Rückblick

Filme 2011

Almanya - Willkommen in Deutschland

(c) Goethe-Institut

Regie: Yasemin Samdereli
farbig, 97 Min.
Deutschland 2011

Als der sechsjährige Cenk Yilmaz weder von seinen türkischen noch von seinen deutschen Klassenkameraden ins Fußballteam gewählt wird, fragt er sich nach seiner Identität. „Wer oder was bin ich eigentlich - Türke oder Deutscher?“ Seine Cousine tröstet ihn mit der Geschichte ihres Großvaters Hüseyin, der als Gastarbeiter nach Deutschland kam und kurz darauf Frau und Kinder nach „Almanya“ nachholte. In Rückblenden, mit viel Humor und großen Gefühlen wird erzählt, wie Familie Yilmaz in Deutschland eine neue Heimat fand. Inzwischen ist Deutschland für Familie Yilmaz längst zum Zuhause geworden. Turbulent wird es, als Großvater Hüseyin urplötzlich verkündet, er habe ein Haus in der Türkei gekauft und die gesamte Familie werde mit ihm dorthin reisen. Widerworte sind zwecklos und so beginnt für die Großfamilie eine abenteuerliche Reise voller Erinnerungen, Streitereien und Versöhnungen… die eine überraschende Wendung nimmt.

Das Kinodebüt der Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli sorgte nicht nur beim Publikum der Berlinale 2011 für Begeisterung, sondern überzeugte auch die Filmkritiker, die den Film als „türkisch-deutsches Kinohighlight“ feierten. Almanya- Willkommen in Deutschland ist in zwei Kategorien für den Deutschen Filmpreis 2011 nominiert und mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet worden.

Yasemin Samdereli wurde 1973 in Dortmund geboren. Nach ihrem Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen in München ist sie seit 2001 als Drehbuchautorin und Regisseurin tätig, u.a. führte sie bei den Fernsehfilmen Alles getürkt (2003) und Ich Chef, Du nix (2007) Regie.

Genre Komödie
Orte Deutschland, Türkei
Jahr 2011
Regie Yasemin Samdereli
Drehbuch Yasemin Samdereli, Nesrin Samdereli
Schauspieler Demet Gül, Vedat Erincin, Lilay Huser, Denis Moschitto, Petra Schmidt-Schaller, Aykut Kayacik, Siir Eloglu, Aylin Tezel, Fahri Oguen Yardim, Rafael Koussouris
Länge 97 Minuten
Filmtrailer http://www.almanya-film.de/
Aufführungsorte Ha Noi, Hai Phong, Da Nang, Hué, Ho Chi Minh City, Can Tho

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Die Päpstin

(c) Goethe-Institut

Genre: Historienfilm/Drama
farbig, 148 Min.
Deutschland 2009


Europa im neunten Jahrhundert: In Ingelheim am Rhein wächst Johanna, die Tochter des fanatischen Dorfpriesters, auf. Schon als Kind fällt sie durch ihre Wissbegier und außergewöhnliche Intelligenz auf. Gegen den Willen des Vaters lernt sie Lesen und Schreiben, sie erkämpft sich sogar die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Doch als Frau in der patriarchalen Gesellschaft des Mittelalters stößt sie bald an Grenzen. Deshalb entscheidet sie sich in jungen Jahren, ihren Lebensweg als Mann verkleidet weiterzugehen. Sie tritt in ein Kloster ein, wo sie studieren und sich in der Heilkunst ausbilden kann. Zunehmend gewinnt sie Anerkennung und steigt immer weiter in der Kirchenhierarchie auf. Doch mit dem wachsenden Erfolg steigert sich auch ihre Angst, dass ihre wahre Identität aufgedeckt wird. Als sie zum Papst ernannt wird und kurz darauf in Rom ihre große Liebe wiedertrifft, erscheint die Katastrophe nahezu unausweichlich…

Diese Verfilmung eines internationalen Bestsellers, der eine im Mittelalter populäre Legende neu erzählt, beeindruckt durch die starke Hauptfigur der Johanna, die sich allen familiären, kirchlichen und gesellschaftlichen Konventionen widersetzt. Das frühe europäische Mittelalter mit Kriegen und Klöstern, Pracht und Armut wird großartig in Szene gesetzt.

Sönke Wortmann, einer der bekanntesten deutschen Regisseure, hat mit Der bewegte Mann und Deutschland. Ein Sommermärchen sowie vielen anderen Filmen zahlreiche Besucher in die Kinosäle locken können. Für seine Arbeit wurde er bereits mit vielen Auszeichnungen geehrt, so zum Beispiel mit dem Adolf Grimme-Preis.

