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Prinz Pi - Drei Kreuze für Deutschland

Foto: Paul Ripke

„Prinz Pi“ macht Musik, die Missstände anprangert, er will dabei aber auch eine positive Botschaft vermitteln. Es ist Musik für die, die wie er selbst Schwierigkeiten haben, sich einzuordnen. Für Menschen, „die nicht in die Gesellschaft des Schubladendenkens passen“ – dieses Statement auf seiner offiziellen Webseite beschreibt genau, wofür „Prinz Pi“ steht. Er ist das Gegenteil des Klischee-Rappers aus Berlin: „Prinz Pi“ fehlt das Gangsta-Flair, er kommt nicht aus einem Viertel mit einem hohem Anteil an Randgruppen und seine Texte sind weder sexistisch noch glorifizieren sie Gewalt. Er ist, wie es der Titel eines seiner Alben ausdrückt, ein Rebell ohne Grund.

„Prinz Pi“, dessen echter Name Friedrich Kautz ist, wurde 1979 geboren. Aufgewachsen in einer typischen Mittelklasse-Familie in Berlin, lernte er als Teenager Altgriechisch in der Schule und entdeckte seine Leidenschaft für Graffiti. Seine klassische Bildung inspirierte Friedrich zu seinem Graffiti-Sprayer Namen „Porno“. Das altgriechische Wort bedeutet „schmutzig“ – und da „das Beschmieren von Wänden etwas Schmutziges und Verbotenes hat“, dachte Friedrich, dieser Name wäre perfekt für ihn. Graffiti war „Pornos“ Einführung in die Hip-Hop Szene und bald begann er zu rappen. Und weil er schon immer Prinzen für cooler als Könige hielt, stellte er „Prinz“ seinem Sprayer Pseudonym voran.

Jedoch wurde sein Name mit ansteigendem Erfolg ein immer größeres Problem. Labels, die die Bedeutung des griechischen Wortes nicht verstanden, sendeten seine PR-Materialien ungeöffnet zurück – mit Porno wollten sie nichts zu tun haben. Da „Pi“ nicht nur griechisch ist, sondern auch noch „das Bindeglied zwischen meiner klassischen Bildung und einer coolen mysteriösen Nummer darstellt“, änderte er seinen Namen zu „Prinz Pi“ – und bekam plötzlich die ihm gebührende Aufmerksamkeit.

Seit der Veröffentlichung seines ersten Albums 1998 hat der Rapper 14 Alben veröffentlicht und mit vielen Stars der deutschen Hip-Hop Szene zusammengearbeitet. „Prinz Pi“ ist für seine sozialkritischen Texte bekannt und schreckt nicht vor kontroversen Themen zurück. Ein Beispiel hierfür ist sein Song „Drei Kreuze für Deutschland“. „Prinz Pi“ ist gegen jeden Krieg und gegen Deutschlands Beteiligung an Militäreinsätzen. Mit diesem Lied will er keineswegs die Soldaten, die in Afghanistan kämpfen, in Verruf bringen, vielmehr möchte er sein Mitgefühl für sie ausdrücken. Drei Kreuze für Deutschland ist ein Song, der sowohl in Deutschland als auch in den USA auf sensible Ohren stoßen sollte.
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