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Thema:
Bildende Kunst

Land:
Russland

Die Gestaltung eines Animationsfilms als ein Mittel um „JA“ zum Leben zu sagen,

oder Wie aus einem nicht verfilmten Fantasy-Roman eines der besten sozialen Projekte in Russland wurde: Das St. Petersburger Animationsstudio „DA“

Фото: Студия ДА

Ich kenne die Leute, die das Animationsstudio „DA“ (auf Deutsch: ja) schufen schon sehr lange. Sie sind sehr verschieden und dadurch wundervoll. Seltene, ungestillte Seelen, sowohl im künstlerischen als auch im menschlichen Sinn. Sie geben ihr fachliches Können in der Animation weniger mithilfe irgendwelchen pädagogischen Know-hows weiter als vielmehr Dank des aufrichtigen Interesses und der Aufmerksamkeit für die Kinder, durch ihre ansteckende Liebe zum Gegenstand selbst, der Animation.

Ich hatte das Glück mit eigenen Augen zu beobachten, wie sie arbeiten. Vor ungefähr fünf, sechs Jahren besuchte meine Tochter das Studio „DA“ (1) zusammen mit Kindern mit Lernschwierigkeiten, mit Behinderung und schwierigen Kindern. Und das erzeugte in ihr für immer eine tiefgreifende Akzeptanz „Anderer“, die nicht so sind wie man selbst. Es gibt nicht viele Orte, an denen eine ähnliche Empathie erlernt werden kann. Und in dem Studio passierte es von selbst. Es ist zweifellos die kostbarste Investition in einen kleinen Menschen: dieser lernt „ja“ zu denen zu sagen, die anders sind als man selbst, zu denen, die man nicht versteht, und, weiter gefasst, zu der gesamten komplizierten Welt, in der man lebt. Zudem stellte sich heraus, dass es ziemlich förderlich ist zu lernen, wie man anstatt eines amateurhaften, einen guten Animationsfilm macht. Denn der Sinn der Animation besteht in der Belebung erdachter Ideen, Träume und Fantasien. Und gleichzeitig ist es eine sehr aufwändige, disziplinierende Tätigkeit, die begreiflich macht, dass jede noch so geniale Idee oder fantasierte Realität nichts ohne ihre Darstellung ist.

Wie alles anfing
Die Sterne fanden zusammen, wie es manchmal zufällig und nicht zufällig passiert. Die „Urgrosseltern“ des Studios „DA“ waren einerseits das St. Petersburger Kinderhospiz und andererseits die Wohltätigkeitsstiftung „AdVita“. In dem bereits weit zurückliegenden Jahr 2008 lernten sich Mischa Safronov (damals tätig für „Mult.ru“) und Elena Gracheva (Leiterin der Stiftung „AdVita“) kennen. Sie machten lange Spaziergänge über das Marsfeld und dachten sich dabei großartige Projekte aus. Etwa zur gleichen Zeit arbeitete Nadja Fedjaevskaja (heute Leiterin des Projekts „Flying Animals“) als Freiwillige in dem Kinderhospiz: solange sie nach der Geburt ihrer Tochter in Elternzeit war, fand sie Zeit, kranke Kinder zu besuchen.

Mit einem fertigen, selbstverfassten Fantasy-Roman in der Tasche hegte Mischa den Traum, sein „Meisterwerk“ als großen Animationsfilm zu verfilmen. Er nahm sich vor einen solchen Film mit Kinderhänden unter der Leitung professioneller Animatoren zu realisieren. Seine Versuche, etwas mit den Kindern von Freunden zu erschaffen, waren nicht von Erfolg gekrönt. Und da (zufällig - nicht zufällig) schlug Nadja die unerwartete Idee vor: Kinder aus dem Hospiz zur Produktion des Animationsfilms heranzuziehen. Allen drei Animatoren gefiel die Idee, man entschied sogleich mit der „Produktionsarbeit“ mit krebskranken Kindern zu beginnen.

