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11.10 - 17.11.2013
Benaki Museum
Athen
 
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2011, London, Video – Performance, 5'55''

Fragments of the Unseen - London

Künstler

Medea Electronique

Beschreibung
Das Erlebnis eines Raumes, einer Umgebung ist der Ausgangspunkt von Αθέατο (Unseen). Der Raum wird jedoch nicht mit den Augen, sondern durch die äußersten Punkte eines Körpers wahrgenommen. Auf der Plattform der Londoner City erkundet eine Darstellerin den Ort mit mehreren Kameras und einer Reihe von binauralen Mikrofonen am Körper. In dieser ortsspezifischen Performance verrät sie teilweise ihre eigene Identität. Wie ein wandelbares Wesen, ähnlich einem Chamäleon, erschafft sie neue Formen und ändert ihre grundlegenden Eigenschaften je nach Umgebung. Entstehungsprozess, Improvisation und Performance gehen von einem multidisziplinären Ansatz aus, der sich auf die Sicht des Ausführenden erstreckt. Durch diese Interaktion werden Reihen von audiovisuellen Proben erfasst, um damit eine neue, aber dennoch zusammenhängende Cross-Art zu schaffen. Das Projekt will politische und soziologische Themen identifizieren, bestehende Vorstellungen von Räumen und Situationen in Frage stellen und dazu neue Ideen entwickeln.

Performance: Ioanna Kampylafka
Video Kunst: Michael Larsson
Music / Sound Design: Manolis Manousakis
Entstanden bei der Koumaria Residency
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2012-2013, Life in AdWords, Video - Webcam Performance, 20'

Life in AdWords

Künstler

Erica Scourti

Beschreibung
Life in AdWords ist ein fast einjähriges Projekt, bei dem die Künstlerin täglich Tagebuch schrieb, es an ihr Gmail-Konto schickte und mit der Webcam aufzeichnete. Was sie liest, ist die Liste der vorgeschlagenen Schlüsselbegriffe, die auftauchen und zu entsprechenden Anzeigen verlinken.
Sie macht sichtbar, wie wir und unsere persönlichen Informationen zum Produkt der "freien" Internet-Wirtschaft werden. Vom März 2012 bis zum 20. Januar 2013 - nach einer Änderung in den Gmail- Werbeeinstellungen - liefert das Video eine Aufstellung des Alltags, der durch Google Algorithmen gelenkt wird. Erstellt wird eine lange Liste von Objekten, Marken, emotionalen Zuständen, Wünschen usw., die als möglicherweise verkaufsfähig durch das Tagebuch erkannt worden sind.
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2013, Banoptikon, Computerspiel

Banoptikon

Künstler

Personal Cinema

Beschreibung
Banoptikon befasst sich mit der Frage der Einwanderung in Europa. Am Beispiel der Stadt Athen untersucht Banoptikon kritisch verschiedene Aspekte der aktuellen Einwanderungspolitik und äußert sich zu den Machtverhältnissen zwischen Migranten, lokaler Bevölkerung und Behörden.
Das Spiel simuliert verschiedene städtische oder nicht-städtischen Umgebungen, wie z. B. die Innenstadt, den Hafen, das Auffanglager oder das Grenzgebiet. Es zeigt Zusammenhänge und den ständigen Prozess der Anpassung und Nichtanpassung an territoriale Bedingungen.
Im weiteren Verlauf wird deutlich, dass Einwanderung nicht nur im Zentrum der Stadt, sondern überall stattfindet und dass sie sich ausbreitet wie die Technologie selbst.
2013, Mixed-media Installation, Workshop

Undoing Monuments: A Living Working Room

Künstler

Jenny Marketou in Zusammenarbeit mit Martha Giannakopoulou

Beschreibung
Das Projekt verwandelt die Galerie in einen informellen, funktionalen Konferenzraum, was einen persönlichen Wissens- und Ideenaustausch der Besucher zur Folge hat. Die Besucher haben die Möglichkeit visuelle und utopische Aufzeichnungen verwüsteter Denkmäler, Geschichten und Bilder zu betrachten und Befragungen und Erhebungen zu verfolgen, die hauptsächlich im Kostis Palamas Kulturzentrum im Zentrum von Athen gemacht wurden. Vor dem Hintergrund der unendlich vielen Handlungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum will uns das Projekt dazu anregen, die anthropologischer, sozialer und aktivistischer Sicht von Gewalt zu überdenken und sich neue Vorstellungen zu entwickeln, wie man verunstaltete Denkmäler für kurze Zeit in utopische Strukturen verwandeln und sie öffentlich nutzbar machen kann.
2012, Vier-Kanal HD Video Installation, jeweils 2'

