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Dokumentarfilm „Yollarda“ beim Istanbul Film Festival

Filmfestival
09.04.2011
Istanbul
© Goethe-Institut Istanbul
© Goethe-Institut Istanbul
© Goethe-Institut Istanbul
Am 9. April zeigte das Istanbul Film Festival die Dokumentation eines der größten Literaturprojekte des Goethe-Instituts der letzten Jahre „Yollarda – European Literature Goes to Turkey/ Turkish Literature Goes to Europe“, das durch das EU-Programm „Cultural Bridges“ gefördert und durch 24 Städte in der Türkei und 8 europäische Städte tourte. An die Filmvorführung schloss eine Diskussion mit einigen der teilnehmenden Schriftsteller wie Murat Uyurkulak, Ayşe Kulin und Mario Levi, sowie Claudia Dollinger, Sabine Küper-Büsch und Thomas Büsch an, die von Memet Ali Alabora moderiert wurde.


Die beiden Filmmacher Sabine Küper-Büsch und Thomas Büsch haben den Literaturbus von September 2009 bis Juni 2010 ein Jahr lang begleitet und in ausgewählten Orte die Reise durch die Türkei und durch die europäischen Städte dokumentiert. Der Film wurde am 9. April um 19 Uhr im Rahmen des Istanbul Film Festivals gezeigt.

Im Mittelpunkt steht der Literaturbus, dem der Film von der Hafenstadt Trabzon in der östlichen Türkei über Ankara, Diyarbakir, Konya, Antakya, Adana, Izmir, Tekirdag bis nach Istanbul folgt, und ihn weiter in die europäischen Städten Pécs, Venedig, Duisburg und Brüssel begleitet.

Die Protagonisten des Films - der türkische Busfahrer Hakan Köroglu und die deutsche Verantwortliche für Bibliothek Claudia Dollinger, reflektieren die Eindrücke der Reise. Nicht nur die unterschiedlichen, kulturellen Sichtweisen werden gezeigt, sondern auch die sprachlichen Kommunikationsprobleme, die auftreten, da Hakan Köroglu nur türkisch spricht, Claudia Dollinger vieles andere, aber kein Türkisch. Im Verlauf der Reise entwickelt sich zwischen beiden eine mitunter eigenwillige Kommunikation, die dem Zuschauer auch ein komplexes Bild der Differenzen und verschiedenen Sichtweisen vermittelt.

Ausgewählte Schriftsteller wie etwa Günter Grass, Zafer Şenocak, Bozhana Apostolova, Perikles Monioudis, Ayşe Kulin, Mario Levi und Murat Uyurkulak beschreiben in kurzen Interviews oder in ausführlicheren Portraits ihre Sicht auf die Türkei und Europa.

Durch Diskussionen und Interviews mit Schülern und Studenten, die überall in der Türkei und Europa an den Veranstaltungen teilgenommen haben, wird der Dialog zwischen den Kulturen fortgesetzt.

Ergänzt wird der Dokumentarfilm durch kleine Filmbeiträge, die in einer Workshopreihe zum Thema „Cultural Bridges“ und Türkei im Rahmen der Reise des Literaturbusses entstanden. Studenten der Filmhochschulen in Trabzon, Ankara, Mersin, Diyarbakir und Izmir produzierten Kurzfilme, die sich mit den unterschiedlichen kulturpolitischen Aspekten des Lebens in der Türkei auseinandersetzen und die in Ausschnitten die Interviews, Diskussion und Schriftsteller Portraits weiterführend ergänzen.

An die Filmvorführung am 9. April um 19 Uhr schloss um 20 Uhr eine Diskussion mit einigen der teilnehmenden Schriftsteller wie Murat Uyurkulak, Ayşe Kulin und Mario Levi, sowie Claudia Dollinger, Sabine Küper-Büsch und Thomas Büsch an, die von Memet Ali Alabora moderiert wurde.

Film: Englisch / Türkisch untertitelt
Diskussion: Deutsch / Türkisch