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Angehaltene Zeit. Bilder vom Tanz

Ausstellung
Mittwoch, 10. April - Freitag, 10. Mai 2013
Goethe-Institut
ART Lounge und Auditorium
530 Bush Street
San Francisco
Englisch
Empfohlene Spende für den Eröffnungsabend: $5
+1 (415) 2638760
info@sanfrancisco.goethe.org
© William Forsythe, Photo: Dominik Mentzos, 1995Öffnungszeiten:
Montag - Donnerstag: 10 - 18 Uhr; Freitag: 10 - 16 Uhr

Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 10. April um 18.30 Uhr mit einer Einleitung von Breton Tyner-Bryan. Im Anschluss zeigen wir Pina Bauschs Tanzfilm Frühlingsopfer.

Nach Martha Graham kann der Tanz nur in anderen Medien dokumentiert werden. Neben Film und Video ist die Tanzfotografie das wichtigste Aufzeichnungsmittel.

© William Forsythe, Photo: Dominik Mentzos, 1995In Kooperation mit dem Deutschen Tanzarchiv in Köln zeigt das Goethe-Institut San Francisco die Ausstellung "Angehaltene Zeit. Bilder vom Tanz", welche sich neuen Tendenzen in der Visualisierung von Tanz und Bewegung widmet. Neben der Faszination an der Bewegung und der ihr innewohnenden Herausforderungen an die Technik der Fotografie war es immer auch die Sehnsucht nach der idealen Berührung von Bewegung und Bild, die bereits die Pioniere der Tanzfotografie antrieb und die Vielfalt der unterschiedlichen Annäherungen der Fotografie an den Tanz begründete. Bis heute erhält es das faszinierende, facettenreiche Spiel von Möglichkeiten der Abbildung von Bewegung und ihrer Betrachtung am Leben - ein Spiel, das vergessen lässt, dass das Festhalten einer Bewegung mit dem Mittel der Fotografie zuallererst den Verlust der unmittelbaren Beziehung der Bewegung zu Raum und Zeit markiert. Gleichzeitig suggeriert die Illusion des Festhaltens der flüchtigen Bewegung des Tanzes im Moment des Augenblicks.

Die neuere Szene der deutschen Tanzfotografie ist zwar nicht sehr groß, aber sehr variationsreich. Viele Tanzfotografen der mittleren Generation, wie Matthias Zoelle und Georg Schreiber, haben sich im Ruhrgebiet niedergelassen, weil dort der neue Tanz besonders gefördert wird. Sie konzentrieren sich in ihren Bildern wieder stärker auf die Choreografie und das Ensemble als auf die einzelne Pose – eine Tendenz des neuen Tanzes insgesamt. Diesen Fotografen ist die Differenz zwischen Farbe und Schwarzweiß weniger bedeutend; sie richten sich nach der jeweiligen Inszenierung und stellen die Tanzfotografie wieder mehr in den Dienst des Tanzes.

Bettina Stöß: „Moving Moments“ – Markus Heckel, Eduardo Cunha, Martin Sierra – 1996Die Fotografinnen und Fotografen der jüngsten Generation, die sich in dieser Ausstellung vorstellen, orientieren sich in ihrer Arbeit eher an Installation und Performance wie sie von bildenden Künstlerinnen und Künstlern betrieben wurde. Ihnen gemeinsam ist der nahe Blick auf die einzelnen Tänzerinnen und Tänzer, auf die Körper und deren Details. Das gilt für die aufwändigen Bild-Inszenierungen von Gert Weigelt, aber auch für die Arbeiten von Agnès Noltenius und Dominik Mentzos. Andrea Esswein, Vanessa Ossa und Bettina Stöß sind so jung, dass sie bereits die Geschichte der Tanzfotografie in ihre Sichtweisen wieder einfügen können: Hier erinnert manche Lichtführung, manche Szenenfolge, mancher Aufbau an Serien der historischen Klassiker im Fach. Bernd Uhlig zitiert alte Fototechniken und deren weich verzogenen Bewegungsbilder, während sich Joerg Reichardt auf die alte Fähigkeit der Fotografie beruft, Bewegungen regelrecht „einzufrieren“. Sie alle führen vor, dass sich sowohl der Tanz als auch die Fotografie im letzten Jahrzehnt radikal verändert haben.

Die renommierte Tänzerin und Tanzfotografin Breton Tyner-Bryan wird die Ausstellung eröffnen. Zudem werden ergänzend Arbeiten von ihr sowie Bilder des Fotografens Afshin Odabaee, welche die Tänzerin zeigen, ausgestellt.

© Breton Tyner-Brya, Photo: Afshin OdabaeeBreton Tyner-Bryan ist Absolventin der University of Utah mit einem Bachelor of Fine Arts in Ballett. Sie tanzte u.a. für das Hartford Ballet, Utah Ballet, Kunst-Stoff, Project Agora, Labayen Dance, DO NOT DANCE UK, Deborah Slater Dance Theater, PUSH Dance Company sowie Rawdance SF. Sie arbeitete für Woodside Vaulters, die Union Square Business Improvement Organization SF, Jewels in the Square präsentiert vom LINES Dance Center, für die Brigham Young University, das Schal-Anderson Youth Ensemble sowie die College Preparatory School of Berkeley CA und inszenierte für Sonas Denim Company einen Flash Mob-Werbespot. Ihre Arbeit als Tanz-Fotografin wird von vielen Tanzgruppen und Künstlern in der Bay Area geschätzt und eingesetzt, wie z.B. LINES/Dominican BFA Program, Labayen Dance, Project Agora sowie ODC’s Pilot series, um nur einige Namen zu erwähnen. Zudem werden ihre Arbeiten regelmäßig in Ausgaben des San Francisco Chronicle, des Bay Area Guardian und der San Jose Mercury News publiziert. Als Teil des Projekts Agora’s 2007 home season Fivepoints Art House stellte Breton ihre Bilder in Zusammenarbeit mit Motion-Pictures SF 2009 und San Francisco Dance Film Festival 2010 bei der Dance Mission aus.

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