Genre Historienfilm/Drama
Orte Deutschland/Italien/Spanien/Großbritannien
Jahr 2009
Regisseur Sönke Wortmann
Drehbuch Heinrich Hadding
Schauspieler Iain Glen, Suzanne Bertish, John Goodman, Johanna Wokalek, David Wenham, Anatole Taubman, Jördis Triebe
Länge 148 Minuten
Filmtrailer http://www.diepaepstin.de/
Aufführungsorte Ha Noi, Hai Phong, Da Nang, Hué, Ho Chi Minh City, Can Tho

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Die Vorstadtkrokodile 2 – Die coolste Bande ist zurück!

(c) Goethe-Institut

 

Genre: Kinderspielfilm (ab 6 Jahre)
farbig, 88 Min.
Deutschland 2010


In der Fortsetzung der erfolgreichen Verfilmung des Kinderbuchs Die Vorstadtkrokodile scheut die mutige Bande um Olli, Hannes und Maria kein Risiko, um üble Machenschaften aufzudecken und um für ihre Bande einzutreten. So begeben sich auch diesmal die Vorstadtkrokodile auf ein actionreiches Abenteuer, das kleine wie große Zuschauer in seinen Bann zieht.

Die Fabrik, in der Ollis und Marias Eltern arbeiten, steht kurz vor der Schließung: Aus unerfindlichen Gründen funktionieren die Maschinen im Werk nicht mehr und die Arbeit steht still. Als einzige Lösung der drohenden Arbeitslosigkeit sehen die Eltern den Umzug in eine andere Stadt. Dies würde jedoch für die Krokodile das Aus ihrer Bande bedeuten. Und so gehen sie dem Stillstand der Maschinen auf den Grund: Da sich die Boller-Zwillinge, die ebenfalls in dem Werk arbeiten, seit einiger Zeit sehr verdächtig benehmen, einigt sich die Bande darauf, sie zu beschatten. Den Krokodilen gelingt es zwar daraufhin, den Machenschaften der beiden auf die Schliche zu kommen, doch um Beweise finden zu können, muss die Bande ihren Mut unter Beweis stellen und sich in einer gefährlichen Situation bewähren.

Christian Ditters Arbeit als Regisseur und Drehbuchautor wurde bereits beim ersten Teil der Vorstadtkrokodile mit zahlreichen Auszeichnungen prämiert. Auch andere Filme und TV-Produktionen, bei denen er Regie führte, wurden mit Preisen ausgezeichnet und waren Publikumserfolge, wie die TV-Serie Türkisch für Anfänger.
Genre Kinderspielfilm (ab 6 Jahre)
Orte Deutschland
Jahr 2010
Regisseur Christian Ditter
Drehbuch Christian Ditter, Neil Ennever
Schauspieler Dietmar Baer, Maria Schrader, Smudo, Nora Tschirner, Leonie Tepe, Manuel Steitz, Fabian Halbig, Nick Romeo Reimann, Esther Schweins
Länge 88 Minuten
Filmtrailer http://vsk2.derfilm.de/
Aufführungsorte Ha Noi, Hai Phong, Da Nang, Hué, Ho Chi Minh City, Can Tho

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Ganz nah bei dir

(c) Goethe-Institut

 

Genre: Komödie/Drama/Lovestory
farbig, 91 Min.
Deutschland 2008


Phillip lebt in seiner eigenen, sonderbaren Welt. Seine einzigen Freunde sind Schildkröte Paul und Psychiater Aaron. Tagsüber untersucht er Geldscheine im Keller der Zentralbank auf ihre Echtheit, abends träumt er davon, in einer Kleinkunstbühne als Pantomime aufzutreten. Um seinen Traum zu verwirklichen, fehlt ihm allerdings der Mut. Als die blinde Cellistin Lina gegen seinen Tisch und in sein Leben stolpert, gerät Phillips wohlgeordnete Welt ins Wanken. Trotz ihres Handicaps geht sie furchtlos und aufgeweckt durchs Leben. Und plötzlich wird Philipps leicht neurotischer Charakter durch jede Menge Gefühle durcheinander gebracht…

Schon in ihrem Erstlingsfilm Fickende Fische (2002) konnte Regisseurin Almut Getto mit ihrer eigenen Bildsprache und konsequenten Motiven überzeugen. In Ganz nah bei Dir gelingt es ihr, eigentlich traurige Situationen durch schrägen Humor und die Kraft des Absurden so in Bewegung zu bringen, dass schließlich so etwas wie ein Happy End herauskommt.
Genre Komödie/Drama/Lovestory
Orte Deutschland
Jahr 2008
Regisseur Almut Getto
Drehbuch Heinrich Hadding
Schauspieler Katharina Schüttler, Bastian Trost
Länge 91 Minuten
Filmtrailer http://ganz-nah-bei-dir.de/
Aufführungsorte Ha Noi, Hai Phong, Da Nang, Hué, Ho Chi Minh City, Can Tho

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Goethe!

