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In Extremo - Der Wind



Welche deutsche Rockband begann ihre erfolgreiche Karriere als mittelalterliche Truppe auf historischen Märkten? Konnte genauso gut E-Gitarre wie Dudelsack spielen und dabei den Sound der Vergangenheit und der Gegenwart miteinander verschmelzen lassen? „In Extremo“, oder „In Ex“, wie ihre Fans sie nennen, schafften diesen Spagat, auch wenn sie in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer Heavy Metal Band wurden. 1996 in Ostberlin gegründet, ist „In Extremo“ heute eine der bekanntesten deutschen Crossover-Bands, in deren Publikum nicht nur Gothic- und Metal-Fans zu finden sind, sondern auch Mittelalter-Rock- und Mainstream-Anhänger.

Touristen zeigen sich bei einem Deutschlandbesuch oft erstaunt über die große Anzahl von Mittelalter-Festivals, bei denen Spielleute die Besucher mit Akrobatik, Feuertricks und Musik unterhalten. Auf diesen historischen Festen feierten „In Extremo“ ihre ersten Erfolge, allerdings fast ohne Gesang, dafür zauberten sie eine faszinierende Mittelalter-Show auf die Bühne.

Obwohl sie diese Festival-Auftritte größtenteils hinter sich gelassen haben und nun eher auf Rockbühnen zu Hause sind, zeugt ihre Musik weiterhin von der Treue zu ihren Folk-Wurzeln. Inspiriert von mittelalterlichen Liedern und Texten, singen sie auf Deutsch, Isländisch oder Lateinisch. Viele der Instrumente wie Dudelsäcke oder Harfen haben die Bandmitglieder selbst gebaut. Ein Markenzeichen ihrer Shows ist das Feuerwerk. Aber Vorsicht! Einige der Feuerspiele sind ziemlich riskant, wie Bandmitglied „Das letzte Einhorn“ schmerzlich erfuhr, als er nach einem Unfall mehrere Wochen im Krankenhaus bleiben musste.

Der Musikstil von „In Extremo“ und ihre Bühnenshows ziehen nach wie vor ein großes Publikum an. Im Jahr 2001 gewannen sie den deutschen „Alternative Music Award“ für die beste Live-Show und ließen selbst Rammstein hinter sich. Ihr neuntes Album „Sängerkrieg“ kam 2008 auf Platz 1 der deutschen Albumcharts. Die Band scheint den goldenen Mittelweg gefunden zu haben, was die Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart in ihrer Musik angeht – Rock trifft Mittelalter.
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