John Brownjohn
Preisträger des Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreises 1998

Nach Meinung der Jury zeichneten sich John Brownjohns Übersetzungen von Marcel Beyers Flughunde (The Karnau Tapes) und Thomas Brussigs Helden wie wir (Heroes Like Us) insbesondere durch die beeindruckende Fähigkeit zur authentischen Wiedergabe von in den Originalwerken getroffenen Stimmungen und Schreibart hin zu einer eigenen überzeugenden Sinneskraft und Stilsicherheit der Übersetzungen aus: „[John Brownjohn] umschifft gekonnt jede Herausforderung, die das Originalwerk ihm stellt...er erhöht das Handwerk des Übersetzens nicht nur zu einer phantasievollen und interpretativen Kunstform, sondern beweist sich selbst dabei als ein großartiger Stilkenner.“
In die engere Auswahl für den Helen und Kurt Wolff Übersetzer- Preis 1998 kamen Edward Snow und Michael Winkler für ihre Übersetzung von Rainer Maria Rilke. Der junge Dichter 1875-1906 (Rainer Maria Rilke: Diaries of a Young Poet), 1997 erschienen bei W.W. Norton & Co, sowie Breon Mitchell für seine Übersetzung von Ein Gott der Frechheit (God of Impertinence) von Sten Nadolny, vgl. Penguin Putnam, Inc. 1997.
John Brownjohn machte sich als Übersetzer deutscher Literatur, von Biographien, Memoiren, Briefen, Sach- und Kunstbüchern einen Namen. Zu seinen Arbeiten zählen Übersetzungen von Werken von Michael Ende, Bodo Kirchhoff, Hans Hellmut Kirst, Otto Klemperer, Martin Gregor-Dellin und Rolf Hochhut. John Brownjohns rezensierte Übersetzungen erhielten ausgezeichnete Kritiken in Times Literary Supplement, The Literary Review, The Observer und Publisher Weekly.
John Brownjohn arbeitete außerdem als Berater für Dialog- und Drehbuchübersetzungen; u.a. für Das Boot (The Boat) von Wolfgang Petersen, Bitter Moon von Roman Polanski sowie Der Name der Rose (The Name of the Rose) und Der Bär (The Bear) von Jean-Jaques Annaud.
Vorherige Übersetzer-Preise zeugen von der Qualität seiner Arbeit: darunter Schlegel-Tieck Special Award 1979, US PEN Goethe House Preis 1981, Schlegel- Tieck Preis 1993, Christopher Preis 1995.









