Veranstaltungen

Gletschermusik Festival in Zentralasien: 18. Mai – 16. Juni 2013

Rückblick

Festival
18. Mai – 26. Mai 2013
Gletschermusik Festival: Austragungsort Bischkek
Am 18. Mai 2012 wurde das Gletschermusik Festival durch die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Kirgisistan, Gudrun Sraega, feierlich eröffnet. Eine Woche lang organisierte das Goethe Institut in Bischkek Konzerte und Performances. 



Das Programm setzte einen Schwerpunkt auf Musik, wobei traditionelle Musik experimenteller Tonkunst gegenübergestellt wurde. So begleitete die kirgisische Jazzgruppe “Salt Peanuts” einen Manaschi, einen traditionellen Barden, der 1000 Verse des Manas Epos rezitierte. Das Epos handelt von dem Kampf des mythischen Volkshelden Manas und ist das wichtigste Werk der klassischen kirgisischen Literatur. Die Berliner Elektromusiker Gebrüder Teichmann spielten im Konzert mit dem kirgisischen Ethnomusiker Askat. Die Performance wurde durch Klangkunst von Alois Späth abgerundet. Die Pianistin Soojin Anjou gestaltete mit Lillevan, dem künstlerischen Leiter des Gletschermusik, den Abschlussabend mit Musik von Morten Subotnick.

Die Gletschermusik Ausstellung allein zählte in Bischkek fast 1000 Besucher weitgehend Jugendliche und junge Erwachsene. Schüler wurden zur aktiven Gestaltung angeregt und steuerten eigene Bilder und Ideen hinzu. In Kirgisistan wurden auch zum ersten Mal die Arbeiten der Künstler gezeigt, die auf den Open Call des Goethe Instituts geantwortet haben. Bischkek war dabei auch der einzige Ort, wo Meka Muratova und Nikolaj Tscherkasov ihren brennenden Wachsgletscher ausstellten.



Ergänzend zum Open Call stellten kirgisische Künstler aus:  Die Gruppe „Doha“ ließ einen Styroporgletscher als „Gletscherstadt“ vom Museumsdach hängen. Das Styropor bestand aus recycletem Verpackungsmaterial von Elektrogroßgeräten. Aus Berlin wurden die Arbeiten des Design Wettbewerbs ausgestellt.

Der Kontrast zwischen Tradition und Innovation zog sich dabei wie ein roter Faden durch das Programm und spielte dabei immer wieder auf das Verhältnis von Mensch und Natur an. Das Traditionelle spiegelte dabei die ursprüngliche Verbundenheit des Menschen mit der Natur, das Experiment stellt diese einerseits in Frage, sucht aber auch einen Weg zurück zu einem erweiterten Verständnis unserer Umwelt.
Links zum Thema

Facebook

Besuchen Sie uns auf Facebook