Man kam in das Hospiz, verabredete sich mit den Verantwortlichen, zeigte eine Präsentation über sich selbst und die künstlerische Arbeit. Doch es stellte sich heraus, dass die Kinder eine solche Präsentation gar nicht brauchten. Sie brauchten etwas völlig anderes: die unmittelbare Zusammenarbeit und die Möglichkeit einen Animationsfilm mit eigenen Händen zu gestalten. Alle Vorstellungen und Erwartungen der Animatoren kehrten sich um. Man legte den phantastischen Roman beiseite und begann mit Wichtigerem: am 3. Juli 2008 startete der regelmäßige wöchentliche Animationsunterricht mit den Schützlingen des St. Petersburger Kinderhospizes. Die frischgebackenen Lehrkräfte erinnern sich: wenn sie das Kinderhospiz besuchten, veränderte sich die Atmosphäre der Abteilung und sogar die Luft selbst; die Kinder strahlten und vergaßen ihre grausamen Beschwerden.

Etwas später begann der Unterricht in einer Klinik in dem Ort Pesochny und im Krankenhaus Nr. 31, in dem hauptsächlich Kinder mit onkologisch-hämatologischen Erkrankungen behandelt werden. Alles begann sich zu drehen und zu wenden. Neben dem Unterricht im Kinderhospiz entschied man sich auch Kinder mit Beeinträchtigungen zu unterrichten. Die Wohltätigkeitsstiftung AdVita stellte Räumlichkeiten für den Unterricht mit Kindern mit Behinderung zur Verfügung. Das war vom Enthusiasmus und dem Freiwilligengeist der Gründer getragen und von bisweilen sich anschließenden Menschen, die die Philosophie von „DA“ teilten. Zum Glück fanden die Studiobetreiber sporadisch Finanzierungsmöglichkeiten: Spendengelder privater Förderer oder Sponsorengelder von Unternehmen halfen mit Müh und Not das Überleben zu sichern.

Nach weniger als einem Jahr wurde Studio „DA“ rechtlich eingetragen. Erst später begannen große Sponsoren (wie „Transaero“) und die St. Petersburger Regierung (Subventionen des Kulturkomitees) dieses zu unterstützen. Nachdem das Studio eine überzeugende Vitalität erreicht hat und gefragt war, schuf es eine ganze künstlerische Nische: eine Praxis der Wechselbeziehung zwischen Profis und Kindern mittels Animation, die gewaltige soziale und therapeutische Dividenden abwirft.

Die zwei Mündungen eines Flusses
Nach vielen Störungen und internen konzeptuellen Streitereien zwischen den Weggefährten bildeten sich zwei Ausrichtungen des Studios. Die erste Ausrichtung ist kunsttherapeutisch, im Wesentlichen ein Studio-Club, der von dem Gestaltungsprozess eines Animationsfilms gemeinsam mit Kindern in einem harmonischen, herzlichen Umfeld bestimmt wird (Ira Romanenkova und Roma Sokolov). Die zweite, fachliche Ausrichtung ist die soziale Animation, ein kommerziell erfolgreiches Studio, das die weltweit erste gemeinnützige Animationsserie „Flying Animals“ und auch die Serien „Malyschi“ (auf Deutsch: „Die Kleinen“) und „Maschinki“ (auf Deutsch: „Kleine Autos“) (Mischa Safronov und Nadja Fedjaevskaja) produzierte. Unter dem gemeinsamen Dach Studio „DA“ haben sich die Ideenträger aufgeteilt, blieben jedoch Freunde. Zwei Ausrichtungen bereichern einander und überschneiden sich häufig. So findet zum Beispiel Mischa Safronov, der künstlerische Leiter des großen Kollektivs der Animationsproduktion, noch Energie und Zeit, um einmal wöchentlich die Schützlinge von „Anton ist hier“ zu unterrichten („Anton tut rjadom“, Zentrum für Bildung und Kreativität für Menschen mit Autismus).