Playhouse, episodes 1 - 4

Künstler

Lina Theodorou

Beschreibung
In „Playhouse“ besetzt die Künstlerin Holzhäuschen auf Kinderspielplätzen für verschiedene Aktionen. Diese kleinen Häuser erweisen sich als geeignete bildnerische Umgebungen im öffentlichen Raum der Stadt.
Sie entwickelt Ideen über Einwanderung, das Bedürfnis nach öffentlicher und privater Sicherheit, den Verlust an Lebensstabilität, den Wunsch nach Anpassung und Aneignung, die Angst vor Entfremdung und Ausgrenzung usw.
Innerhalb dieses imaginären häuslichen Raumes findet sie die Freiheit und nimmt sich das Recht, über ihre eigene, oft harte Realität zu berichten und mit vieldeutigen Bildern zu überraschen.
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2013, Internet Noise as a Structure, audiovisuelle Installation

Internet Noise as a Structure

Künstler

NullPointerConstant

Beschreibung
Social Media, die bei der Neudefinition des Begriffs „Heimat“ eine Rolle spielen, erzeugen auch eine ständige Geräuschkulisse. Kein einzelnes Geräusch aus dieser Flut kann jedoch ohne subjektives Eingreifen in Informationen verwandelt werden.
Die Installation arbeitet als offener Kanal mit auftretenden Geräuschen und erkundet, bis zu welchem Ausmaß subjektive Faktoren den Geräuschen Bedeutung zuschreiben können oder nicht. Aus verschiedenen Twitter-Kanälen werden in Echtzeit Tweets entnommen. Damit erzeugt die Installation eine Klangveranstaltung, indem sie das Datenvolumen nutzt und die Wörter aus einer vordefinierten Sammlung zu identifizieren versucht.


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2013, Home Radio, Sound-Installation

Home Radio

Künstler

Makis Faros

Beschreibung
Bei „Home Radio“ handelt es sich um einen handgefertigten analogen Radiosender von kurzer Reichweite, der aus mehreren altmodischen Radioteilen besteht und als Empfänger arbeitet. Der gespielte Soundtrack stammt aus Blogs und aus anderen öffentlichen Äußerungen, die einen Bezug zum Alltag haben. Solch ein Radiosender braucht keine Hilfe oder Vermittlung für die Übertragung.
Man kann seine Tätigkeit als illegal ansehen, da er in der Lage ist sich einzumischen, etwas umzustoßen oder zu beeinflussen. Daher ist der Betrieb eines solchen Senders unabhängig von seiner Reichweite ein politischer Akt und ein unkonventioneller Vorgang. Entworfen wird ein autonomes Gebilde und eine Version davon wird in dieser Ausstellung präsentiert.
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2009, synchronisierte 2-Kanal HD-Videoinstallation, Sound, 7'45"

Liminal Crossing

Künstler

Ergin Çavuşoğlu

Beschreibung
Liminal Crossing ist eine Zwei-Kanal-Video-Installation, die ursprünglich vom Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, im Jahr 2009 in Auftrag gegeben wurde. Der Film ist eine Re-Inszenierung einer Episode, die während der Auswanderung von ethnischen Türken aus Bulgarien in die Türkei im Jahr 1989 stattfand.
Die Szenen wurden am Grenzübergang zwischen Bulgarien und der Türkei gefilmt und zeigen ein aufgerichtetes Klavier, das aus Bulgarien in die Türkei von Hand geschoben und gezogen wird. Die Prozession geht durch eine Pufferzone zwischen den beiden Staaten, ein Niemandsland, das eine neue Grenzerfahrung, ein Gefühl der Abgrenzung, Verwerfung und Umdeutung schafft.
2013, Street Compositions, Soundobjekt

