PASCH in Neu England: Traumwelten – Welten träumen von Massachusetts bis Indien!

Fantastische Schattenbilder szenisch dargestellt, geheimste Träume und Wünsche in Papiertüten verpackt, in Rap Songs verwandelt, epistolarisch festgehalten und auf den Weg nach Südasien gebracht: Für die mehr als 400 Schüler und Schülerinnen der Deutschklassen an den beiden PASCH Schulen in Masschusetts, der Lincoln Sudbury High School und der Gloucester High School begann das neue Jahr voller Kreativität und Schwung!
















Das Goethe-Institut Boston hatte vom 3.-7. Januar 2011, Georg Mertin, einen freischaffenden Künstler und Kunsterzieher aus Marburg im Rahmen der PASCH (Partner Schulen für die Zukunft) Initiative des Goethe-Instituts eingeladen, um mit den Jugendlichen das von ihm konzipierte künstlerische Projekt „Traumwelten – Weltenträume“ umzusetzen.

Das Projekt knüpft damit an ein PASCH Projekt 2010 am GI Bangalore in Indien an, bei dem die indischen PASCH-Schüer und Schülerinnen ebenfalls unter Leitung von Herrn Mertin inspiriert wurden, ihre Träume vom Glück, von einer besseren Welt, von Traumberufen, und von der Liebe in Traumwelten zu verwandeln. Aus der Summe aller Träume sind in Bangalore, in Sudbury und in Gloucester neue Welten entstanden: Weltenträume eben ... Und vielleicht eine Welt, die besser, schöner und stärker ist, als die, in der wir jetzt leben.

Innherhalb weniger Schulstunden und mit einem ganz geringem Aufwand an Materialien haben die Jugendlichen ein maximales Mass an Kreativtät und Einsatz zeigen können, sie haben skizziert, Pappen ausgeschnitten, Folien vorbereitet, Schattenspiele gezeigt, Notizen gemacht, Rap gesungen, szenisch gespielt. Eingebunden waren die Aktivitäten in eine DaF-Schulung der Lehrer, die die Methoden des Referenten direkt in den eigenen Unterricht haben einbinden können und fortführen werden.

Ein Postkartenprojekt zwischen diesen ersten Schulen (zwei in Massachusetts und zwei in Bangalore), die involviert sind, rundete das Projekt ab. SchülerInnen haben Texte erarbeitet, Postkarten zum Thema Traumwelten/Weltenträume bemalt und beschrieben und diese dann nach Indien geschickt.Die Schüler waren fasziniert: „Are they REALLY learning German in India?“ wurde immer wieder erstaunt gefragt. In Indien werden die Postkarten jetzt überarbeitet, ergänzt und kommen dann in einigen Monaten zurück nach Boston – jeweils ein amerikanischer Schüler und ein indischer erfinden, erdenken, kreieren so eine gemeinsame Postkarte, wovon die Hälfte in den Schulen oder Goethe-Instituten vor Ort ausgestellt werden kann. Es handelt sich um „echte“ Postkarten, wie ein Schüler immer wieder betonte, keine virtuellen (folgt in der zweiten Phase), denn ein sichtbarer Bestandteil der Arbeiten sind die Reisespuren, Poststempel etc. Die Authentizität visualisiert die "Traumweltenidee", die ja eigentlich nur global gedacht werden kann, nochmals und macht sie für die SchülerInnen greifbarer, sichtbarer, handgreiflicher.


Eine Fortsetzung des Projekts ist schon für 2012 geplant, bei dem Lehrer und ihre Schüler und Schülerinnen in Neu England eingeladen sind, ihre Träume einer idealen Stadt zum Ausdruck zu bringen: Wie würde eure Traumstadt aussehen? Habt ihr konkrete Ideen für Sudbury? Oder Portland, Maine? Oder Middlebury, Vermont? Oder sollte der ideale Ort komplett anders aussehen?

Das Projekt mündete in einer kleinen Abschlussveranstaltung an der Lincoln-Sudbury High School, bei der die Schüler ihre Ideen, von Rapmusik begleitet und umrahmt von ihren Träumen rund um das Klassenzimmer dargestellt haben.

Christine Möller-Sahling
Leiterin der Sprachabteilung, GI Boston

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