Die Prinzipien und die Glaubenslehre
Von Beginn an haben sich die Studiobetreiber über die Prinzipien der Zusammenarbeit mit Kindern und die pädagogischen Grundsätze verständigt. Die erste Regel lautete: man macht nichts im Unterricht, was nicht auch die Lehrkräfte selbst ausprobieren würden (man kann mit Technik und Form experimentieren, wenn man diese selbst beherrscht). Der zweite Grundsatz unterstreicht die Macht der Ordnung: die Phantasie der Kinder ist dermaßen abenteuerlich und schwer zu steuern, dass notwendigerweise ein Rahmen vorgegeben sein sollte, so dass innerhalb der vorgegebenen Zielsetzungen gestaltet werden kann und mehr oder weniger deutliche Geschichten und Protagonisten kreiert werden. Gerade deshalb unterscheidet sich das Studio „DA“ deutlich von ähnlichen Studios in anderen Regionen, denn es hat keine bloße Kinderanimation ans Licht befördert, sondern Werke, die auf Festivals konkurrenzfähig sind (2). Zugleich gab es ursprünglich im Studio eine Auseinandersetzung um zwei pädagogische Lehren. Gemäß der einen hat das Kind den Status der „Unantastbarkeit“, d.h. die Lehrkraft darf dessen kreatives Terrain nicht betreten und alles, was sich das Kind ausdenkt, ist gut. Die andere Lehre unterstreicht ein gleichberechtigtes Verhältnis der Lehrkraft zum Kind, beide widmen sich gemeinsam der Kreativität: ich bin ein Schöpfer und du bist ein Schöpfer, es gibt keine Nachsicht, wir gestalten gemeinsam ein Produkt, verwirklichen uns gemeinsam. Weil die Lehren und ihre „Prediger“ sich uneinig waren, habe ich es für richtig befunden den beiden leitenden Gründern des Studios das Wort zu geben.


Ira Romanenkova (Leiterin des Studio „DA“)

- Worin besteht deiner Ansicht nach die grundlegende Philosophie des Studio „DA“?

- das Studio „DA“ lebt, wächst und entwickelt sich nicht so sehr für die Kinder als vielmehr mit den Kindern. Ein wichtiges Prinzip des Studio „DA“ lautet „We teach who we are“. Wir schaffen zuallererst, von den Werten ausgehend, die uns, den „erwachsenen“ Teilnehmern des Studio „DA“ wichtig sind, einen Raum für Kreativität. Das Studio entstand ursprünglich aus dem Wunsch heraus, sich auszutauschen und weniger aus der Notwendigkeit, gewisse Lücken in der Unterstützung von Kindern in verschiedenen Einrichtungen zu schließen. Ein wichtiges Ergebnis der Studiotätigkeit besteht in der Erweiterung des Verständnisses von „Norm“. Regelmäßige Teilnehmer des Studios, zum Beispiel die Kinder unserer Lehrkräfte, gehen mit Kindern mit Entwicklungsverzögerungen nicht wie mit Unnormalen oder Kranken um, sie gehen mit ihnen nicht einmal wie mit behinderten Kindern um, für sie sind es einfach Kinder: jemand kann keine Geige spielen, jemand kann nicht laufen, jeder hat sein eigenes „ich kann nicht“. Und die Animationsfilme als Ergebnis unserer gemeinsamen Kreativität mit den Kindern leben weiter und beinhalten die Werte, die uns bei der Arbeit daran wichtig waren. Dadurch stellen sie nicht nur für unsere Zielgruppe (wir nennen sie „Kinder in einer schwierigen Lebenssituation“, obwohl wir auch Gruppen für Erwachsene haben) eine Unterstützung dar sondern für alle, die sich unsere Animationsfilme ansehen.

- Welche hauptsächliche Unterrichtsmethoden befolgt das Studioteam?
- die Hauptmethode des Studios „DA“ ist die Cartoon-Therapie, zu der längst auch andere Methoden hinzugekommen sind: Musik, Bewegung, bildende Kunst etc. Unsere Methoden passen natürlich nicht zu jedem und jedes Kind kann seine Teilnahme am Unterricht absagen, was für manche Kinder eine wichtige Erfahrung ist: den Erwachsenen „nein“ sagen zu können und dass das akzeptiert wird (denn in Krankenhäusern, sozialen Zentren, Kinderheimen ist dies die einzige Möglichkeit für ein Kind etwas abzulehnen). In den Krankenhäusern, sozialen Zentren, Kinderheimen und direkt im Studio wird ein Raum für Kreativität geschaffen, in dem die Kinder mit den Erwachsenen gleichberechtigte Teilnehmer des Prozesses sind. Die Lehrkräfte des Studio „DA“ haben fast nie völlig fertige Lösungen und Antworten für aufkommende Aufgaben parat, denn alles entsteht im Dialog und ist ein sehr ehrliches gemeinsames Durchleben des kreativen Moments. Wir setzten den Akzent eher auf den Prozess als auf den Wunsch ein für den Zuschauer interessantes, visuelles Produkt zu schaffen (dabei steht das Endergebnis auch im Fokus der Aufmerksamkeit). Im Rahmen des Unterrichts setzten wir uns dafür ein, dass die Stimme jedes Kindes wahrgenommen wird: sogar wenn das Kind in der absoluten Minderheit ist, kann es etwas wichtiges in den Prozess einbringen; oder es stellt sich heraus, dass viele das gleiche denken, sich aber nicht trauen, es zu sagen. Deshalb gehen wir sehr behutsam mit jeder Äußerung um.

