Mircea Cărtărescu

Lesetermine

Europa Are Forma Creierului Meu

Ankara Üniversitesi - Dil Tarih Coğrafya Fakültesi
Batı Dilleri ve Edebiyatları Bölümü 8 nolu Derslik
11.11.2009, 14:00

Ankara Milli Kütüphane, Yunus Emre Salonu
14.11.2009, 14:00


Biografie

Mircea Cărtărescu, 1956 in Bukarest geboren, unterrichtete zunächst neun Jahre lang an einer Schule Rumänisch, danach arbeitete er als Redakteur einer Literaturzeitschrift. Seit 1980 hat er 25 Werke veröffentlicht, die in über 14 Sprachen übersetzt worden sind, darunter Gedichtbände, Romane, Kurzgeschichten, Essays, Artikel und Hörbücher. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören sämtliche wichtigen Literaturpreise Rumäniens, so auch der Rumänische Staatspreis 2008, sowie der italienische Guiseppe Acerbi Preis und eine Nominierung für den französischen Médicis Preis und den Prix Union Latine. Heute ist er Professor an der Universität Bukarest.

Bibliografie

  • Orbitor III, 2007
  • Poeme în garanţie, 2005
  • Baroane!, 2005
  • Jurnal, vol. II, 2005
  • De ce iubim femeile (deutsch: Warum wir die Frauen lieben), 2004
  • Cincizeci de sonete, 2003
  • Plurivers, 2003
  • Parfumul aspru al ficţiunii, 2003
  • Pururi tînăr, înfăşurat în pixeli, 2003
  • Enciclopedia zmeilor, 2002
  • Orbitor II, 2002
  • Jurnal, 2001
  • Postmodernismul românesc, 1999
  • Dublu CD, 1998
  • Orbitor I (deutsch: Die Wissenden), 1996
  • Dragostea, 1994
  • Travesti, 1994
  • Visul chimeric, 1991
  • Levantul, 1990
  • Visul (deutsch: Nostalgia), 1989
  • Totul, 1984
  • Poeme de amor, 1982
  • Faruri, vitrine, fotografii, 1980

Warum wir die Frauen lieben

Mircea Cărtărescu, dessen gewaltiger Roman Die Wissenden als „Meisterwerk des literarischen Manierismus“ (NZZ) gefeiert wird, umkreist in allen seinen Büchern eine so rätselhafte wie unverzichtbare Erfahrung: die „namenlose Ergriffenheit“. Eine Ergriffenheit, wie Frauen sie auslösen, aber auch das Leid einer unerwiderten oder verlorenen Liebe; eine Ergriffenheit vom Leben überhaupt, das hin und wieder von den „verrückten Blitzen des großen und wahren Glücks durchzuckt wird“.

Da ist Irina, Literaturstudentin aus Brasov, die dem jungen Dichter Nabokov und D.H. Lawrence nahebrachte und sich von der Securitate anwerben ließ. Oder die Hermannstädter Rumänin in Paris, die mit einem Algerier zusammenlebt und ihn zu einer Nacht zu dritt verführen will. Mircea selbst ist ein hochsensitives, schönheitstrunkenes Subjekt, das mal als blasser, traumverlorener, offenbar recht unscheinbarer junger Mann im Bukarest der siebziger Jahre die Szene betritt, mal als langhaariger Jüngling in Lederjacke auf den Spuren Ferlinghettis und Kerouacs durch San Francisco läuft.