Würdigungen

Briefe an Astrid Lindgren


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Ihre große schriftstellerische Karriere machte Astrid Lindgren zu einer weltweit bekannten öffentlichen Persönlichkeit. Sie war eine viel gefragte Rundfunkstimme, nahm an öffentlichen Debatten teil und gab zahlreiche Interviews.

Sie bekam säckeweise Post aus der ganzen Welt. Vor allem waren es Briefe von Kindern, die täglich bei ihr eintrafen. Im Durchschnitt erhielt sie 150 Briefe pro Woche.

Auch aus Deutschland erreichten sie unzählige Briefe, sehr häufig von Schülerinnen und Schülern, die im Klassenverband an die schwedische Autorin schrieben, ihr zum Geburtstag gratulierten oder Fragen zu ihren Büchern stellten. Oft war der Briefumschlag nur mit ASTRID LINDGREN, SCHWEDEN adressiert - dennoch landeten die Briefe im Briefkasten ihrer Wohnung in der Dalagatan 46 in Stockholm-Vasastan.

Seit 1982 beschäftigte Astrid Lindgren eine eigene Sekretärin. Ihre alte Freundin und Kollegin Kerstin Kvint half ihr, die tägliche Korrespondenz zu bewältigen. Astrid Lindgren hatte es sich zum Ziel gemacht, alle Kinderbriefe zu beantworten. Natürlich konnte sie nicht auf jeden Brief individuell antworten, aber eine freundliche Nachricht sollte jedes Kind auf jeden Fall bekommen! Ihre Antwortschreiben an die deutschen Kinder verfasste sie auf deutsch. Hier einige Beispiele: 

"Liebe Freunde, Kinder und Erwachsene, die mir geschrieben haben: Was kann ich wohl sagen mehr als vielen herzlichen Dank. Ihr habt mir auf allerlei Weisen so viel Freude bereitet, und gern hätte ich Euch allen dafür persönlich gedankt, aber mit all den Briefen geht es einfach nicht. Hoffentlich habt Ihr dafür Verständnis wenn ich also nur herzlichen Dank sage. Eure Astrid Lindgren"

"Liebe Kinder in allen ASTRID-LINDGREN-Schulen! Ihr habt mir so schöne Briefe geschrieben und so viele schöne Fotos gesandt. Und ich weiss nicht, wie ich Euch danken soll. Ihr habt mir so viel Freude bereitet, und ich will alles, alles aufbewahren. Jetzt sage ich aus meinem ganzen Herzen: Vielen vielen Dank und alles alles Liebe und Gute. Eure Astrid Lindgren" (Stockholm, April 1998)

"Liebe Schulleiter, Lehrer, Elternrepräsentanten und Schüler, vielen Dank für den Brief vom 3. Mai. Ich bin sehr stolz und glücklich, dass Sie ihre Schule ASTRID LINDGREN SCHULE nennen möchten. Ich wünsche meiner Schule ein glückliches Leben und sage noch einmal: Vielen Dank. Mit herzlichen Grüßen, Astrid Lindgren“ (Stockholm, Mai 1994)

Die meisten Briefe, die Astrid Lindgren aus Deutschland erhalten hat, befinden sich heute im Astrid Lindgren-Archiv in der Königlichen Bibliothek in Stockholm.

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