101 Jahre Studio Babelsberg


Die Frühjahrssaison des FILMFORUM TOUR präsentiert deutsche Filme, die in den ältesten und berühmtesten Filmstudios Deutschlands aufgenommen wurden – in den Babelsberger Filmstudios.
Babelsberg ist nur ein paar Jahre jünger als Hollywood. Der Bau des ersten Studios in Los Angeles begann 1909 und das erste Studio in der Nähe von Berlin entstand 1911, als der Kameramann Guido Seeber das Büro der Firma "Deutsches Bioskop" dorthin übertrug. Im Jahr darauf wurde der erste Film gedreht: "Der Totentanz" mit dem Stummfilmstar Asta Nielsen. In den einhundert Jahren, seit der Gründung der Filmstudios, erlebte Babelsberg viele Höhen und Tiefen. In den "goldenen Jahren", als das Studio noch UFA hieß, arbeiteten dort Fritz Lang und Josef von Sternberg. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten drehte Leni Riefenstahl in Babelsberg den "Triumph des Willens". Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die DEFA-Studios zum wichtigsten Filmset Ostdeutschlands wiedergeboren. Seit Anfang der Nuller-Jahre wird es von Hollywoodstars genutzt: Heute drehen in Babelsberg Quentin Tarantino, George Clooney und Roman Polanski, sowie die Autoren von "Matrix" Andy und Lana Wachowski.
Das FILMFORUM TOUR eröffnet "Der Student von Prag" (1913) von Hanns Heinz Ewers. Es ist einer der ersten Horrorfilme der Filmgeschichte, eine mystische Erzählung über einen armen Studenten, der einem dämonischen Händler sein Spiegelbild verkauft.
Weiter geht es im Programm mit einem der neueren Babelsberger Filme: "Boxhagener Platz" von Matti Geschonneck, einer Verfilmung des gleichnamigen Romans von Torsten Schulz.
Im Mai wird das Programm durch einen neuen Block fortgesetzt. Dieser enthält den sowohl düstersten Film der 30er Jahre – "Faust" (1926) von Friedrich Wilhelm Murnau – als auch den fröhlichsten und frivolsten Film seiner Zeit, eine musikalische Komödie von Erik Charell, "Der Kongress tanzt" (1931).
Die Juni-Reihe wird von dem Film "Spur der Steine" des Regisseurs Frank Beyer – einem Drama über eine Dreiecksbeziehung zwischen einem Bauarbeiter, einem Parteisekretär und einer jungen Technikerin eröffnet. Das Programm endet mit dem Film "Letztes aus der Da Da eR" (1990) von Jörg Foth – einem satirischen Nachruf auf ein Land, das von der Landkarte verschwand.
Die Orte, an denen die Filme gezeigt werden, passen traditionell zum Thema und so findet das Projekt FILMFORUM TOUR in drei verschiedenen Petersburger Filmstudios statt.
März: Studio Babelsberg: Vergangenheit und Gegenwart
Mai: Studio UFA: Die goldenen Jahre
17. Mai: "Faust - eine deutsche Volkssage" (1926)
18. Mai: "Der Kongress tanzt" (1931)
Juni: Nonkonformistische Filme des Studios DEFA
21. Juni: "Spur der Steine" (1966)
22. Juni: "Letztes aus der Da Da eR" (1990) )
Informationspartner: Internetportale "The Village Peterburg", "Look at me", "Be in", Zeitschrift "Seans", Café "Idealnaja Tschaschka", Buchhandlung "Porjadok slov", Festivalagentur "Tour de Film", Internetzeitungen "Bloggers Place" und "Bumaga"







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