Die Architekten
Wendeflicks: Die letzten Filme aus Ostdeutschland
Montag, 19. Oktober 2009, 18.30 Uhr
Goethe-Institut Washington, GoetheForum
Deutsch mit engl. Untertiteln
$6/$4
+ 1 202 2891200
Mit einer Einführung von Anke Ortlepp, Wissenschaftlerin am German Historical Institute.
Deutschland, 1990, 35mm, 97 min., Regie: Peter Kahane, Besetzung: Kurt Naumann, Rita Feldmeier
Zu einer Zeit, als die DDR zu bröckeln begann, entstand dieses düstere Porträt des Lebens in Ost-Berlin am Beispiel eines idealistischen Architekten, dessen Lebensträume von der kommunistischen Lehre abgewürgt werden. Daniel Brenner ist Ende dreißig und, wie viele seiner Generation, frustriert über das Leben in der DDR, aber er toleriert es. Ganz plötzlich wird ihm ein nicht nur lukrativer, sondern herausfordernder Auftrag angeboten: Er soll für eine riesige Berliner Trabantenstadt ein kulturelles Zentrum entwerfen.
Zusammen mit einem ausgewählten Team aus ehemaligen Studienkollegen und Freunden, macht er sich an die Arbeit und entwickelt architektonische Spielarten: Dachgärten, moderne Skulpturen, Freiflächen. Aber die Vision geht nicht auf. Es ist 1989, Menschen fliehen aus der DDR und die Utopie erweist sich als Trugbild. Anders, als jeder Film in der Wendezeit, veranschaulicht Die Architekten, welche zerstörerische Macht ein System auf den menschlichen Geist haben kann.
Peter Kahane wurde 1949 in Prag, Tschechoslowakei, geboren. Er studierte Russisch und Französisch auf Lehramt, und später Regie an der Hochschule für Film & Fernsehen in Potsdam-Babelsberg. Ab 1979 arbeitete er als Regieassistent, später als Regisseur im DEFA-Studio für Spielfilme. Er führte Regie u.a. bei Cosimas Lexikon (1992) and Die Rote Zora (2007).










