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Silbermond - Himmel auf

Foto: Daniel Lwowski

Es waren einmal vier Schüler aus Bautzen, die beschlossen, zusammen Musik zu machen und – ei verbbibsch (sächsisch für: „siehe da“): Sie wurden zu einer der berühmtesten Bands Deutschlands mit mehr als 3,5 Millionen verkauften Tonträgern. Was wie ein modernes Märchen klingt, ist die wahre Geschichte von „Silbermond”, deren Album “Himmel” sogar noch vor Madonna auf Platz Zwei der deutschen Albumcharts landete.

Stefanie (Gesang), Andreas (Schlagzeug) und die Brüder Johannes (Bass) und Thomas (Gitarre und Klavier) trafen sich 1998 bei einem Projekt ihrer Kirche. Zusammen mit zwei anderen Musikern gründeten sie die Band „Exakt”, bis vier von ihnen als „JAST” weitermachten - einer sehr erfolgreichen sächsischen Schülerband.

2001 vollzog “JAST” den Wandel hin zu deutschsprachiger Musik, weil es ihnen viel leichter fiel, sich in ihrer Muttersprache auszudrücken. Mit der neuen Sprache kam ein neuer Name: „Silbermond”. Die Band zog von Bautzen nach Berlin, unterschrieb ihren ersten Plattenvertrag und brachte 2004 ihr erstes Album „Verschwende deine Zeit” heraus, das mit Doppel-Platin ausgezeichnet wurde.

Zwei Alben („Laut gedacht“ und „Nichts passiert“) sowie zwei Nummer Eins Hits („Das Beste“ und „Irgendwas bleibt“) und mehrere Tourneen folgten. „Silbermond” wurde überschüttet mit Preisen, unter anderem im Jahr 2009 mit dem MTV European Music Award als „Beste deutsche Band”. Sie arbeiteten nun mit berühmten deutschen Künstlern wie Xavier Naidoo und Jan Delay zusammen.

Der Erfolg ist der Band allerdings nicht zu Kopf gestiegen. Sie fühlen sich nach wie vor eng mit ihren Fans verbunden und kümmern sich um Menschen in Not. Sie sind auch dafür bekannt, dass sie jungen Musikern die Möglichkeit eröffnen, als Vorband bei ihren Tournee-Konzerten zu spielen. Mehrmals im Jahr spendet „Silbermond” die Erlöse einiger Konzerte für wohltätige Zwecke, wie beispielsweise für Kinderhilfsprojekte in Guatemala, Kenia und der Ukraine.

Ihr viertes Album „Himmel auf“ kam 2012 heraus - drei Jahre nach ihrem letzten Album. Das Motto lautete: Abenteuerliches statt Alltägliches! Die Band wollte sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, sondern einen neuen Sound kreieren: „Es war ziemlich schwer, den alten Sound aus dem Kopf zu bekommen und ganz neu anzufangen”, gab Gitarrist Thomas zu, der die Songs schrieb. Die Band verbrachte Monate im Tonstudio in Berlin. „Bei den Aufnahmen zu diesem Album durchlebten wir Momente des totalen Hochgefühls, aber auch der totalen Frustration”, erzählt er.

Das Video zur ersten Singleauskopplung ist bemerkenswert: Ein Kamerateam reiste sechs Tage lang quer durch Deutschland und forderte 150 Leute auf, „Glück” zu definieren. Das Ergebnis ist, laut Sängerin Stefanie, „mehr als nur ein normales Musikvideo”. Schaut es euch an und findet heraus, wie vielschichtig die Suche nach dem Glück sein kann.
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