KLA ART 012 - Kampala Contemporary Art Festival

12 Künstler, 12 Orte, 12 ContainerIm Oktober 2012 fand in den Straßen Kampalas eine Woche lang das erste Festival für zeitgenössische Kunst in Kampala statt. Unter dem Titel „12 BOXES MOVING“ wurden 12 Schiffscontainer über die Stadt verteilt und als individueller, öffentlicher Ausstellungsraum und Plattform für die visuelle Kunst Ugandas genutzt. Das Goethe-Zentrum Kampala organisierte zusammen mit sieben weiteren ugandischen Kunstgalerien und -einrichtungen das einzigartige Festival, das weiterhin alle zwei Jahre stattfinden soll: 32° East | Ugandan Arts Trust, Afriart Gallery, AKA Gallery, Alliance Française Kampala, Makerere Art Gallery/IHCR, Nommo Gallery und Uganda Museum.
Die Container wurden von ugandischen und internationalen Künstlern auf vielfältige Art und Weise bespielt. Die Arbeiten zeigten Skulpturen, Installationen, Film, Mode, Fotografie, Malerei, Collagen und eine Performance. Dabei gingen die Künstler auch über die vier Wände ihres Containers hinaus und luden den Betrachter ein, mit dem Kunstwerk zu interagieren.
Die Künstler wurden anhand eines offenen Wettbewerbs und einem Künstlerworkshop ausgewählt. Die beteiligten Künstler waren: Bwambala Ivan Allan, Emma Wolukau-Wanambwa, Eria Nsubuga ‘Sane’, Eric Mukalazi, Lilian Mary Nabulime, Ronex, Ruganzu Bruno, Sanaa Gateja, Stella Atal, Sue Crozier Thorburn, Waswad und Xenson.
Die Künstler behandelten Themen wie Menschenrechte, urbane Jugendkulturen in Kampala und erinnerten an 50 Jahre Unabhängigkeit Ugandas. Andere setzten sich kritisch mit den Gesundheits-, Verkehrs- und Umweltproblemen in Kampala auseinander, wiesen auf ungleiche Machtverhältnisse der Kleiderproduktion auf dem Weltmarkt hin oder dokumentierten traditionelle, ugandische Geschichte. Die Künstler bedienten sich dabei oftmals verfügbarer, recycelbarer und natürlicher Materialien, Textilien und Objets trouvés.
Bilder der 12 Container!
Ziel von KLA ART 012 war es, die zeitgenössische Kunstszene in Uganda zu fördern, den Künstlern eine innovative Ausstellungsplattform zu bieten, um auf neuartige Weise Kunst zu kreieren. Dabei sollte die Kunst ihren gewohnten Platz innerhalb der Kunstgalerien und Museen verlassen und dem öffentlichen Raum zugänglich gemacht werden. Dies hat wunderbar funktioniert, da das Festival ein breites Publikum angesprochen hat, darunter auch jene Menschen, die normalerweise nicht mit dem Kunstgeschehen in Kontakt kommen.
Die 12 Container konnten vom 7. bis 14. Oktober an den verschiedenen Orten im öffentlichen Raum Kampalas, wie etwa dem Bahnhof und auch in der Nähe der beteiligen Galerien täglich von 10 bis 19 Uhr kostenlos besichtigt werden. Während der Festivalwoche gab es neben den Ausstellungen ein Rahmenprogramm mit Filmen, Künstlergesprächen und interaktiven Projekten an den verschiedenen Containern.
Am 14.Oktober gab es die große Abschlussfeier am Goethe-Zentrum Kampala, bei der die Internationale Jury die Preisträger bekannt gab. Die International Jury setzte sich aus Nadine Siegert von Iwalewa-Haus in Bayreuth, Raphael Chikukwa von der National Gallerie in Zimbabwe, Sylvia N. Gichia von Kuona Trust in Kenya, Danda Jaroljmek von der Circle Art Agency in Kenya und dem Künstler und Kunstprofessor George Kyeyune aus Uganda zusammen.
Der Künstler Ronex Ahimbisibwe gewann eine 2monatige Künstlerresidenz am Iwalewa-Haus in Bayreuth, Bwambale Ivan Allan gewann eine 2monatige Künsterlresidenz bei Kuona Trust in Kenya und Xenxon gewann den Preis für ein Kunstwerk im öffentlichen Raum von Kampala bei 32°East.
KLA ART 012 steht beispielhaft für die Intervention von Kunst im öffentlichen Raum und ihre Wirkung auf die Gesellschaft.
Mehr Informationen können der offiziellen KLA’ART 012-Homepage entnommen werden. http://klaart012.org



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