Michael Henry Heim
Ausgezeichnet mit dem Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis für seine bemerkenswerte Übersetzung von Thomas Manns Der Tod in Venedig vom Deutschen ins Englische.

Der Übersetzer Michael Henry Heim wurde für seine herausragende Übersetzung von Thomas Manns Buch „Der Tod in Venedig“ (Death in Venice) von einer fünfköpfigen Jury mit dem Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis 2005 ausgezeichnet. Das Buch wurde letztes Jahr von Ecco/HarperCollins veröffentlicht. Der Preis, der vom Goethe Institut Chicago verliehen wird, wird Michael Heim am Montag, den 6. Juni 2005, vom deutschen Generalkonsul von Chicago im Cultural Center (78 E. Washington) überreicht.
Rainer Schulte (Dallas) war Vorsitzender der Auswahlkommission, weitere Jurymitglieder waren Renate Latimer (Atlanta), Susan Harris (Chicago), Denis Scheck (Köln) und Krishna Winston (Middletown, CT). Die Jury lobte Michael Heim für seine äußerst feinfühlige und besonders lesenswerte neue Übersetzung von „Der Tod in Venedig“. Er habe ein sehr gutes Gespür für die Musikalität von Thomas Manns Sprache, die er im Englischen durch einen wunderbar schreitenden Rhythmus zum Leben erweckt hat. Heim habe mit Bedacht Worte gewählt, die lyrisch anmutend beim Leser widerklingen und neue Einblicke in Manns Weltbild bieten.
Michael Henry Heim ist Professor für Slawische Sprache und Literatur und Vergleichende Literaturwissenschaft and der University of California, Los Angeles, wo er seit mehr als dreissig Jahren unterrichtet. Er übersetzt zeitgenössische und klassische Literatur und Dramen aus dem Tschechischen, Französischen, Deutschen, Ungarischen, Italienischen, Rumänischen, Russischen und Serbokroatischen. Frühere Übersetzungen beinhalten unter anderem Anton Chekhovs Life and Thought: Selected Letters and Commentary (zusammen mit Simon Karlinsky), The Unbearable Lightness of Being von Milan Kundera, Too Loud a Solitude von Bohumil Hrabal, My Century von Günter Grass, Helping Verbs of the Heart von Peter Esterházy und Encyclopedia of the Dead von Danilo Kiš. In jüngster Zeit hat er neben Thomas Manns Death in Venice eine Übersetzung von Chekhovs Bühnenstücken veröffentlicht. An der University of California in Los Angeles leitet er einen Workshop für Literaturübersetzungen und ist Berater der Babel Study Group für Übersetzungswissenschaften. Ihm wurden zahlreiche Stipendien und Preise verliehen und er war Mitglied des Auswahlkommitees des National Endowment for the Arts, des National Endowment for the Humanities, dem PEN American Center und des Goethe Instituts. Außerdem ist er Mitglied der American Academy of Arts and Sciences.








