dem Club „Energija“ ist ein Schritt in diese Richtung.

Die Orientierung auf ein jugendliches Publikum ist eine völlig neue Tendenz im Bereich Kultur und Ausbildung in Russland. Neben der sich zunehmend belebenden Museumsarbeit (1) werden auch andere Ebenen des Austauschs mit Jugendlichen erschlossen. Interessierte Profis gehen in Schulen, um älteren Schülern das Angebot zu machen, Raum und Lernprozesse selbst mitzugestalten. Junge Leute für kreative Arbeit zu begeistern, ermöglicht auch einen Erfahrungsaustausch mit den jeweiligen Weiterbildungseinrichtungen. Davon haben sich die Gründerinnen der Vereinigung „TOK“, Anna Bitkina und Maria Weitz, überzeugt. Im Rahmen der vierten Saison von „Kritische Masse“ (2) haben Anna und Maria Jugendclubs im Petrogradskij-Bezirk angesprochen – mit der Mission, sie in Künstlerresidenzen zu verwandeln. Also in temporäre Werkstätten, in denen die Jugendlichen nicht nur Einblicke bekommen, sondern sich unmittelbar in die intellektuellen und künstlerischen Abläufe vor Ort einmischen können.

Eine der Residenzen von „Kritische Masse“ unter Mitwirkung der Künstlerin Alewtina Kachidse startete am 23. Januar im Club „Energija“. Hier können die Jugendlichen mit einem Psychologen, engagierten Pädagogen sowie Gleichaltrigen über allgemeine Probleme und familiäre Reibereien sprechen, zusammen vor dem Fernseher abhängen, Computerspiele oder Tischtennis spielen. Außerdem werden im Club künstlerische Abende mit Schriftstellern und Musikern organisiert, und man kann sich einer Freiwilligentruppe mit unterschiedlichen Missionen anschließen. Der Haken daran ist nur, dass das Freizeitprogramm des Clubs keinerlei alternativen Formate aus dem Bereich Orientierung und Persönlichkeitsentwicklung umfasst. So gewöhnen sich die Jungs und Mädchen an bestimmte Abläufe, die mit jedem Mal weniger Engagement erfordern und somit nicht das volle Potential der Teilnehmer ausschöpfen. Alewtina nahm sich also vor, die Abläufe bei „Energija“ vielfältiger zu machen und die Jugendlichen mithilfe einer künstlerischen Herangehensweise, die ein Hineinhören in sich selbst und eigenständiges Denken fördert, positiv aus ihrem Trott zu bringen.

Beim ersten Treffen bat die Künstlerin die Teilnehmer darum, sich von dem Klischee „Träumen kann man ja schließlich…“ zu verabschieden und vielmehr die Träume der Einzelnen in erreichbare Ziele umzuwandeln. Es sollten individuelle Skizzen entworfen werden, bei denen am Anfang des Weges der Ausgangspunkt und die Verbalisierung der Träume stehen, und am Ende ein individueller Kontrollpunkt mit dem Vermerk „Ziel erreicht.“ Den Jugendlichen fiel es nicht leicht, diesen Aufbau in die Praxis umzusetzen. Sie zweifelten am Wert ihrer eigenen Wünsche und hielten die Aufgabe für „kindisch“, weswegen sie es für sinnlos hielten, ernsthaft an sie heranzugehen. Andere hatten die von Erwachsenen ihnen gegenüber geäußerte Skepsis zu sehr verinnerlicht, oder das Stereotyp, dass sowieso alles von den Finanzen und guten Beziehungen abhängt, sodass Träumen reine Zeitverschwendung ist. Damit standen die Teilnehmer in Alewtinas Projekt vor der Herausforderung, nicht irgendein fernes äußeres, sondern ein allgemeines inneres Problem zu lösen – die Angst davor, sich eigene Gedanken zu machen. Die Jugendlichen hatten es sich hinter einer Mauer aus jegliche Motivation erstickenden Spekulationen und Schutzreaktionen gemütlich eingerichtet, und plötzlich gab man ihnen einen Schubs, sich vorzuwagen – in ihren Gedanken und Handlungen.