Mischa Safronov (künstlerischer Leiter des Projekts „Flying Animals“ (3))

- Worin besteht die Spezifik der Zusammenarbeit mit Kindern mit Behinderung, mit Kindern aus dem Kinderhospiz, mit Autisten?

- Meiner Meinung nach sind für krebskranke Kinder Geschichten über Wunder sehr wichtig. Und Animation bietet in dieser Hinsicht die ideale Lösung. Für sie ist es doch sehr wichtig, an etwas zu glauben. Der Risikograd ist äußerst hoch, sie spüren alles. Deshalb ist für sie der Weihnachtsmann nicht einfach ein Weihnachtsmann, sondern eine Aussicht auf das Überleben, eine Aussicht das Krankenhaus zu verlassen, eine Aussicht darauf, dass es diese Welt des Schmerzes und der Angst, in der sie leben, nicht mehr geben wird. Deswegen sollte man mit ihnen Animationsfilme über den Traum, die Hoffnung, darüber, wie wichtig es ist an etwas zu glauben, machen. Für die Autisten ist es hingegen umgekehrt. Das habe ich erst mit der Zeit verstanden: sie haben einen feinfühligen, sehr großen Körper und man muss sie erden. Wenn man mit ihnen einen Animationsfilm darüber macht, wie die Menschen fliegen, dann zerstreut es sie noch mehr, da sie sich in der äußeren Welt ohnehin auf nichts stützen können. Deswegen mache ich mit ihnen sehr einfache Sachen: ein Tropfen fällt vom Dach, wir wärmen uns die Hände am Feuer, wir trinken heißen Tee etc. Ich mache das, was für die Animation nicht charakteristisch ist, da diese immer metaphorisch, übertreibend, märchenhaft ist. Für Autisten benötigt man eher animierte Dokumentation. Ja, das ist wohl zu 200% Waldorfpädagogik.

- Kannst du uns von interessanten pädagogischen Verfahren erzählen?

- Weißt du, ich verwende pädagogische Puzzles. Ich habe mir zum Beispiel ein Workshop ausgedacht und durchgeführt. Ich wähle das Thema Stammbaum. Wir finden mit den Kindern heraus, was das ist (da das nicht alle wissen), jeder bei jemand anderem, bei der Tante, dem Onkel, der Oma, dem Schwager... Und danach stellen wir eine Liste zusammen, welche Arten der Angst es gibt. Es gibt den Schrecken, den hysterischen Anfall, die Panik, die Ängstlichkeit etc. Anschließend verbinden wir das eine mit dem anderen. Es kommen Tante-Panik, Opa-Schrecken, Oma-Hysterie... heraus. Und nun haben wir eine Familie der Ängste zusammen: diese Sache hilft den Kindern sehr dabei, sich in ihren Ängsten zurechtzufinden. Oder noch ein anderes pädagogisches Puzzle, die Kino-Rollenspiele. Es gibt den Regisseur, den Kameramann, den Schnittmeister etc. So mit den Kindern zu arbeiten ist wie die höchste Flugzeugführung. Man stellt eine Aufnahmegruppe zusammen. Man erkennt, das ein Kind interessant zeichnet, d.h. es wird die Protagonisten zeichnen. Ein anderes Kind kann gut Stimmen imitieren, d.h. es wird den Film vertonen, ein weiteres Kind kann sich großartig etwas ausdenken, d.h. es wird der Drehbuchautor... Auf diese Weise gestaltet man den Animationsfilm in einem Team.

