Literatur

Helen und Kurt Wolff-Übersetzerpreis

Mit dem Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis wird jedes Jahr im Juni eine herausragende Literaturübersetzung vom Deutschen ins Englische ausgezeichnet, die im vorangegangenen Jahr in den USA veröffentlicht wurde. Der Preisträger erhält eine mit 10.000 $ dotierte Auszeichnung. Der Preis wurde erstmalig 1996 vom Goethe-Institut Chicago verliehen und wird von der deutschen Regierung finanziert.

Über Helen und Kurt Wolff

Kurt Wolff, unterstützt von seiner Frau Helen, war einer der bedeutendsten Verleger Deutschlands in der 1920er Jahren. Helen und Kurt Wolff immigrierten 1941 nach New York und gründeten das Verlagshaus Pantheon Books, das sich überwiegend auf Übersetzungen deutscher und anderer europäischer Literatur konzentrierte. Herman Broch, Stefan George und Robert Musil waren nur einige der Autoren, die sie verlegten. Im Jahr 1961 schloss sich das Ehepaar dem Verlagshaus Harcourt Brace Jovanovich an und etablierte ihr eigenes Verlagszeichen „Helen und Kurt Wolff Books“. Nach dem Tod ihres Mannes 1963 führte Helen Wolff die Geschäfte weiter und nahm noch weitere Autoren unter Vertrag, darunter: Karl Jasper, Walter Benjamin, Uwe Johnson, Günter Grass, Max Frisch, Jurek Becker, Hans Joachim Schädlich und viele andere.

Helen Wolff wurde mit dem Inter Nationes Award, der Goethe Medaille und mit den Ehrendoktorwürden von Mount Holyoke, Smith College und Dartmouth College für ihre Arbeit ausgezeichnet. Im Jahr 1994 erhielt sie den Friedrich Gundolf Preis von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, als Anerkennung ihres Beitrages, deutsche Kultur in den Vereinigten Staaten bekannt und deutsche Literatur einem amerikanischen Publikum zugänglich zu machen. Helen Wolff starb ab 28. März 1994 im Alter von 84 Jahren.

    Richtlinien für Verleger

    Bild MedienAmerikanische Verleger werden gebeten, sechs Exemplare einer Übersetzung aus dem Deutschen ins Englische einzureichen. Einsendeschluss ist Ende Januar 2013.

    Die eingeschickte Übersetzung muss im Jahr 2012 in den USA herausgegeben- und nicht nur vertrieben-worden sein. Eingereicht werden kann Prosa sowie Sachliteratur, d.h. Romane, Novellen, Kurzgeschichten, Dramen, Lyrik, Biographien, Essays oder Korrespondenzen. Die zu prämierende Übersetzung wird von einer fünfköpfigen Jury ausgewählt.

    Der Übersetzer wird zur Preisverleihung, die am 3. Juni 2013 stattfinden wird, nach Chicago eingeladen.

      Eingereichte Übersetzungen und Preisträger

      Bild Medien

        2013

        Weitere Artikel

        2012

        Weitere Artikel

        2011

        Weitere Artikel

        2010

        Weitere Artikel

        2009

        Weitere Artikel

        2008

        Weitere Artikel

        2007

        Weitere Artikel

        2006

        Weitere Artikel

        2005

        Weitere Artikel

        2004

        Weitere Artikel

        2003

        Weitere Artikel

        2002

        Weitere Artikel

        2001

        Weitere Artikel

        2000

        Weitere Artikel

        1999

        Weitere Artikel

        1998

        Weitere Artikel

        1997

        Weitere Artikel

        1996

        Weitere Artikel