Biographie

Rudolf Frank wurde 1886 als Sohn jüdischer Eltern in Mainz geboren. Nach einem Jurastudium mit Promotion wurde er Schauspieler und Theaterregisseur an verschiedenen Bühnen in Österreich, Italien und Deutschland u.a. auch an den renommierten Münchner Kammerspielen. Daneben war er Herausgeber und Autor von Theaterschriften, Drehbüchern, Erzählungen und Romanen. 1936 emigrierte er nach Österreich (Wien) und 1938 weiter in die Schweiz. Trotz Arbeits- und Schreibverbots war er dennoch als Übersetzer amerikanischer Autoren (z.B. von Thomas Wolfe, John Steinbeck) tätig. Nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb er vor allem Kritiken fürs Theater und Beiträge für den Rundfunk.
1932 erschien sein in eindringlicher Sprache geschriebener Jugendroman „Der Junge, der seinen Geburtstag vergaß. Ein Roman gegen den Krieg“, in dem der Autor die unmenschliche Seite von Kriegen zeigt. Rudolf Frank wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. 1982 mit dem Preis der Leseratten; 1982/83 mit dem Jugendbuchpreis Buxtehuder Bulle und 1983 mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder und Jugendbücher.
Er starb 1979 in Basel/Schweiz.