Gottfried Wilhelm Leibniz: Biografie

Denn es ist nicht der Philosophen Sache, die Dinge immer ernsthaft zu behandeln.
Gottfried Wilhelm Leibniz

  • Geboren in Leipzig am 1. Juli 1646.
  • 1661-66 Studium der Philosophie und Rechtswissenschaft in Leipzig und Jena.
  • 1664 Magister der Philosophie.
  • 1667 Juristische Promotion in Altdorf, da wegen seines zu geringen Alters in Leipzig zur Promotion nicht zugelassen wird. Eine Professur, die ihm in Altdorf angeboten wird, lehnt er ab. Er begibt sich zunächst nach Nürnberg, wo er sich für Alchemie und die Gesellschaft der Rosenkreuzer interessiert, dann nach Frankfurt/Main, wo er unter der Protektion des Diplomaten und Gelehrten Johann Christian von Boineburg ist.
  • 1670 tritt er in den Dienst des Mainzer Kurfürsten als Rat am kurfürstlichen Revisionsgericht.
  • Zwischen 1672 und 1676 ist Leibniz in diplomatischer Mission in Paris, wo er während seiner ‘mathematischen Lehrjahre’ u.a. mit A. Arnauld, C. Huygens und N. Malebranche zusammentrifft. Kontakte mit der Pariser Académie des sciences, der er 1675 seine Rechenmaschine vorführt.
  • Im April 1673 wird er zum Mitglied der Royal Society in London ernannt.
  • 1676 nimmt Leibniz beim Herzog Johann Friedrich von Hannover eine Stelle als Hofrat und Bibliothekar an. Auf dem Weg dorthin trifft er Spinoza in Amsterdam.
  • In Hannover dient Leibniz bis zu seinem Lebensende unter drei Herzögen, von denen der letzte, Georg Ludwig, 1714 König von England wird. Leibniz’ offizielle Aufgabe ist, die Geschichte des Hauses Braunschweig zu schreiben, mit Blick auf dessen dynastische und politischen Ansprüche, ein Unternehmen, das er bis zum Jahr 1005 zurückverfolgt.
  • 1691 Leitung der Wolfenbütteler Bibliothek.
  • 1696 Ernennung zum Geheimen Justizrat.
  • 1700 Gründung der Societät der Wissenschaften in Berlin (mit Unterstützung der Königin Sofie Charlotte), deren Präsident auf Lebenszeit er wird.
  • 1713 Ernennung zum Reichhofrat in Wien.
  • Sein Tod im Alter von 70 Jahren, in Hannover am 14. November 1716, wird kaum bemerkt. Der einzige Nachruf kommt von der Académie des sciences in Paris. Erst ein Jahr später, am 13. November 1717, hält Bernard de Fontenelle als Sekretär der Pariser Akademie seine berühmte Lobrede auf Leibniz.

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