2010

Thomas R.P. Mielke

Herr Mielke liest in Anwesenheit des Übersetzers Dr. Nabil Haffar aus seinem 1988 erschienenen Roman „Gilgamesch- König von Uruk“

Lesung
13.10.2010, 19.00 Uhr
Goethe Institut
Information: +963 11 3719435
libo@damascus.goethe.org
Das Goethe-Institut und der Cadmus Verlag laden herzlich ein zu einer Lesung auf Deutsch mit arabischer Übersetzung mit anschließendem Empfang des deutschen Schriftstellers Thomas R.P. Mielke.

Herr Mielke liest in Anwesenheit des Übersetzers Dr. Nabil Haffar aus seinem 1988 erschienenen Roman „Gilgamesch- König von Uruk“.

Im Anschluss Diskussion mit dem Autor und Signierung der arabischen Ausgabe, die der Cadmus Verlag Beirut 2010 publizierte.

Thomas R.P. Mielke wurde auf dem Gebiet der Science-Fiction mit zahlreichen Preisen geehrt und schreibt außerhalb dieser Szene historische Romane.

In seinem Gilgamesch- Roman weckt er die alten Dämonen des Zweistromlands wieder zum Leben und vermittelt ein lebendiges Bild einer wichtigen Menschheitsepoche.

Damaskus ist die zweite Station des Autors Thomas R. P. Mielke auf seiner Nahost-Lesereise zur Vorstellung seines ins Arabische übersetzten Romans „Gilgamesch“, der demnächst bei Cadmus Press Co. Ltd. Verlag erscheint.

Die Übertragung des Romans „Gilgamesch“ ins Arabische wurde durch das Goethe-Instituts gefördert.

In seinen speziell für Syrien ausgewählten Leseproben, stellt Thomas R. P. Mielke die Kapitel „Der verzauberte Baum“ (die neue Schrift), „Pukku und Mikku“ (Gilgamesch fertigt die Instrumente mit seinen Händen) und „Sensudra erzählt von der Sinnflut“ vor.

Die Arabische Übersetzung wird vom Übersetzer, Dr. Nabil Haffar, der auch die Lesung moderiert, persönlich vorgetragen. Den multimedialen Rahmen bildet die musikalische Gilgamesch-Komposition des arabischen Musikers Abed Azrié.

Zum Roman:

„Der erste Mensch, der “ICH” gesagt hat“

Rund drei Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung lebte Gilgamesch, der berühmteste König der sumerischen Frühzeit, tyrannischer Herrscher von Uruk im Zweistromland von Euphrat und Tigris. Fünf Epen, die die Grundlage dieses Romans bilden und erst 1000 Jahre nach Gilgameschs Tod aufgezeichnet wurden, berichten vom Werdegang und den Abenteuern des »alten Helden«, der halb Mensch und halb Gott und von jungfräulicher Geburt war.

Das erste Großepos der Weltliteratur erzählt von Gilgameschs Widerstand gegen die Götter, von den Jahren als siegreicher König, vom Kampf gegen Stürme, Seuchen und Eroberer, von den Prüfungen, die Gilgamesch mit seinem Freund, dem Wildmann Enkidu bestehen muss, und dem Frevel an den Bäumen des Heiligen Waldes, von der Erfindung der Schrift und der Fünf-Tage-Woche, von Gilgameschs Weigerung, die Heilige Hochzeit mit Inanna, der Stadtgöttin von Uruk, zu vollziehen, seinem Kampf gegen den Himmelsstier als furchtbare Waffe der Götter und von seiner Suche nach Unsterblichkeit in der Unterwelt und im fernen Himalaja.

Ein Roman, der mit großer Sachkenntnis und in einer bildhaften Sprache das Leben und die Taten einer der schillerndsten Figuren der Frühgeschichte schildert. Thomas R. P. Mielke ist für "Gilgamesch", seinen ersten von vielen historischen Romanen, nach London geflogen, um die Keilschriften im Original zu studieren. Liebevoll zeichnet er die dort beschriebenen Figuren – Götter wie Sterbliche – nach, haucht ihnen Leben ein und lässt uns so teilhaben am wohl ältesten Mythos der Weltgeschichte.

Der Roman wurde im Jahre 1989 mit dem Kurd Lasswitz-Preis ausgezeichnet, dem Literaturpreis zur deutschsprachigen Science Fiction Literatur, vergeben von den SF-Schaffenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.