(c) Goethe-Institut

 

Genre: Drama
farbig, 102 Min.
Deutschland 2010


Dieses fiktive Portrait des großen deutschen Dichters Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832) dreht sich um die Jugendliebe, die Goethes Leben nachhaltig veränderte und ihn zu seinem Erfolgsroman „Die Leiden des jungen Werther“ inspirierte. Als der junge Goethe sein Jurastudium vernachlässigt und seine Dichtungen von einem Verleger abgelehnt werden, schickt ihn sein wütender Vater in das verschlafene Städtchen Wetzlar, in der Hoffnung, ein trockener Verwaltungsposten werde seinen Sohn von den Dichterträumen kurieren. Unter seinem Vorgesetzten Albert Kestner leidend, hellt sich Johanns Gemüt in dem Moment auf, als er Lotte Buff kennenlernt – eine schöne und temperamentvolle Frau, und zugleich ein Freigeist wie er. Das Paar verliebt sich, doch um das Familienvermögen zu retten, wird Lotte von ihrem Vater dem braven, aber langweiligen Kestner versprochen. – Eine leicht und gefühlvoll erzählte Liebesgeschichte in schönen Bildern, die es mit der historischen Wahrheit nicht immer ganz genau nimmt.

Regisseur Philipp Stölzl, 1967 in München geboren und zunächst als Bühnenbildner ausgebildet, gewann erstmals internationale Aufmerksamkeit durch seine Musikvideoproduktionen für Garbage und Madonna. Nach Baby (2002) und Nordwand (2008) ist Goethe! (2010) der dritte abendfüllende Kinofilm unter seiner Regie.
Genre Drama
Orte Deutschland
Jahr 2010
Regisseur Philipp Stölzl
Drehbuch Philipp Stölzl, Christoph Müller, Alexander Dydyna
Schauspieler Alexander Fehling, Miriam Stein, Moritz Bleibtreu, Volker Bruch, Burghart Klaußner, Henry Hübchen
Länge 102 Minuten
Filmtrailer http://wwws.warnerbros.de/goethe/
Aufführungsorte Ha Noi, Hai Phong, Da Nang, Hué, Ho Chi Minh City, Can Tho

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Groupies bleiben nicht zum Frühstück

(c) Goethe-Institut

 

Genre: Romantische Komödie
farbig, 105 Min.
Deutschland 2010


Lila hat gerade ein Jahr als Austauschschülerin in den USA verbracht. Zurück in Berlin hat sich einiges verändert: In der Schule gewinnen Paris-Hilton-Blondinen die Oberhand und ihre Schwester Luzy ist verrückt nach dem Sänger der Boygroup Berlin Mitte. Doch Lila macht sich daraus nicht viel, sie lernt zufällig Christopher kennen und die beiden verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass Christopher Chriz, der angesagte Sänger der bejubelten Band Berlin Mitte, ist. Das Liebespaar sieht sich nun vielen Turbulenzen und Problemen gegenübergestellt: Die kreischende kleine Schwester, hartnäckige weibliche Fans, die Presse und auch Chriz‘ Manager, für den feststeht, dass Groupies nicht zum Frühstück bleiben, stellen sich den zwei Verliebten in den Weg.

Mit Witz und Raffinesse ist diese Teeniekomödie ein unterhaltsames Filmerlebnis für alle Altersklassen. Mit den beiden herausragenden Hauptdarstellern taucht man in eine bewegende und amüsante Liebesgeschichte ein, die den Zuschauer gut gelaunt aus den Kinosaal verlassen lässt.

Regisseur Marc Rothemund schaffte 2005 mit dem preisgekrönten Film Sophie Scholl - Die letzten Tage seinen Durchbruch. Mit Groupies bleiben nicht zum Frühstück stellt er nun auch in einem ganz anderen Genre sein Können unter Beweis.
Genre Romantische Komödie
Orte Deutschland
Jahr 2010
Regisseur Marc Rothemund
Drehbuch Kristina Magdalena Henn, Lea Schmidbauer
Schauspieler Anna Fischer, Kostja Ullmann, Roman Knižka
Länge 105 Minuten
Filmtrailer http://www.groupies-derfilm.de/
Aufführungsorte Ha Noi, Hai Phong, Da Nang, Hué, Ho Chi Minh City, Can Tho

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Herbstgold

(c) Goethe-Institut

 

Genre: Dokumentarfilm
farbig, 94 Min.
Deutschland/Österreich 2010


Herbstgold porträtiert eindrucksvoll fünf Menschen im Alter zwischen 80 und 100 Jahren, die an der Senioren-Leichtathletik-Weltmeisterschaft im finnischen Lahti teilnehmen. Auf der Zielgeraden des Lebens geben sich die betagten Sportler mit nichts Geringerem als der Goldmedaille zufrieden.

