Bredenkamp, Christine

Christine Bredenkamp hat eine schwedische Mutter und einen deutschen Vater. Schweden und Deutschland, Land und Sprache beider Länder begleiten sie seit ihrer Kindheit auf ihrem Lebensweg.
Nachdem Christine Bredenkamp in Lund Literaturwissenschaft, Deutsch und Schwedisch studiert hat, zog sie nach Berlin, wo sie erstmals mit dem Übersetzerberuf in Kontakt kam. In Schweden nahm sie am Seminar "Literarisches Übersetzen" an der Hochschule Södertörn teil; seitdem übersetzt sie sowohl Romane als auch andere literarische Gattungen.

Auswahl an übersetzen Titeln:
  • Juli Zeh: Leklust (Spieltrieb). Norstedts, 2006
  • Saša Stanišić: Farfar upp i graven (Wie der Soldat das Grammofon repariert). Norstedts, 2008
  • Juli Zeh: Fritt fall (Schilf). Weyler Bokförlag, 2009
  • Andrea Maria Schenkel: Mordbyn (Tannöd). Ersatz 2009
  • Charlotte Roche: Våtmarker (Feuchtgebiete). Wahlström & Widstrand, 2009

Drei Fragen an Christine Bredenkamp:

War Übersetzerin Ihr Traumjob? Weshalb sind Sie Übersetzerin geworden?
Nicht von Anfang an. Das Interesse an Sprache war bei mir schon immer vorhanden, nach der Universität wollte ich eigentlich Gymnasiallehrerin werden. Dazu kam es dann aber nicht, stattdessen erwachte in mir die Lust zum Übersetzen, die sich während des literarischen Übersetzerseminars noch verstärkte. Weil ich Sprache als Grundlage von so vielen Dingen begreife und unglaublich schlecht darin bin, mich an feste Arbeitszeiten und –orte zu halten, ist Übersetzerin mein absoluter Traumjob.

Welches ist Ihr deutsches Lieblingsbuch und warum?
Das wechselt immer. Im Moment: Corpus delicti von Juli Zeh. Eine schauderhafte Zukunftsvision.

Gibt es ein Buch, das du Sie unbedingt übersetzen wollen?
Ein deutsches Pendant zu José Saramago – gibt es so etwas? Das würde ich gerne übersetzen.

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