Das Goethe-Institut Ljubljana präsentiert die Werke einer der bedeutendsten Dokumentar-Fotografinnen Deutschlands: Barbara Klemm. Eigens für die Goethe-Institute Mittelosteuropas hat sie die Ausstellung „1968 – Bilder einer Revolte“, mit 25 Fotos zur Studentenbewegung in Westdeutschland konzipiert.
Mit ihrem Vater, dem Zeichner, Maler und Objektkünstler Fritz Klemm, stand sie bereits als Kind in der Dunkelkammer. Barbara Klemm ist heute eine der prominentesten Foto-Chronistinnen jüngster deutscher Vergangenheit. Seit den 60er Jahren dokumentierte sie als Redaktionsfotografin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowohl das west- wie auch ostdeutsche Geschehen in Politik und Gesellschaft. Aufgrund ihrer herausragenden Fotografien wurde Barbara Klemm mehrfach ausgezeichnet.
Sie besitzt die Gabe, gesellschaftlich Alltägliches und geschichtliche Ereignisse fotografisch bemerkenswert einzufangen. Dabei bedient sie sich nur nötigster technischer Hilfsmittel. Dies verleiht ihren Bildern einen unmittelbar dokumentierenden und originären Charakter.
Unter dem Titel „Unsere Jahre – Bilder aus Deutschland 1968-1998“ präsentierte sie bereits in Berlin und in Frankfurt ihre Bilder zur Studentenbewegung der sechziger Jahre in Westdeutschland.
Der Protest der akademischen linken Jugend richtete sich besonders massiv im Jahr 1968 gegen die Kriegsführung der USA in Vietnam und gegen ein als erstarrt und ungerecht empfundenes Gesellschaftssystem im Westen bzw. in Westdeutschland. Die Zeit des Protests hat Barbara Klemm in ihren Bildern eindrücklich festgehalten.
Vierzig Jahre nach den historischen Ereignissen im Jahr 1968 ist es Zeit für einen Rückblick mit der nun eigens arrangierten Ausstellung von Barbara Klemm zu diesem Thema.