Vahid Umirow: Ergebnisse des Projektes im Verlag „ABU MATBUOT-KONSALT“
Das Projekt "Verlegerfortbildung 2009-2011" gab einen ernsthaften Anstoß zur Neuausrichtung und Organisation unserer Verlagsarbeit unter Berücksichtigung der Erfahrung ausländischer Spezialisten.
In den vergangenen zwei Jahren haben Vertreter unseres Verlages an fast allen im Rahmen dieses Projektes organisierten Veranstaltungen aktiv teilgenommen. Zunächst änderte sich die Strategie der Verlagsführung selbst. Einige Mechanismen, die dem Test der Zeit nicht standgehalten haben, wurden aufgegeben; an ihrer statt wurden neue Mechanismen eingeführt, die von Buchverlegern in den westlichen Länder angewendet werden.
Was mich persönlich betrifft, so hat mir, als Direktor und Chefredakteur, dieses Projekt die Gelegenheit gegeben, meine Auffassung vom Verlagswesen neu zu überdenken, und mir die Gewissheit geschenkt, dass mit der richtigen Organisation die Verlagsarbeit nicht nur moralische Befriedigung bieten, sondern auch gute kommerzielle Erträge einbringen kann. Seit März 2011 hat unser Verlag sein Arbeitsgebiet um die Polygraphie erweitert, was uns eine zusätzliche Möglichkeit gibt, neue verlegerische Ideen in der Praxis zu erproben und sich unseren Kunden gegenüber flexibel hinsichtlich der Anfertigung der Druckerzeugnisse zu wettbewerbsfähigen Preisen zu zeigen. Gegenwärtig arbeiten wir an der Umsetzung und Veröffentlichung einer Serie aus 30 Büchern mit dem Titel „Geschichte und Schicksale“. Der erfolgreiche Start dieser Serie lässt uns darauf vertrauen, dass die Serie viele weitere Auflagen erleben und eine Fortsetzung in einer zweiten, ebenfalls aus 30 Büchern bestehenden Serie finden wird.
Die Reise nach Frankfurt und die Teilnahme an der Internationalen Buchmesse, aber auch die Reise nach Moskau, boten die Gelegenheit, geschäftliche Kontakte zu knüpfen und Kollegen aus anderen Ländern kennenzulernen. So führen wir gegenwärtig z.B. mit einer ganzen Reihe von deutschen Verlagen Verhandlungen über den Verkauf der Übersetzungsrechte von Werken usbekischer Autoren ins Deutsche und andere westliche Sprachen. Des Weiteren verhandeln wir mit literarischen Agenturen in Japan über den Erwerb der Übersetzungs- und Veröffentlichungsrechte an Werken japanischer Autoren. Außerdem wurden Kontakte zu Vertretern des Verlags „Majak“ in Russland geknüpft, mit denen wir nun Verhandlungen über den gegenseitigen Austausch von Rechten an der Übersetzung und Neuauflage von Büchern bekannter russischer und usbekischer Autoren führen. Wir hoffen hier auf einigen Erfolg.
Es ist uns gelungen, ein Stipendium des Goethe-Instituts für die Teilnahme an Verlegerveranstaltungen in Frankfurt (Deutschland) und Moskau (Russland) zu bekommen. Diese Reisen haben einen großen Eindruck auf uns gemacht, und nun sind wir dabei, die während der Reisen gemachten Erfahrungen in unsere Arbeitspraxis zu integrieren.
Wachid Umirov,
Direktor des Verlages „ABU MATBUOT-KONSALT“