- Ausgehend von der jahrelangen Erfahrung, hat sich bei dir sicherlich eine eigene Methodik herausgebildet?
- Bei der Produktion eines Animationsfilms mit Kindern hebe ich vier Richtungen hervor. Die erste ist kreativ: wie schneidet man aus, was montiert man aneinander, welche Musik unterlegt man, etc. Die zweite ist pädagogisch: wie bringt man einem Kind bei zu phantasieren und sich weiterzuentwickeln. Die dritte ist therapeutisch: da wir es mit nicht einfachen Kindern zu tun haben, ist dieser Aspekt für uns sehr wichtig. Und die vierte ist bildend: wo findet die Handlung des Animationsfilms statt? Was wissen wir darüber? Wer lebt dort? Was erzählen die Bücher darüber? Alle vier Richtungen kann man unmöglich in einem Unterricht unterbringen, weshalb ich immer vorher festlege, worauf ich den Akzent setzen will. Für mich ist es am wichtigsten zu erfahren, worüber die Kinder nachdenken, wie sie gegen die Ängste ankämpfen. Und der Animationsfilm ist nur der Vorwand, ein Anlass, um mit ihnen zu kommunizieren. Man setzt sich hin zum Zeichnen und sie beginnen einem zu erzählen: mir hat der Bruder eine reingehauen, ich habe eine Katze und dann fragen sie einen plötzlich: warum sterben Menschen? Und häufig tritt der „Effekt der Zugfahrt“ auf, wenn die Kinder einem wie einem Mitreisenden etwas erzählen, das sie weder den Freunden, noch der Mama oder sonst jemandem mitteilen. Ungewollt wird man zu einem besonderen, sehr wichtigen Menschen für das Kind.

Text: Tamara Larina
Übersetzung: Natalia Raaben

Copyright: Goethe-Institut Russland

April 2017
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Daria.Kononez@stpetersburg.goethe.org



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(1) In den Jahren der Tätigkeit des Studio „DA“ wurden mehr als 250 Animationsfilme produziert. Das Studio führt mehr als 400 Unterricht/Kurse im Jahr durch und etwa 120 Kinder bekommen die Möglichkeit zu lernen, zu kommunizieren und der Isolation zu entfliehen. Durch die regelmäßige Publikation von Bilderberichten über die Kurse, die Präsentation der Kinderarbeiten auf Festivals, die Organisation der Teilnahme der Kinder an den stadtweiten Festivals, die Organisation eigener offener Veranstaltungen löst das Studio „DA“ auch die Aufgabe, das negative Bild von einer abweichenden Kindheit, das in der Gesellschaft vorherrscht, zu zerstören. Im September 2015 wurde das „DA“ Art-Zentrum für Kinder eröffnet, zum ersten Mal nach 7-jähriger Tätigkeit stand dem Studio ein eigenes Gebäude zur Verfügung. Und nun finden in dem Zentrum Kurse für viele Gruppen statt.

Die Lehrkräfte des Animationsstudios „DA“ nahmen auch an dem Projekt HUMRA des Goethe-Instituts teil. HUMRA war ein internationales soziales Animationsprojekt, das 2014-2017 existierte. Der Titel des Projekts ist eine Abkürzung von „human rights animaton“ und seine Aufgabe besteht darin, mittels Animation über Menschenrechte zu erzählen. Nähere Information.



Das St. Petersburger Animationsstudio „DA“




Das St. Petersburger Animationsstudio „DA“





Das St. Petersburger Animationsstudio „DA“





(2) Der Animationsfilm mit dem Titel „Super Glue“ des St. Petersburger Art-Zentrum für Kinder „DA“ bekam den großen Preis des 25. Internationalen Jungen Filmfestivals in Berlin, REC for Kids. Das Studio „DA“ nimmt jedes Jahr daran teil und gewinnt regelmäßig Preise.







Ira Romanenkova (Leiterin des Studio „DA“)










Mischa Safronov (künstlerischer Leiter des Projekts „Flying Animals“)

(3) „Flying Animals“ ist eine russische Animationsserie, die vom Animationsstudio „DA“ und der Wohltätigkeitsstiftung „AdVita“ produziert wird. Alle Einnahmen aus dem Projekt fließen in die Wohltätigkeitsstiftung „Helfen ist leicht“ („Pomogat legko“) für die Behandlung von Kindern in schwierigen Lebenssituationen. Die Animationsfilme des Projekts nehmen an vielen russischen und internationalen Festivals teil.









Über Autorin:
Tamara Larina - Kunstwissenschaftlerin, Arthritikerin, Photographin, Journalistin, Leiterin des Festivals "Open Cinema" in Moskau.