Street Compositions

Künstler

Yoana Buzova

Beschreibung
„Street Compositions“ handelt vom Codieren und Decodieren, in anderen Worten, es erklärt die Transformation von Symbolen in einen anderen Zeichensatz. Die abendlichen Straßen geben den Einsatz; wenn das Tageslicht schwindet, beginnen die Lichter in den Fenstern zu leuchten. Die Gebäude entlang einer bestimmten Straße werden fotografiert und nur die beleuchteten Fenster auf verschiedenen Etagen werden verwendet, um einen Code für die Lochkarten einer Spieluhr zu erstellen.
Die Lochkarten werden von einer spezialgefertigten Musik-Box in verschiedene Melodien übersetzt. Das Ergebnis ist eine rhythmische Klangwelt der Straße. Der Klang gibt ein sich selbst organisierendes Muster städtischer Aktivitäten wieder. Seine Variation und seine Komplexität hängen von Ausmaß und von der Lebhaftigkeit der Umwelt ab.
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2011, Migration Standards, HD Video, 5'

Migration Standards

Künstler

Borjana Ventzislavova

Beschreibung
Die repressive Einwanderungspolitik heutzutage ist ein Unding. Sie steht im Widerspruch zu den vielbeschworenen Grundsätzen der EU: Frieden, Demokratie, Solidarität, Gerechtigkeit, Achtung der Menschenrechte und Bewegungsfreiheit. Sie teilt die Menschheit in Reiche, die sich frei bewegen können, und in jene, die an Ort und Stelle bleiben müssen.
„Migration Standards“ beschäftigt sich mit der Forderung der Migranten nach Anerkennung ihrer Geschichte, ihrer Rolle und nach sozialer Gleichheit.
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2009 – 2011, Schwarz Rot Gelb , HD Videoinstallation, 22'

Schwarz Rot Gelb

Künstler

Vladimir Mitrev

Beschreibung
Mehr als zehn Jahre nach seiner Ankunft aus Bulgarien widmet der Künstler seine Videoinstallation dem nationalen Symbol Deutschlands. Das im Gehen erzeugte Erschaffen der Deutschlandflagge ist eine langsame Erkundung und innere Auseinandersetzung mit der Realität seiner neuen Heimat. Es kann sich auch um den Wunsch handeln, an dem politischen System des Landes teilhaben zu dürfen. Sein langsames Erwandern der politischen Wirklichkeit Deutschlands ist ein Vermessen einer Realität, die sich der Künstler mühsam, aber selbstsicher erarbeitet hat.

Monika Flacke

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2010, Re-Istanbul, Online-Projekt

Re-Istanbul

Künstler

Raycho Stanev

Beschreibung
Re-Istanbul ist die persönliche Wiedererkundung Istanbuls durch den Künstler. Dieses Online-Projekt zeigt einen kleinen Ausschnitt der unterschiedlichen Gesichter Istanbuls; in Gesprächen mit Menschen, mit denen der Künstler zusammenarbeitete und durch kleine Fragmente der Stadt, die für das ungeübte Auge oft unsichtbar bleiben.
Die gesammelten Aussagen, Bilder und kleine Video-Aufnahmen, diese Bruchstücke der Stadt, reflektieren den Eindruck des Künstlers von Istanbul und geben dieser riesigen Stadt eine menschliche Note.
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2012, HD-Video Installation, 4 Kanal-Sound, 20'

Originalfassung ohne Untertitel

Künstler

Özlem Sulak

Beschreibung
Die Installation „Originalfassung ohne Untertitel“ beruht auf Künstlergesprächen, die Özlem Sulak in verschiedenen Kunstinstitutionen in Deutschland geführt hat. Der autobiographische Text der Künstlerin wird auf Englisch, Deutsch, Französisch und Türkisch von verschiedenen Nicht-Muttersprachlern gesprochen. Die Vielzahl der Stimmen verschiebt - wie in einer Spirale - die subjektive Position und verschleiert die Dimensionen der nationalen Identität.
Die Bilder sind auf eine Art endlos, sie zeigen ein gleichmäßiges Vorwärtsgleiten in einer ruhigen, fließenden Bewegung, es könnte in einem Zug sein, auf einer nächtlichen Straße oder in einem leeren Museum. Sie sind dann dem Schlaf nahe, mit einer genauen Aufmerksamkeit und der geheimen Algebra filmischen Denkens.

