Preisträger des Open Calls

Im Mai und Juni 2013 wurden die Arbeiten des regionalen Kunstwettbewerbes in einer vierwöchigen Ausstellung in Bischkek, Duschanbe, Almaty und Taschkent gezeigt. Künstler aus Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan hatten auf den Open Call geantwortet. Von den eingesandten Arbeiten wurden im Januar 2013 zwölf Künstler für die Ausstellungsteilnahme ausgewählt.



Die international Jury gab am 10. Juni die Gesamtpreisträgerin des Open Calls bekannt: Zoya Falkova, Kasachstan, wurde von der Jury für ihr “Orchester der schmelzenden Gletscher” ausgezeichnet. Zoja Falkovas Arbeit besteht aus einer interaktiven Klang- und Lichtinstallation, welche unser aller Anteil an der Gletscherschmelze verdeutlicht. In einem Interview mit dem Goethe Institut Almaty unterstreicht Falkova die wichtige Rolle der Kunst, Denkprozesse anzustoßen. Kunst kann dies auf interaktive und spielerische Weise tun und macht so auch schwierige Themen einem weiteren Publikum zugänglich.

Neben dem Gesamtpreis wurden die Arbeiten regional prämiert. In der Auswahl Kasachstan/Kirgisistan ging der erste Preis ebenfalls an Zoja Falkova. Der zweite Preis wurde Ajdos Аskaruls und Alischer Zhaleluly mit ihrer „Dubsteb Komposition“ verliehen. Den dritte Preis gewannen Meka Muratova und Nikolaj Tscherkasov mit ihrem Werk „Alleine“, einem langsam verbrennenden Wachsgletscher.

In der Auswahl Tadschikistan/Usbekistan ging der erste Preis an die Arbeit von Zafar Nabijev, der mit seinen „Wasserspender“ die Verbindung von Gletscherschmelze und Gewalt erleben lässt. Der zweite Preis ging an den „Amboss und das Ei“ von Timur Rachmetov, der seine schmelzende Eispyramide nur in Taschkent hatte zeigen konnte. Der dritte Preis wurde zweimal vergeben und ging an Alla Rumyantseva und ihren „Pol der Unnahbarkeit“ aus Kaffeesatz und Bayat Mukhtarov und seine „Transfora Installation“.

Die international Jury kam unter dem Vorsitz von Lillevan, Videokünstler und künstlerischer Leiter des Gletschermusik Projektes, zusammen.

Weitere Jury-Mitglieder waren:
  • Gamal Bokunbajev, Kurator, Kirgisistan
  • Dr Johannes Dahl, Leiter des Goethe Institutes Taschkent
  • Barbara Fränkel-Thonet, Leiterin des Goethe Institutes Almaty
  • Kirill Kuzmin, Kurator, Tadschikistan
  • Sukrob Nazimov, Musiker, Usbekistan
  • Yuliya Sorokina, Kunstwissenschaftlerin, Kasachstan