Leila Vennewitz
Preisträgerin des Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreises 1997

Die Jury hielt in ihrer Entscheidungsbegründung fest: „Wir waren beeindruckt von der Eleganz und Genauigkeit der Übersetzung; noch mehr jedoch von der Kraft, mit der Leila Vennewitz gewandt Titelheld und Erzähler derart ausgestaltet, dass schwarzer Humor und emotionale Kraft, die Jurek Beckers Roman als einer der wichtigsten Werke zeitgenössischer Literatur auszeichnen, übertragen werden konnten.“
Leila Vennewitz zeichnete sich als Übersetzerin zahlreicher deutscher literarischer Werke aus; insbesondere zu erwähnen sind die Übersetzungen der Romane von Nobelpreisgewinner Heinrich Böll sowie seiner Kurzgeschichten, Essays und Kritiken, erschienen u.a. in The New Yorker, Harper’s Magazine, Atlantic Monthly, Esquire und New York Times. Des weiteren übersetzte sie Werke von Uwe Johnson, Hermann Hesse, Uwe Timm, Walter Kempowski, Alexander Kluge und Alfred Andersch.
Leila Vennewitz erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen: u.a. Schlegel-Tieck Preis der Society of Authors in London 1968 für Ende einer Dienstfahrt (End of a Mission) von Heinrich Böll (erschienen bei McGraw-Hill, New York); Goethe House PEN Preis des American Center of PEN 1979 für Und sagte kein einziges Wort (And Never Said a Word) von Heinrich Böll (erschienen bei McGraw Hill, New York); German Literary Preis der American Traslator’s Association für Brandung (Breakers) von Martin Walser (erschienen bei Henry Holt, New York).
1994 wurde ihre Übersetzung des Romans Narziss und Goldmund (Narcissus und Goldmund) von Hermann Hesse, verlegt bei Peter Owen Ltd., London, von der Londoner Times Literary Supplement / Society of Authors in die engere Auswahl für den Schlegel-Tieck Preis genommen.