Einer von ihnen ist Alfred, Diskuswerfer und 100 Jahre alt. Er bezeichnet seinen sportlichen Ehrgeiz als inneren Drang: „Ich bin ungern Zweiter. Ich bin lieber Erster.“ Ein halbes Jahr vor der WM hat sich der Wiener ein künstliches Kniegelenk einsetzen lassen. Ob er bis zum Wettkampf wieder auf den Beinen sein wird?

Regisseur Jan Tenhaven erzählt die authentische Geschichte von fünf willensstarken und lebensbejahenden Leichtathleten im hohen Alter. Eine Geschichte vom Gewinnen und Verlieren, von Erfolgen und Rückschlägen: Herbstgold ist eine Hommage an das Alter.
Genre Dokumentarfilm
Orte Deutschland
Jahr 2012
Regisseur Arne Birkenstock, Jan Tengeler
Drehbuch Arne Birkenstock, Jan Tengeler
Schauspieler Hayden Chrisholm
Länge 93 Minuten
Aufführungsorte Hanoi, Hai Phong, Hué, Da Nang, Ho Chi Minh City

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Neukölln Unlimited

(c) Goethe-Institut

 

Genre: Dokumentarfilm
farbig, 96 Min.
Deutschland 2009/2010


Im Berliner Stadtteil Neukölln kämpfen die Geschwister Hassan (18), Lial (19) und Maradona Akkouch (14) um das Bleiberecht ihrer Familie: Bereits 2003 war die Familie in ihr Herkunftsland, den Libanon, abgeschoben worden. Seitdem hat die Familie es zwar geschafft, wieder nach Berlin zurückzukehren, doch seither sind nur offiziell “geduldet”. So leben sie in ständiger Angst vor einer möglichen Abschiebung. Die familiäre Situation wird zudem dadurch überschattet, dass sich die Eltern der drei Geschwister getrennt haben.

Unter dem Druck der Verhältnisse kommt es zu Unstimmigkeiten und Streit zwischen den Geschwistern: Hassan, der das Abitur machen wird, spielt gerne das Familienoberhaupt, was seine Schwester Lial aber nur schwer akzeptieren kann. Beide versuchen, ihre Familie finanziell abzusichern und ihr somit das Bleiberecht zu erwirken. Der jüngste Bruder Maradona, ein eigentlich hoch talentierter Junge, ist auf Abwege geraten: Schon mehrfach wurde er von der Schule suspendiert. Vor diesem Hintergrund wirken Tanz und Musik wie ein Anker im Leben. Der Film nimmt den Rhythmus des Lebens und der Jugendkultur Neuköllns auf.

Ein eindrucksvoller Film über Paragraphen und Behörden, über Kreativität und Leidenschaft und über die multikulturelle Jugendszene in Berlin. Ohne zu verallgemeinern, geben die Filmemacher einen Einblick in die Schwierigkeiten einer Migrantenfamilie, sich in Deutschland eine Existenz aufzubauen.

Auf der Berlinale 2010 erhielt der Film die Auszeichnung als bester Film in der Kategorie “Generation 14plus”.
Genre Dokumentarfilm
Orte Deutschland
Jahr 2009/2010
Regisseur Agostino Imondi, Dietmar Ratsch
Drehbuch Agostino Imondi
Länge 96 Minuten
Filmtrailer http://www.neukoelln-unlimited.de/
Aufführungsorte Ha Noi, Hai Phong, Da Nang, Hué, Ho Chi Minh City, Can Tho

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Novemberkind

(c) Goethe-Institut

 

Genre: Drama
farbig, 94 Min.
Deutschland 2008


Die junge Inga führt ein ruhiges Leben in der ostdeutschen Provinz. Aufgewachsen bei ihren Großeltern in dem Glauben, dass ihre Mutter bei einem Badeunfall ertrunken ist und den Namen ihres Vaters nie preisgegeben hat, zerbricht Ingas Welt, als plötzlich ein Fremder auftaucht: Robert, ein Literaturdozent aus Westdeutschland, behauptet, Ingas Mutter zu kennen. Sie habe ihm Anfang der 90er Jahre die Geschichte ihrer abenteuerlichen Flucht aus der damaligen DDR nach Westdeutschland erzählt und den tiefen Schmerz darüber, dass sie ihre kleine Tochter zurücklassen musste, nie überwunden. Doch bevor Robert mehr erfahren konnte, sei sie wieder aus seinem Leben verschwunden.

