3 Fragen an ...

© Christoph Maier-Gehring

Christoph Maier-Gehring

Als Dramaturg, dessen Aufgabe es ist ein Stück inhaltlich mit vorzubereiten, haben Sie sich intensiv mit dem Parzival Stoff beschäftigt. Wie unterscheidet sich „Der durch das Tal geht“ von anderen Auseinandersetzungen mit dem Mythos?

Die Geschichte von Parzival ist ja wesentlicher Bestandteil des sogenannten „Grals-Mythos“, der in keltischen und christlichen, möglicherweise aber auch in vor-christlichen Kulturen seine Wurzeln hat. Anders noch als in Tankred Dorsts früheren Auseinandersetzungen mit dem Stoff spielt in unserer Fassung der heilige Gral keine Rolle, dafür steht Parzivals Lebensweg vom nicht-wissenden Jungen zum reifen Mann umso mehr im Zentrum.Mehr ...

© Henning Paar

Henning Paar

Sie erarbeiten derzeit eine Choreographie für die Tanzpartien in „Der durch das Tal geht“. Welche Rolle spielt der Tanz in dieser interdisziplinären Inszenierung. In welchem Verhältnis steht er zum Schauspiel und zur Musik?

Die Ebene des Tanzes soll die Ebene des Seelenzustandes und der Seelenentwicklung der Protagonisten nonverbal für den Zuschauer spürbar und verständlich machen. Das Verhältnis zu Schauspiel und Musik lässt sich nicht so einfach bemessen.Mehr ...

© Andreas Lungenschmid

Andreas Lungenschmid

Sie haben für „Der durch das Tal geht“ das Bühnenbild und die Kostüme entworfen. Was interessiert Sie am Stück und welche Bilder wollen Sie schaffen?

"Je größer die Herausforderung, desto reizvoller ist die Arbeit daran..." Selbstverständlich stürzt man sich gerne auf ein Theaterstück, das ich einfach einen "Epos" nennen möchte. Es ist eine jener "großen" Geschichten, die man selbst gerne einmal erzählen möchte. Die Raum für Visionen schafft, in der man eine eigene kleine... oder auch mal größere Welt erschaffen darf.Mehr ...

© Silvia Mödden

Silvia Mödden

Für das Musiktheaterprojekt „Der durch das Tal geht“ coachen Sie die Sänger. Wie sieht das genau aus und wo benötigen die Sänger Ihre Unterstützung?

Zunächst einmal arbeite ich mit den Sängern die deutschsprachigen Gesangstexte aus, spreche und singe sie Ihnen so vor, wie sie auf die Notenwerte gesungen werden, wobei die Vokal- und Konsonantbehandlung beim Singen vom gesprochenen Wort oft stark abweicht...Mehr ...

© Beverly Blankenship

Beverly Blankenship

Was interessiert Sie persönlich am meisten am Parzival-Stoff und wie wird dies auf der Bühne sichtbar für den Zuschauer?

“ Merlin“ von Tankred Dorst und Ursula Ehler ist ein Jahrhundertwerk des deutschen Theaters. Ich durfte dieses Stück schon zweimal inszenieren. Der Parzivalmythos ist das Herz des `Merlinstückes´ - ein liebevoller, grausamer Blick auf das menschliche Mühen auf dem Weg zur Transzendenz.Mehr ...

© Pierre Oser

Pierre Oser – Komponist

Was reizt Sie als Komponist an diesem Parzival-Projekt?
Die Ausgangsidee für dieses Projekt ist es eine Geschichte mit den Mitteln von Oper, Tanz und Schauspiel zu erzählen und diese Genres durch eine durchkomponierte Musik zu verbinden.Mehr ...
© Tankred Dorst

Tankred Dorst über den Mythos Parzival – Dramatiker

Sie haben sich in vielen Prosawerken und Theaterstücken mit dem Parzival-Stoff beschäftigt: Was ist für Sie das Faszinierende an der Figur des Parzival und seinem Kosmos?

Die Parzivalgeschichte ist ein Komplex in dem Stück „Merlin oder das Land der Wüste". Später habe ich den Stoff noch einmal aufgegriffen, daraus wurden mehrere Theaterprojekte entwickelt.Mehr ...