Extreme der Menschlichkeit – „Egocinema“
„Egocinema“
Ludwigshafen
24.03.2012– 28.05.2012
Gustav Kluge: „Egocinema“
Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen
24.03.2012– 28.05.2012
Gustav Kluge: „Egocinema“
Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen
Der „Film des eigenen Lebens“, die Konstruktion von Ich und Selbst: Das sind die Themen, mit denen sich Gustav Kluge auseinandersetzt. Egocinema ist daher nicht nur der Name eines jüngst vollendeten Bildes des 1947 geborenen Künstlers, sondern auch genau der passende Titel für die aktuelle Ausstellung im Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen, die einen Überblick über Kluges Schaffen gibt.
Mit einer Auswahl von mehr als 130 teils großformatigen Werken zeigt die Ausstellung, wie sich Kluges Gesamtwerk im Spannungsfeld zwischen Körperlichkeit und Psyche, Identität und Außenwahrnehmung bewegt. Dick aufgetragene Farben erzeugen ein Gefühl der Schwere und symbolisieren die erdrückende Unfreiheit menschlicher Existenz. Auf diese Weise macht Kluge dem Betrachter bewusst, wie Angst, Bedrohung und Schmerz das Leben bestimmen. Aber auch sozial konstruierte Grenzfälle wie die Geschlechtlichkeit von Transsexuellen sind Gegenstand einiger seiner Betrachtungen.
Unter den gezeigten Werken befinden sich auch die beiden Serien Löschungen und Gib mir mehr Mensch, die jeweils ungefähr 40 Bilder umfassen. Während Löschungen das Tilgen menschlicher Existenz zum Thema hat – etwa durch das bewusste Unkenntlichmachen von Gesichtern – suchte Kluge für Gib mir mehr Mensch extreme Ausprägungen menschlicher Gesichter, etwa von Frankenstein-Darsteller Boris Karloff oder vom schwer erkrankten Physiker Stephen Hawking.
Mit einer Auswahl von mehr als 130 teils großformatigen Werken zeigt die Ausstellung, wie sich Kluges Gesamtwerk im Spannungsfeld zwischen Körperlichkeit und Psyche, Identität und Außenwahrnehmung bewegt. Dick aufgetragene Farben erzeugen ein Gefühl der Schwere und symbolisieren die erdrückende Unfreiheit menschlicher Existenz. Auf diese Weise macht Kluge dem Betrachter bewusst, wie Angst, Bedrohung und Schmerz das Leben bestimmen. Aber auch sozial konstruierte Grenzfälle wie die Geschlechtlichkeit von Transsexuellen sind Gegenstand einiger seiner Betrachtungen.
Unter den gezeigten Werken befinden sich auch die beiden Serien Löschungen und Gib mir mehr Mensch, die jeweils ungefähr 40 Bilder umfassen. Während Löschungen das Tilgen menschlicher Existenz zum Thema hat – etwa durch das bewusste Unkenntlichmachen von Gesichtern – suchte Kluge für Gib mir mehr Mensch extreme Ausprägungen menschlicher Gesichter, etwa von Frankenstein-Darsteller Boris Karloff oder vom schwer erkrankten Physiker Stephen Hawking.
Florian Reiter
Copyright: Goethe-Institut e. V., Internet-Redaktion
April 2012
Haben Sie noch Fragen zu diesem Artikel? Schreiben Sie uns!
internet-redaktion@goethe.de
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April 2012
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