Inga ist zutiefst aufgewühlt und hat nur ein Ziel: Sie möchte ihre Mutter finden und erfahren, was damals wirklich geschehen ist. In ihrem Heimatdorf stößt sie gegen eine Wand aus verdrängter Schuld und Lügen. Inga bittet deshalb Robert, sie bei der Suche nach ihrer Mutter zu begleiten. Eine Spurensuche quer durch Deutschland beginnt, bei der immer deutlicher wird, dass Roberts Auftauchen in Ingas Leben kein Zufall war. Auf eindringliche und bewegende Weise wird in Novemberkind die persönliche Geschichte Ingas mit der Zeitgeschichte verknüpft.

Novemberkind ist die Diplomarbeit des Regisseurs Christian Schwochow (*1978) und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Publikumspreis des Filmfestivals Max Ophüls 2008 und dem MFG-Star Baden-Baden 2008. Die Hauptdarstellerin Anna Maria Mühe wurde beim Filmkunstfest Schwerin als „Beste Nachwuchsdarstellerin“ geehrt und beim Deutschen Filmpreis in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ nominiert.
Genre Drama
Orte Deutschland
Jahr 2008
Regisseur Christian Schwochow
Drehbuch Heide Schwochow, Christian Schwochow
Schauspieler Anna Maria Mühe, Ulrich Matthes, Juliane Köhler, Thorsten Merten, Hermann Beyer, Christine Schorn, Steffi Kühnert, Christina Drechsler, Adrian Topol
Länge 94 Minuten
Filmtrailer http://www.trailerseite.de/archiv/trailer-2008/10820-novemberkind-film-trailer.html
Aufführungsorte Ha Noi, Hai Phong, Da Nang, Hué, Ho Chi Minh City, Can Tho

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Renn, wenn du kannst

(c) Goethe-Institut

 

Genre: Drama/Tragikomödie
farbig, 112 Min.
Deutschland 2009


Seit einem Unfall sitzt Ben im Rollstuhl und ist auf die Hilfe Anderer angewiesen. Den Frust über seine Behinderung lässt er an seinen Mitmenschen aus, nicht zuletzt, um seine persönliche Unsicherheit zu überspielen. Allen voran bekommt dies Christian zu spüren, als Zivildienstleistender Bens neuer Pfleger. Ben schikaniert ihn ständig, doch Christian bietet ihm Paroli und schließlich werden die beiden Freunde. Da es Ben für eine reine Utopie hält, jemals eine Liebesbeziehung führen zu können, beobachtet er lediglich aus der Distanz Annika, eine junge Musikstudentin. Schon seit Langem himmelt er sie heimlich an. Auf dem Weg zur Uni trifft Annika zufällig auf Christian, der sie wenig später auch mit Ben bekannt macht. Zwischen den Dreien entwickelt sich eine Freundschaft – allerdings verlieben sich sowohl Ben als auch Christian in Annika, was die Sache problematisch macht…

Neben der musikalischen Untermalung brilliert der Film durch die schlagfertigen Äußerungen seiner Protagonisten. Durch das hervorragende Spiel der Hauptdarsteller wird Bens Leben im Rollstuhl ebenso eindrucksvoll dargestellt, wie die Liebe und Freundschaft innerhalb der Dreiecksbeziehung.

Regisseur Dietrich Brüggemann hat erst 2006 sein Regiestudium abgeschlossen Renn wenn du kannst ist sein erster Kinofilm. Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit seiner Schwester Anna Brüggemann. Wichtig sei ihnen dabei gewesen, die Geschichten der Protagonisten so glaubhaft wie möglich darzustellen und gängige Klischees über behinderte Menschen auszuräumen.
Genre Drama/Tragikomödie
Orte Deutschland
Jahr 2009
Regisseur Dietrich Brüggemann
Drehbuch Dietrich Brüggemann und Anna Brüggemann
Schauspieler Anna Brüggemann, Robert Gwisdek, Jacob Matschenz
Länge 112 Minuten
Filmtrailer http://www.rennwenndukannst.de/
Aufführungsorte Ha Noi, Hai Phong, Da Nang, Hué, Ho Chi Minh City, Can Tho

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