Paul-Emmanuel Odin

2013, Resistance at Home, 6 digitale Fotografien

Resistance at Home

Künstler

Firat Bingöl

Beschreibung
Die Fotografien spiegeln das Eindringen staatlicher Gewalt während der Gezi Park Periode (die Ende Mai 2013 begonnen hat) – bis in die Wohnungen. Zwei Monate lang waren die Menschen dem Tränengas ausgesetzt, weil sie gegen den Bebauungsplan für den Istanbuler Taksim Gezi Park protestierten. Die Proteste entzündeten sich während der Räumung eines besetzten Parks und griffen bald auf die ganze Türkei über. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, was zu Tausenden von Verletzungen führte.
In diesen Bildern werden Gasmasken als alltägliche Gegenstände im Haushalt gezeigt, während des Servierens von Tee, während des Abwaschs, der Bewirtung von Gästen oder beim Bügeln.
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2011, Séance, mechanische Sound-Installation

Séance

Künstler

Ali Miharbi

Beschreibung
„Séance“ erforscht und reflektiert die Gewohnheiten der Menschen in der heutigen vernetzten Welt. Es fängt Gespräche im Live-Twitter ein und filtert sie entsprechend der Zeitzone ihres Landes.
Überall an den Wänden des Raumes befinden sich Papiere mit Schlüsselbegriffen. Jedes Mal, wenn das entsprechende Wort auf dem Papier getwittert wird, schlagen die Motoren an ihre Befestigung. Die Häufigkeit eines Wortes verändert sich während eines Tages und während der Wochentage und spiegelt den Zyklus von Handlungen oder Unterlassungen im täglichen Leben wieder.
2013, Sceneries, 6 Digitaldrucke

Sceneries

Künstler

Hakan Topal

Beschreibung
Militärische Außenposten im Südosten der Türkei (i.e. Kurdistan) belegen die physische Gewalt der letzten 40 Jahre, der Zehntausende von Menschen, meist Kurden, ausgesetzt waren. Diese Anlagen sind auf Satellitenbildern zu sehen, als ungewöhnliche und merkwürdige Chiffrierungen auf der Erde. Flaggen, Texte mit nationalistischen Parolen werden mit bemalten Steinen auf die Erde gezeichnet zum Gedenken und als Symbol der andauernden Gewalt auf diesem Gebiet.

Ein Feind von innen oder von oben sieht sie aus der Ferne, als sollten sie gegen Verschwörungen schützen. Die Reihe der Satellitenbilder ist Teil der laufenden Forschungsarbeit Hakan Topals in der Region, ebenso mehrere Exkursionen zur Feldforschung in den letzten Jahrzehnten.
2011-2013, Buch/Workshop/Videodokumentation eines kuratorischen Projektes

Gün

Künstler

Arzu Ozkal &
Claudia Costa Pederson

Beschreibung
„Gün“ bezieht sich auf eine türkische Tradition, ein gesellschaftliches Treffen von Frauen, übersetzt bedeutet „Gün“ „Tag“. Ein „Gün“ ist mit Gesprächen, Aktivitäten und Festivitäten verbunden und wird von türkischem Essen begleitet. „Güns“ sind informelle Zentren sozialer Netzwerke, in denen Frauen Rezepte und Fertigkeiten, Meinungen und Hilfestellungen austauschen und Fragen und Sorgen ihrer Gemeinden diskutieren. Im Jahr 2011 rief eine Gruppe türkischer Frauen aktiv in den Medien dazu auf, ein „Gün“ als Grundlage für eine neue Art des kulturellen Austauschs zu fördern.
Für die Ausstellung „Home/s“, werden die Initiatorinnen einige Frauen aus Athen zusammenbringen und mit ihnen eine Online-Publikation als Fortführung dieses kulturellen Austauschs ins Leben rufen.