Umwelt - ein Regionalprojekt des Goethe-Instituts in Nordamerika
Auf den Gebieten Wissen, Alltag und Kunst setzen sich die Goethe-Institute interdisziplinär mit den Folgen des Klimawandels auseinander.
Hybridtaxen auf den Straßen, Stofftaschen in Supermärkten, grüne Dächer in den Städten, Recycling in vielen Haushalten: Die öffentliche Meinung in Nordamerika und Mexiko zum Thema Umwelt hat sich gewandelt: Man sieht sich als Teil des bedrohten Planeten Erde.
Waren grüne Themen bisher nur in Nischen von Umweltorganisationen verbreitet, erreichen sie jetzt breite Kreise. Sogar das Fernsehen zeigt, was der Einzelne für die Energieeffizienz tun kann: Wärmedämmung, Sparbirnen, Wasserfilter. Umweltaktionstage gehören in vielen Schulen mittlerweile zum Alltag.
Europa gilt als Vorbild in Sachen Umwelt, Deutschland sogar als ökologisches Musterland. Es ist weltweit einer der größten Produzenten von organischen Nahrungsmitteln, 53 Prozent des Haushaltsmülls werden recycelt, 14 Prozent des Energiebedarfs werden mit erneuerbaren Energien erzeugt, mehr als vier Millionen Deutsche sind Mitglied in einer Umweltorganisation.
Was die Menschen in Europa, Nordamerika und Mexiko derzeit am meisten an der Umwelt beunruhigt, ist der Klimawandel. Einer Studie der BBC zufolge sind 76 Prozent der Kanadier ziemlich oder sehr beunruhigt hinsichtlich der Folgen des Klimawandels. Kein Wunder. Hier schmilzt das Packeis und verändert die Lebensbedingungen von Mensch und Tier. Aber auch in Mexiko und im Süden der USA sind die Folgen des Klimawandels offensichtlich: Erwärmung, Verwüstung, Wirbelstürme.
Die Goethe-Institute in Nordamerika und Mexiko tragen in den nächsten zwei Jahren mit über 50 Projekten und Veranstaltungen an 10 Instituten zum Austausch über Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimawandel bei. Dabei will das Goethe-Institut – wie von Peter Unfried, dem Chefredakteur der tageszeitung empfohlen – „raus aus der Öko-Nische, weg von der Zertifikats- und Emissionslyrik, der Katastrophen-Bebilderung und den Wirtschaftsseiten. Das Thema muss interdisziplinär und vor allem als gesellschaftliches Projekt untersucht werden.“








