Max Scheler

Wir sind in der ungefähr zehntausendjährigen Geschichte das erste Zeitalter, in dem sich der Mensch völlig und restlos problematisch geworden ist; in dem er nicht mehr weiß, was er ist, zugleich aber auch weiß, daß er es nicht weiß.
Max Scheler: Mensch und Geschichte


  • Geboren am 22. August 1874 in München als Sohn einer orthodox-jüdischen Mutter und eines Protestanten, der zum Judentum konvertiert war.
  • 1894-95 Studium der Medizin und Philosophie in München und Berlin bei Wilhelm Dilthey und Georg Simmel, ab 1896 Philosophie an der Universität Jena bei Rudolf Eucken und Otto Liebmann.
  • 1897 Promotion bei Eucken mit der Dissertation Beiträge zur Feststellung der Beziehungen zwischen den logischen und ethischen Prinzipien.
  • 1899 Habilitation in Jena mit der Schrift Die transzendentale und die psychologische Methode. Scheler konvertiert vom jüdischen zum katholischen Glauben.
  • 1900-05 Dozent an der Universität Jena. Bekanntschaft mit Husserl.
  • 1906 Umhabilitation an die Universität in München (auf Empfehlung von Husserl), wo er sich dem Münchner Phänomenologenkreis anschließt, der sich aus Schülern Theodor Lipps’ zusammensetzt.
  • 1910 Aufgrund eines Skandalprozesses über die Würde des Hochschullehrers verliert Scheler seine Dozentur, die er von 1907-10 an der Universität München innehatte.
  • Ab 1910 Tätigkeit als freier Schriftsteller, ausgedehnte Vortragsreisen.
  • 1913-28 Mitherausgeber von Husserls Jahrbuch für Philosophie und phänomenologische Forschung.
  • 1919 Professor für Philosophie und Soziologie an der Kölner Universität. Gleichzeitig Direktor am Kölner Forschungsinstitut für Sozialwissenschaften.
  • 1921-28 Mitherausgeber der Kölner Vierteljahrshefte für Sozialwissenschaften.
  • 1928 Professor für Philosophie und Soziologie an der Universität Frankfurt/Main.
  • Am 19. Mai 1928 stirbt Max Scheler in Frankfurt.