Krishna Winston
Gewinnerin des Helen und Kurt Wolff Übersetzer Preises 2001

Die Übersetzerin Krishna Winston wurde von einer fünfköpfigen Jury als Preisträgerin des Helen und Kurt Wolff Übersetzer-Preises 2001 ausgewählt. Ihre herausragende Übersetzung des Romans von Günter Grass Ein weites Feld (Too Far Afield) erschien 2000 als Helen und Kurt Wolff-Ausgabe bei Harcourt. Der vom Goethe-Institut vergebene Preis wurde Krishna Winston vom deutschen Generalkonsul in Chicago im Rahmen einer Preisverleihung am Montag, den 4. Juni, in der Gallery 37, 66 East Randolph Street, überreicht.
Nach Meinung der Jury „meistert Krishna Winstons Übersetzung überzeugend die Herausforderung, die Drehungen und Wendungen von Günter Grassens Analyse des Lebens in der ehemaligen DDR nach dem Fall der Mauer 1989 ins Englische zu übertragen; so wird der Roman von Günter Grass der englischsprachigen Welt zugänglich gemacht.“
Krishna Wilson war 30 Jahre Germanistik-Professorin an der Weslayan University in Connecticut. Schon als Studentin begann sie zu übersetzen; sie übersetzte über 20 Bücher und kürzere Werke von Oscar Schlemmer, Siegfried Lenz, Golo Mann, Goethe (Wilhelm Meisters Wanderjahre/ Wilhelm Master‘s Travels), Grete Weil, Rainer Werner Fassbinder, Peter Handke, Günter Grass u.a.1994 erhielt sie den Schlegel-Tieck Übersetzer-Preis für ihre Version von Ralf Goerg Reuth’s Goebbels. Krishna Winston, deren Eltern Richard und Clara Winston sich insbesondere durch Übersetzungen von Thomas Mann einen Namen machten, arbeitet zurzeit an einer Übersetzung von Martin Gecks neuem Buch über Johann Sebastian Bach. Im Zuge ihres Gaststudiums während des akademischen Jahres 2000-2001 am Kahn Liberal Arts Institute des Smith Colleges nahm sie an einem Projekt namens Anatomy of Exile teil. Ihre Studien konzentrierten sich hierbei auf die weniger prominenten Exilliteraten zur Zeit des Zweiten Weltkrieges und auf ihre Beziehungen zu amerikanischen Herausgebern und Übersetzern. Krishna Winston kannte Helen und Kurt Wolff persönlich und ist eine große Bewunderin ihrer Arbeit.
Die Jury zeichnete John Felstiner für seine Übersetzung von Ausgewählte Gedichte und Prosa von Paul Celan (Selected Poems and Prose of Paul Celan), erschienen bei W.W. Norton New York, mit einem Ehrenpreis aus: John Felstiner, der die Poesie von Paul Celan viele Jahre erlebt und erforscht habe, sei es gelungen, eine Wiedergabe der Gedichte von innen heraus zu schaffen.