Die Neugier der Jugendlichen zu entfachen und sie von der Kraft ihres Vorhabens zu überzeugen, gelang Alewtina anhand einiger persönlicher Beispiele. Die Künstlerin erzählte davon, wie sie ein abstraktes „Ich würde gern…“ in ein „Und das schaffe ich, wenn…“ verwandelte. So wurde zum Beispiel der Traum, sich mit den Nachbarn anzufreunden, zu einem Ziel, für dessen Umsetzung sich Alewtina mehrere Ansätze ausdachte. Einer von ihnen bestand darin, in Sichtweite des Nachbarfensters Blumen zu pflanzen – einfach nur, um den Leuten eine Freude zu machen. Diese und ähnliche Herangehensweisen, etwas in die Tat umzusetzen, was man sich vorgenommen hat, zerstreuten die Zweifel der Jugendlichen, und so erzählten auch sie der Künstlerin von ihren Wünschen. Dadurch entstand eine Liste mit Wünschen, etwa das Aussehen zu verändern, abzunehmen, Klavier oder Gitarre spielen zu lernen, einen guten Abschluss zu machen, eine Arbeit mit angemessenem Einkommen zu finden, ein Haus mit großen Fenstern oder ein Auto zu kaufen, nach Paris oder für ein Studienpraktikum nach Österreich zu fahren, einen anderen Beruf zu lernen oder an der ITMO angenommen zu werden. Die Teilnehmer sollten ihre Wahl überdenken, während sie die Skizzen mit Inhalt füllten, doch bevor sie damit anfingen, stellte ihnen Alewtina noch zwei Aufgaben. Als erstes sollten sie sich fragen: „Ist das hier wirklich mein eigener Wunsch, und nicht vielleicht der Wunsch meiner Eltern, Freunde oder der irgendwelcher Darsteller aus einer Serie?“. Danach sollte die „Hamlet-Methode“ auf die künstlerischen Kartographien angewendet werden: Das Traumziel am Ende betrachten und sich dann das Jahr, den Monat, die Woche und den Tag bis hin zu „genau diesem Tag“ vorzustellen. Diese konkrete Auseinandersetzung mit dem bevorstehenden Weg hilft bei der Überprüfung, ob Ziel und Mittel miteinander vereinbar sind.

Begleitet von dieser Aufgabenstellung berechneten die Jugendlichen auf ihrer Skizze die Entfernung vom Anfangs- bis zum Endpunkt und die Zeit, die sie für den Weg brauchen würden. Das erste maßen sie durch physische Schritt-Handlungen, die jeden näher ans Ziel brachten, und das zweite hing vom Inhalt des Traumziels und vom Grad der Motivation ab, auch Barrieren zu überwinden. Für eine detaillierte Planung des Wegs machten sie eine Übersicht mit „Ressourcen“ und „Hindernissen“ (Freunde, Liebe, Finanzierung, Korruption und so weiter). Deren Einflussmöglichkeiten auf die Erreichbarkeit der Ziele wurde auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet. Zu diesen Tabellen gab es wiederum einen Zettel von Alewtina mit der Bitte, die hinderlichen Punkte zu diesem oder jenen Faktor zu erläutern. Wenn die Jugendlichen einfach nur auf gut Glück ihre Punkte verteilt hatten, so brachte sie der schnelle Briefwechsel in Frage-Antwort-Form unweigerlich zu einer Einsicht: macht euch ein kritisches Bild und findet heraus, was einem positiven Ergebnis wirklich im Wege steht, und wo eine innere Sperre das negative Ergebnis bedingt. Unter der Anleitung von Alewtina lernten die Jugendlichen außerdem, die Ineffizienz von Mitteln aufzuspüren, die der eigenen Initiative abträglich oder aus ethisch-moralischen Gesichtspunkten zweifelhaft sind.

So bereiteten sich die Teilnehmer auf die darauffolgende Stufe vor: Die Wahl von Handlungsschritten, die auf das Traumziel hinführen. „Was kann ich tun, damit mein Traum real wird?“ – die Antwort auf diese Frage implizierte konstruktive Kritik hinsichtlich der Schwächen und Komplexe. Alewtina motivierte die Jugendlichen, mit jedwedem „Das kann ich nicht“ oder „Das wird doch nichts“ den Kampf aufzunehmen, indem sie anspornende Überraschungen für sie vorbereitete. Grischa, der an der ITMO angenommen werden will, erhielt eine Mail von einem Profi aus dem IT-Bereich mit nützlichen Tipps zum Englisch lernen und zur Nutzung von Online-Kursen aus dem Fachgebiet. Für Jewgenija, deren Ziel es war, ein paar überflüssige Pfunde loszuwerden, wurde ein Ernährungs- und Bewegungsplan erstellt. Ljuba, die davon träumte, ihr Aussehen zu verändern, machte einen Besuch im Schönheitssalon, wo sie mit Make-up und Frisuren experimentieren konnte. Diane bekam eine Stunde Gitarrenunterricht und konnte sich davon überzeugen, dass sie für die Verwirklichung ihres Traums mehr Zeit einplanen musste, als sie gedacht hatte.

