Ottosson, Meta

Meta Ottosson, geboren 1946, machte 1968 ihr Examen zur Dolmetscherin und Übersetzerin. 1975 debütierte sie als Übersetzerin englischer Belletristik. Von 1997-98 war Meta Ottosson Vorsitzende des Schwedischen Autorenverbundes und von 1999-2003 unterrichtete sie "Übersetzen und Schreiben" an der Tekniska Högskola in Blekinge. Sie war Redakteurin für Elefanten i biblioteket (1994) und Kvinnor runt Östersjön (1997). Außerdem schrieb sie einen Artikel für die Anthologie Någon att orda om - tankar om översättning (1987).

Auswahl an übersetzten Titeln:
  • Leonie Ossowski: Vind för våg (Die Große Flatter). Awe/Gebers, 1981.
  • Leonie Ossowski: Stjärna utan himmel (Stern ohne Himmel). Awe/Gebers, 1982.
  • Sten Nadolny: Upptäckten av Långsamheten (Die Entdeckung der Langsamkeit). Legenda, 1985.
  • Mirjam Pressler: Repor i lacken (Kratzer im Lack). Författarförlaget, 1988.
  • Thomas Brussig: Hjältar som vi (Helden wie wir). Legenda, 1997.
  • Benjamin Lebert: Crazy (Crazy). Natur och Kultur, 2001.
  • Jutta Treiber: Connie - mittemellan! (Connie das Zwischenkind). Berghs förlag, 2001.
  • Amelie Fried: Den osynliga pappan (Der unsichtbare Vater). Alfabeta, 2001.
  • Doris Meißner-Johannknecht: Leas hemlighet (Leas neues Kuscheltier). Opal, 2005.
  • Marliese Arold: Emmas lösa tand (Laura und ihr Wackelzahn). Opal, 2006.
  • Jürgen Banscherus: Ska vi hoppa? (Die besten Freeunde der Welt). Opal, 2006.
  • Cornelia Funke: Mick och Mo i rymden (Mick und Mo im Weltraum). Opal, 2006.
  • Cornelia Funke: Mick och Mo i Vilda Västern (Mick und Mo im wilden Westen). Opal, 2006.
  • Cornelia Funke: När jultomten föll ner från himlen (Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel). Opal, 2007.
  • Rolf Bauerdick: Hur madonnan kom till månen/Wie die Madonna auf den Mond kam). Brombergs, 2011.
  • Hanna Johansen: I en främmande stad (In einer fremden Stadt). In: Schweiz berättar. Tranan, 2011.

Drei Fragen an Meta Ottosson:

War Übersetzerin Ihr Traumberuf? Warum sind Sie Übersetzerin geworden?
Nein, Übersetzerin war nicht mein Traumberuf. Ich hatte schon an eine Laufbahn als Dolmetscherin gedacht, aber nachdem ich relativ schnell hintereinander zwei Kinder bekommen hatte, wurde ich von einem guten Freund, der Redakteur bei einem Buchverlag war, gefragt, ob ich mir vorstellen könne, drei Bilderbücher zu übersetzen – und das konnte ich! Und auf einmal hatte ich meinen „Traumberuf“ gefunden, der sich seitdem auch nicht geändert hat.

Welches ist Ihr deutsches Lieblingsbuch und warum?
Ein Buch, das ich selbst übersetzt habe: Die Entdeckung der Langsamkeit von Sten Nadolny. Dieses Buch hat mich in Bahnen gelenkt, die ich nicht absehen konnte (ein neues Interesse für Arktis und Antarktis, für Geschichte und die Eile der Menschen). Obwohl ich eine sehr schnelle Person bin, nehme ich, wie die Hauptperson John Franklins, die gleichen Grundprinzipien des Franklinsschen Systems zur Richtschnur, wenn die Tage zu schnell vergehen und mich während meiner Übersetzungsarbeit die Panik packt.

Gibt es ein Buch, das Sie unbedingt gerne übersetzen würden?
Was Erwachsenenliteratur angeht, habe ich schon seit 1999 Hanna Johansens Novellensammlung Halbe Tage, ganze Jahre übersetzen wollen – und möchte das immer noch. Ich mag ihren nachdenklichen Stil sehr. Weiteres Traumprojekt: Käthe Kollwitz‘ Tagebücher. Was Kinderliteratur angeht: Rico, Oskar und die Tiefenschatten von Andreas Steinhöfel. Das ist das lustigste Kinderbuch, das ich seit langem gelesen habe.

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