Geschichte

Deutsche Schule Stockholm

1612 erhielt die deutsche Gemeinde in Stockholm von König Gustav II. Adolf das Privileg, eine Schule zu gründen und ihre Kinder auf Deutsch unterrichten zu lassen. Die Schule lag in unmittelbarer Nähe zur Deutschen Gemeinde in Gamla Stan, wovon noch heute der Straßenname Tyska Skolgränd zeugt.

Ende des 18. Jahrhunderts zog man in einen Neubau an der Svartmangatan. Ab 1880 wurde auch an den schwedischen öffentlichen Schulen Deutsch unterrichtet. 1889 stellte man an der Deutschen Schule den regulären Unterricht ein, und sie wurde eine reine Sprachenschule.

Wusstest Du, ...
... dass Mitte des 19.Jahrhunderts auf dem Gelände der Deutschen Schule nur Deutsch geredet werden durfte?

1941 wurde der Versuch unternommen, erneut eine deutsche Schule in Stockholm zu eröffnen. Der Verein Tyska Skolan AB erwarb das leerstehende Gebäude der Anna-Sandström-Schule am Karlavägen. Am 21. Oktober 1941 fand die Eröffnung statt. Als nach der Kapitulation Deutschlands 1945 deutscher Besitz in Schweden in den Besitz des Staates überging, so auch das Gebäude am Karlavägen, wurde die Schule wieder geschlossen.

1953 wurde die Deutsche Schule Stockholm mit 22 Schülern wieder eröffnet, getragen vom "Deutschen Schulverein". Die Anzahl der Schüler ist seitdem kontinuierlich gestiegen. Als das Gebäude am Karlavägen zu klein wurde, zog die Grundschule 2004 ins Gebäude der ehemaligen DDR-Botschaft am Bragevägen um.

Heute hat die deutsche Schule ca. 560 deutschsprachige und schwedischsprachige Schüler, die zweisprachig unterrichtet werden und sowohl das deutsche Abitur als auch das "svenskt slutbetyg" ablegen können.
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Deutsche Schule Stockholm; Copyright:Dagmar Sjöholm
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