Nach vier Wochen vereinter Bemühungen hatte jeder seine persönliche Route „Vom Traum zum Ziel“ erstellt und hatten sich unterschiedliche Wege ergeben, wie man dieses Ziel erreichen kann. Das Projekt endete am 16. Februar mit der Konferenz „Kartographie eines Traums“ im Kunstraum „Taiga“, wo die Karten ausgestellt wurden und mit den Jugendlichen ein abschließendes Fazit aus den Treffen gezogen wurde. Doch um die Ergebnisse der teilnehmenden Jungen und Mädchen zu bewerten, war es noch zu früh. Die „Kartographie eines Traums“ arbeitet eher mit einer Langzeitperspektive – wenn man die Karte eben nicht in den Müll schmeißt, und die Ratschläge der Künstlerin befolgt. An diesem Abend enthüllte sich im „Taiga“ zudem der Dreh- und Angelpunkt der vierten Künstlerresidenz. Denn auch bei Alewtina war im „Energija“ ein kleiner Traum entstanden: davon nämlich, einen Beitrag zur Entwicklung des kritischen und künstlerischen Denkens des jungen Publikums zu leisten und den Jugendlichen dabei zu helfen, das Problem ihrer Verkrampftheit und Ideenblockade zu überwinden. Im Laufe der Gespräche und der künstlerischen Arbeit hatte sich dieser Wunsch – ohne, dass Alewtina es bemerkt hatte – in einen Entschluss umgewandelt. Dieser bestand darin, jungen Leuten mithilfe dieser ungewöhnlichen Methode das Träumen „beizubringen“. Zur Grundlage der „Kartographie“ wurde der Glaube daran, dass Erwartungen sich früher oder später auch erfüllen. Daher ist es auch kein Zufall, dass Alewtina ihre bunte Karte mit dem darauf eingezeichneten Weg und einem klar definierten Ziel – nämlich einen Traum zu finden – sowie dem Zeitabschnitt Juni 2017 bis Sommer 2018 aufgehoben hat. Gemeinsam mit den Kuratorinnen von TOK hofft sie, dass dank der „Kritischen Masse“ jeder der Teilnehmer vom Sinn und Erfolg dieser Suche überzeugt werden konnte. Denn dann kann man das Träumen wirklich lernen, und das Erreichen des Ziels wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Kommentar der Künstlerin Alewtina Kachidse, Initiatorin des Projekts „Kartographie eines Traums“:
Die „Kartographie eines Traums“ ist ein Projekt, in dem junge Leute ein Modell der Zukunft entwerfen, strategisch denken und sich auf die Suche nach ihrer eigenen Identität machen können. Für die Arbeit an der Karte habe ich ein Essay des österreichischen Autors Michael Köhlmeier über die Interpretation von Shakespeares Werken verwendet („Shakespeare neu erzählt“). Köhlmeier sieht sich die Ziele von Shakespeares Helden vom Ende ausgehend an, was es ihm erlaubt, den Weg bis ihrer Realisierung maximal klar und genau zu betrachten und herauszufinden, was man für die Erreichung dieses Ziels unbedingt heute noch umsetzen muss, was morgen und was in einem Monat… Dadurch wirkt ein Traum nicht mehr durchsichtig oder vernebelt, sondern wird zu etwas durchaus Handfestem, in das man Energie hineinstecken muss. Im Verlauf von vier Wochen hat jeder der 15 Jugendlichen ein Bild von seinem Traum mit allen wichtigen Knotenpunkten und Sackgassen entworfen. Die Arbeit umfasste die folgenden Etappen: Auswahl des Traums, Skizze eines Bildes am Tag vor seiner Erfüllung, Eintreten in den Körper des Traums, Zeit und Recht, sich wieder davon zu distanzieren, unkonventionelle Annäherung an den Traum, Essay über den Traum.

