Über das Projekt

Die interkulturelle DaF-Übungsfirma – Inhalte

Teamsitzung, © Nicole S. Young
Teamsitzung, © Nicole S. Young

DaF in der Übungsfirma

Berufsorientierte Schlüsselqualifikationen gehören zu den Kernelementen der interkulturellen DaF-Übungsfirma und werden als solche in unterschiedlichen Lernszenarien geübt und modular ausgebaut: z.B. Präsentationen, Verhandlungen, Korrespondenz, interkulturelle Kommunikation und Besprechungen.

Beispiel: „Weltweit“ ist ein international tätiger Reiseveranstalter mit Sitz in Berlin und Vertretungsbüros in Europa, Südamerika und Afrika. Das Angebot umfasst Reisen für alle Altersstufen in verschiedenen Preiskategorien. Sie arbeiten in der Marketingabteilung und erhalten eine E-Mail der Geschäftsleitung, in der Sie aufgefordert werden, für die nächste internationale Tourismus-Messe in Frankfurt eine Firmenpräsentation (sowohl schriftlich als auch mündlich) sowie eine Vorlage für einen „Elevator-Pitch“ (Fahrstuhl-Verkaufsgespräch“) zu erstellen.

Aus diesem Beispiel ergeben sich folgende DaF-Anforderungen:
  • Erstellen von Präsentationen: Formate, Ablauf, Medieneinsatz
  • Redemittel für Präsentationen und „Elevator-Pitch“
  • Interkulturelle Kommunikation für verschiedene Zielgruppen/Regionen

Interkulturelle Fallstudien und Planspiele als Ergänzung zur DaF-Übungsfirma

Fallstudien und Planspiele sind die optimale Verbindung zwischen der klassischen Wissensvermittlung und dem handlungsorientierten Unterricht. Der Teilnehmer wird mit einem realitätsnahen Problem konfrontiert und erarbeitet in Gruppenarbeit eine Konsenslösung.

In der Vorbereitungsphase werden die Teilnehmer in einer Art „Aufwärmübung“ sensibilisiert und mit dem Problem vertraut gemacht. Vorbereitende Wortschatzübungen und Glossare dienen zur Erklärung und Festigung. Im Anschluss erarbeitet die Gruppe einen Lösungsweg und reflektiert in der Nachbearbeitungsphase Höhen und Tiefen der Gruppenarbeit, mögliche Schwachstellen und falsche Entscheidungen. Im folgenden Abschnitt erfolgt die Umsetzung eines interkulturellen Planspiels mit optionalen Zusatzaufgaben für den berufsorientierten DaF-Unterricht.

Fortbildung zum DaF-Übungsfirmen-Coach

Interkulturelle DaF-Übungsfirmen stellen spezifische Anforderungen an die berufliche Handlungskompetenz der Lehrperson. Um Teilnehmer zu unterrichten, beraten und unterstützen zu können, bedarf es neben besonderer Fachkenntnisse auch der Fähigkeit, Wissen und Erfahrungen in Verhalten zu übersetzen. So ist die Fortbildung zum DaF-Übungsfirmen-Coach auch ein persönlicher Veränderungsprozess. In den vom Goethe-Institut Uruguay angebotenen Workshops beschäftigen sich die Teilnehmer mit dem Modell der DaF-Übungsfirma, ihren Grundsätzen, Zielen und Abläufen und durchwandern die einzelnen Stationen der Implementierung:

Modul 1: Wie gründe ich eine DaF-Übungsfirma?
  • Konzept und Aufbau
  • Ziele
  • Partner
  • Institutionelle Implementierung (Sprachinstitut, Schule, Universität) und individuelle Anpassungen
Modul 2: Wie führe ich eine DaF-Übungsfirma?
  • Zielgruppe
  • Lehrerbild (Coach) – Schülerbild (Mitarbeiter/Trainee)
  • Fachkompetenz, soziale und interkulturelle Kompetenzen
  • Die Bedeutung und die Rolle von DaF in der Übungsfirmenarbeit
Modul 3: Welche weiteren Aktivitäten bestehen in einer DaF-Übungsfirma?
  • Teambildung
  • Kooperatives Lernen
  • Medieneinsatz
  • Konfliktmanagement