Das Festival

THEMA 2018

DIE LEBENSMITTELREVOLUTION

Wenn wir über Bedrohungen für die Umwelt nachdenken, stellen wir uns Autos und wachsende Städte vor, nicht das Essen auf unseren Tischen. Tatsächlich stellt unser Bedarf an Nahrung jedoch eine der größten Gefahren für den Planeten dar. Das Science Film Festival 2018 setzt sich mit der Ernährung und den Anforderungen einer schnell wachsenden Weltbevölkerung als eine der zentralen Herausforderungen dieses Jahrhunderts auseinander.

Die Landwirtschaft trägt am meisten zur Erderwärmung bei und emittiert mehr Treibhausgase als all unsere Autos, Lastwagen, Züge und Flugzeuge zusammen – hauptsächlich Methan, das von Rinder- und Reisfarmen freigesetzt wird, Distickstoffoxid von gedüngten Feldern und Kohlendioxid, das aus der Abforstung der Regenwälder entsteht, um Getreide anzubauen oder Vieh zu züchten. Die Landwirtschaft ist die durstigste Nutzerin unserer wertvollen Wasservorräte und eine bedeutende Verschmutzerin, da der Abfluss von Düngemitteln und Gülle äußeren Einflüssen ausgesetzte Seen, Flüsse und Küstenökosysteme auf der ganzen Welt zerstört. Die Landwirtschaft beschleunigt auch den Verlust der Artenvielfalt. Da wir Gebiete mit Grünland und Wald für Farmen gerodet haben, haben wir wichtige Lebensräume verloren und die Landwirtschaft zu einem Hauptfaktor für das Aussterben von Wildtieren gemacht.

Die Herausforderungen für die Umwelt in der Landwirtschaft sind enorm, und sie werden noch dringender werden, wenn wir versuchen, den wachsenden Bedarf an Nahrungsmitteln weltweit zu decken. Mitte des Jahrhunderts werden wahrscheinlich zwei Milliarden mehr Menschen auf dem Planeten leben, die ernährt werden müssen –insgesamt mehr als neun Milliarden Menschen. Aber das schiere Bevölkerungswachstum ist nicht der einzige Grund, warum wir mehr Nahrung brauchen. Die Verbreitung von Wohlstand auf der ganzen Welt führt zu einer erhöhten Nachfrage nach Nahrungsmitteln. Wenn sich diese Trends fortsetzen, müssen wir bis 2050 etwa die doppelte Menge an Nutzpflanzen wie Getreide produzieren.

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      Das Festival

      Das Science Film Festival bringt Wissenschaft auf die Leinwand: unterhaltsam, kreativ, spannend – und immer lehrreich. Mit dem Ziel, naturwissenschaftliche Erkenntnisse einem breiten Publikum zugänglich zu machen, genießt das Festival in Südostasien: Burma, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysien, die Philippinen, Thailand, Vietnam, Südasien: Indien, Sri Lanka Subsahara-Afrika: Burkina Faso, Namibia, Mali, Rwanda, Äthiopien, Südafrika Naher Osten und Mittlerer Osten: Ägypten, Jordanien, Oman, Palästinensische Gebiete, Katar, Sudan und Vereinigte Arabische Emirate einen hohen Stellenwert. Gemeinsam mit Partnern vor Ort sorgt es dafür, aktuelle wissenschaftliche, technologische und ökologische Fragen in die Öffentlichkeit zu bringen. Transportiert werden die Inhalte dabei über Film und Fernsehen – und zwar auf eine Weise, die auch schwierige Sachverhalte verständlich und zugleich unterhaltend präsentiert. Die Resonanz ist groß; seit der ersten Ausgabe 2005 sind die Besucherzahlen enorm gestiegen, so dass es inzwischen das weltweit größte Festival seiner Art ist.

      Realisiert wird das jährlich stattfindende Science Film Festival mithilfe von lokalen und internationalen Akteuren aus dem Wissenschafts-, Kultur-, Bildungs- und Umweltsektor und mit der großzügigen Unterstützung der internationalen Film- und Fernsehgemeinschaft. Diese effektive Zusammenarbeit erleichtert den allgemeinen Zugang zu Wissen und fördert das Verständnis für wissenschaftliche Themen. Das beginnt ganz praktisch: So werden beispielsweise alle Filme synchronisiert, um Sprachbarrieren zu vermeiden. Partner und Netzwerker vor Ort organisieren Filmvorführungen in Museen, Schulen, Universitäten oder anderen Bildungsstätten – und machen das Festival damit auch zu einer Plattform für interkulturelle Begegnungen.

      Themen der vergangenen Jahre

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