Kommentar von Anna Bitkina, Direktorin und Kuratorin von TOK:
Im Rahmen der vierten Saison des Projekts „Kritische Masse“ haben wir uns dazu entschieden, Fragen zu Russlands Zukunft mithilfe der Analyse von Jugendpolitik und Jugendbewegungen in den Fokus zu nehmen. Wir wollten gerne herausfinden, wie die junge Generation in Russland ihre Zukunft sieht, welche Interessen und Träume sie hat, welche politischen Ansichten, und wie ihre zivilgesellschaftliche Position aussieht. Im Rahmen des Projekts versuchen wir außerdem, neue Formen künstlerischer Bildung in die Arbeit der Clubs zu integrieren. Noch zu Sowjetzeiten gegründet, sind die Clubs nach wie vor aktiv und bilden zusammen ein großes staatliches Netz an Jugendorganisationen in Russland. Allein in Sankt Petersburg gibt es etwa 325 aktive Jugendclubs. Im Rahmen der vierten Saison des Projekts „Kritische Masse“ haben wir uns die historische Komponente der Clubs und ihr System als Teil des sowjetischen Erbes angesehen, und ebenso ihre aktuelle Situation und die Arbeitsmethoden dieser Jugendorganisationen in Russland, in postsowjetischen und postsozialistischen Ländern.

Kommentar von Maria Weitz, Direktorin und Kuratorin von TOK und Soziologin des Projekts „Kritische Masse“:
Das aktuelle Netz an Jugendclubs ist ein Erbe aus Sowjetzeiten. Sie entstanden ursprünglich als an kommunale Zentren angebundene Strukturen, die einem „Herumlungern“ unter Jugendlichen vorbeugen sollten. Später lösten sie sich aus dieser Struktur und organisierten sich innerhalb des Systems der Freizeit- und Bildungsstätten für Schüler und Studenten, wo man Sport treiben, Instrumente spielen lernen oder an der Inszenierung von Amateur-Theaterstücken mitwirken konnte. Dabei unterschieden sich die Jugendclubs von den Kulturhäusern, denn eine ihrer wichtigen Funktionen war die Herstellung einer Kommunikationssituation, in der Kinder und Heranwachsende sich untereinander austauschen und miteinander Zeit verbringen konnten. Das war besonders für diejenigen unter ihnen wichtig, die nicht aus den glücklichsten Familienkonstellationen stammten: in den Clubs bekamen sie die Aufmerksamkeit und Unterstützung, mit der sie Zuhause nicht immer rechnen konnten.

In den 1980er Jahren, als der staatliche Propaganda-Einfluss auf die Clubs abnahm, wurden viele von ihnen zu Plattformen für die Entwicklung von Underground-Jugendbewegungen und die Ausbildung von Subkulturen – in erster Linie im Bereich Musik. Hier formierten und entwickelten sich viele Leningrader Bands, und ein Teil der Clubs wurde zu Videosalons, andere wiederum zu ganz gewöhnlichen Sporthallen.

Mit der Entstehung des Komitees für Jugendpolitik in Leningrad im Jahr 1990 fielen die städtischen Jugendclubs wieder unter die strenge Kontrolle der städtischen Verwaltung, bekamen finanzielle Hilfe und begannen mit der Ausarbeitung neuer Bildungs- und Freizeitprogramme. In diesem Sinne ist das gemeinsame Projekt mit TOK ein Versuch, die Tätigkeitsfelder der Clubs auszuweiten und eine Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Sektoren auf den Weg zu bringen. Dafür gibt es bisher keine klar ausformulierten Mechanismen – denn die Clubs arbeiten nicht oft mit Organisationen aus dem Bereich der Gegenwartskunst zusammen, weswegen das für alle Seiten ein interessantes und äußerst wichtiges Experiment ist.

Text: Ksenia Remesowa
Übersetzung: Anna Brixa

Copyright: Goethe-Institut Russland

März 2017
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Daria.Kononez@stpetersburg.goethe.org



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(2) „Kritische Masse“ ist ein internationales Projekt für Gegenwartskunst und die Beschäftigung mit gesellschaftlichen Räumen. Es startete 2010 und wurde zum ersten Großprojekt in Sankt Petersburg, das sich mit dem Stadtraum auseinandersetzte, Probleme und Potential gesellschaftlicher Räume aufzeigte und Szenerien ihrer Entwicklung auf der Basis eines Dialogs zwischen Kuratoren, Künstlern, Forschern, Anwohner-Gemeinschaften und der städtischen Verwaltung präsentierte. Das Goethe-Institut in Sankt Petersburg war von 2013-2015 an der Durchführung des Projekts beteiligt.





Foto: Марина Зайцева Projekt „Kartographie eines Traums“



















Foto: Марина Зайцева Projekt „Kartographie eines Traums“

















Foto: Марина Зайцева Projekt „Kartographie eines Traums“

















Foto: Марина Зайцева „Kartographie eines Traums“

















Foto: Марина Зайцева Präsentation des Projekts „Kartographie eines Traums“