Über das Projekt

Über das Projekt

Geschichten entstehen im Erzählen. Im Erzählen werden Narrative erfunden, sie werden weitergetragen, verändert, angepasst. Sie wandern durch die Welt, gelangen von Person zu Person, überwinden Grenzen. Verändern dabei ihre Form, gewinnen Details, verlieren andere.

Narrativ inszenieren, ist in vielen Ländern der Region Subsahara-Afrika immer noch stark ausgeprägt. Sie lebt aber auch in einer Kunstform fort, die sie in eine neue Richtung transportiert und zu neuem Leben erweckt hat: Spoken Word. Die Spoken Word Szene ist eine künstlerisch extrem spannende, allerdings wenig dokumentierte Szene. Die vorrangige Mündlichkeit des Genres führt dazu, dass die Arbeit der Künstler wenig dokumentiert wird und die Szene daher oft lediglich eine lokale Bedeutung hat.

 Mpho Khosi, Julian Heun – King Kong in Johannesburg © Goethe-Institut. Photo: Gitte Zschoch  Alle Künstler Johannesburg © Goethe-Institut. Photo: Gitte Zschoch Teilnehmer am Johannesburger Kick-Off Event. 24.05.2013

Die Idee: Ein panafrikanisches Festival

Die erste Etappe dieses Projekts war eine Veranstaltung mit ausgewählten südafrikanischen Spoken Word Künstlern in Johannesburg. Alle Auftritte wurden auf Video aufgezeichnet, die beiden besten Beiträge von einer unabhängigen Jury prämiert und hier auf der Projekwebseite bereitgestellt. Anschließend wanderte das Projekt zur nächsten Stadt, Antananarivo in Madagaskar. Hier konnten sich die dortigen Künstler die schon vorhandenen Videos ansehen und in ihren Beiträgen auf ein bestimmtes Element aus einem der vorigen Beiträge referieren. Im Laufe des Jahres 2013 setzt sich dieses Muster durch die nächsten sechs Städte fort: Yaoundé (Kamerun), Luanda (Angola), Kampala (Uganda), Nairobi (Kenia), Bamako (Mali), und Abidjan (Elfenbeinküste).

Der Kern: Eine multidimensionale Erzählung

Der Transfer dieses Elements von einem Künstler zum nächsten, von einem Ort zum anderen, bildet den Kern dieses Projekts. Ein gemeinsamer roter Faden wird gebildet, wodurch sich ein größerer, vernetzter, sich ausbreitender, multidimensionaler und dadurch nicht-hierarchischer Erzählstrang bildet – Metapher für die Erschaffung und Verbreitung von traditionellen Geschichten, und so für das Geschichtenerzählen selbst.

Wir laden Sie auf eine Reise ein! Klicken sie auf die Afrikakarte, um die Videos zu sehen, folgen Sie den Geschichten von Stadt zu Stadt, lernen Sie die mitwirkenden Künstler kennen, lesen Sie etwas über die Landschaft des Spoken Word überall in Afrika und folgen Sie uns auf Facebook.