Veranstaltungskalender

Once upon a Time: Neue Werke von Marcel Odenbach & Sam Hopkins

Videoinstallation
10.10.2013 – 08.11.2013, Finissage 08.11.2013, 18H30
Goethe-Institut, Galerie
Kostenlos
© Marcel Odenbach & Sam Hopkins
© Marcel Odenbach & Sam Hopkins
1919 beschnitt der ugandische Häuptling Semei Kakungulu sich und seine Familie und erklärte seinen Klan als jüdisch. Damit waren die Abayudaya gegründet, die ugandische jüdische Gemeinschaft im Distrikt Mbale in Ostuganda. Die Gemeinschaft besteht immer noch und ist eine von einer Handvoll afrikanisch-jüdischer Gemeinden die nicht hereditäre Juden sind, sondern jüdische Praxis und Glaubenssystem aus freier Wahl angenommen haben.

In den 1920-er Jahren folgte die Gemeinde einer Mischform des Judentums, wobei das Alte und das Neue Testament mit Elementen Vorchristlichen Glaubens vermischt wurden. Bald darauf wurde die Glaubenspraxis an hergebrachte jüdische Bräuche angepasst. Heute hat die Gemeinde mit ungefähr 3000 Mitgliedern einen ordinierten Rabbiner der Gottesdienste in der Synagoge abhält und Torah-Studiengruppen leitet.

“Once upon a Time” (2013) ist eine Vierkanal-Videoinstallation die Interviews mit vier dieser Rabbinerstudenten zeigt. Während jede Erzählung höchst persönlich und individuell ist, gibt es zwischen den Erzählsträngen doch eine gewisse Verbindung. Einerseits scheint es diese Suche nach einem pragmatischen, alltagstauglichen Glaubenssystem zu geben und andererseits gibt es dieses Gefühl der existenziellen Natur von Religion und der spirituellen Resonanz die das Judentum auf die befragten Studenten hat.

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