Karl R.Popper

Durch unser Wissen unterscheiden wir uns nur wenig, in unserer grenzenlosen Unwissenheit aber sind wir alle gleich.
Karl R. Popper

  • Geboren am 28. Juli 1902 als Sohn eines jüdischen Rechtsanwaltes, der zum Protestantismus übertrat.
  • 1918 schreibt sich Popper als Gasthörer an der Wiener Universität ein, wo er neben Mathematik und Physik auch Philosophie, Musik und Psychologie studiert.
  • 1919 schließt Popper sich für kurze Zeit den Kommunisten in Wien an. Als er sich in Straßenkämpfe verwickelt sieht, in dem kommunistische und (unbewaffnete) sozialistische Arbeiter ihr Leben verlieren, ist er entsetzt über die Polizeibrutalität. Doch dieses Schlüsselerlebnis bewirkt auch seine Abwendung von der kommunistischen Ideologie, da er sich (wie er in seiner Autobiographie Unended Quest schreibt) als Marxist mitverantwortlich fühle für die Gewalteskalation, die Marx selbst als Taktik des Klassenkampfes angebe.
  • 1920 Popper wird Mitglied im "Verein für musikalische Privataufführungen" von Arnold Schönberg. Er hört bei Arnold Schönberg über zeitgenössische Musik, kann aber an Schönbergs Neuer Musik letztlich keinen Gefallen finden. Stattdessen wendet er sich als Schüler am Wiener Konservatorium der Kirchenmusik zu.
  • 1922 holt er als Externer die Matura nach. Neben seinen Studien geht er bei einem Kunsttischler in die Lehre, die er mit einem Gesellenbrief abschließt.
  • 1924 erwirbt er an einer Lehrerbildungsanstalt die Befähigung, an Volksschulen zu unterrichten. Nach dem Examen arbeitet er zunächst in einem Hort für sozial gefährdete Kinder.
  • 1925 setzt er seine Studien am neugegründeten Pädagogischen Institut in Wien fort.
  • 1928 Promotion bei dem Psychologen Karl Bühler: Zur Methodenfrage der Denkpsychologie.
  • 1930-37 Anstellung als Hauptschullehrer (Mathematik, Physik) in Wien, zwischenzeitlich Studienaufenthalt in England.
  • 1937 bis Ende des Zweiten Weltkriegs Senior Lecturer für Philosophie am Canterbury College in Christchurch, Neuseeland.
  • 1946 Rückkehr nach England, zunächst als außerordentlicher Professor (Reader) an der Londoner School of Economics and Political Science, University of London, ab 1949 dann Professor für Logik und Wissenschaftslehre an der Londoner School of Economics and Political Sciences, bis zu seiner Emeritierung 1969.
  • Zahlreiche hohe Auszeichnungen, u.a. Erhebung in den Adelstand durch die Queen (1965), Otto Hahn-Friedensmedaille der Vereinten Nationen (1993).
  • Popper stirbt am 17. September 1994 in Croydon bei London.